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Checkliste

Alles Wissenswerte zum Arbeitszeugnis auf einen Blick

Arbeitszeugnisse sind eine Sache für sich. Sie müssen eine bestimmte Form haben und bestimmte Aspekte wie Dauer und Tätigkeitsbereich eurer Arbeit enthalten. Sogenannte einfache Arbeitszeugnisse sind wertfrei geschrieben. Qualifizierte Arbeitszeugnisse beurteilen zusätzlich eure Leistungen und euer Verhalten.

Checkliste Arbeitszeugnis

checkliste-iconCheckliste Arbeitszeugnis zum kostenlosen Download (528 KB)

Hier findest du alle wichtigen Infos und Kriterien für ein gutes Arbeitszeugnis auf einen Blick!

Checkliste „Einfaches Arbeitszeugnis“

  • Überschrift
  • Vor- und Nachname
  • Geburtsort und Geburtsdatum
  • Beginn und Ende des Arbeitsverhältnisses
  • Vollständige Beschreibung der ausgeübten Tätigkeit
  • Datum und Ausstellungsort des Zeugnisses
  • Unterschrift vom Chef oder Vertreter

Das müsst ihr beachten:

  • Ist das Zeugnis auf Firmenbogen gedruckt?
  • Sind alle Angaben korrekt und vollständig sowie euer Name richtig geschrieben?

Checkliste „Qualifiziertes Arbeitszeugnis“

Beginn:

  • Überschrift
  • Einleitung mit Eintrittsdatum
  • Beruflicher Werdegang: Einsatzgebiete mit Zeitraum
  • Letzte ausgeübte Tätigkeit

Angaben zu den Leistungen:

  • Leistungsbereitschaft: Motivation, Engagement
  • Leistungsfähigkeit: Belastbarkeit, Beherrschung der Tätigkeit
  • Kenntnisse/Weiterbildung: Qualifikation, Eigeninitiative
  • Arbeitsweise: Zuverlässigkeit, Selbstständigkeit, ...
  • Qualität der Arbeit
  • Besondere Erfolge
  • Führungsleistung: Anleitung von Mitarbeitern
  • Zusammenfassung

Angaben zum Verhalten:

  • Verhalten gegenüber Vorgesetzten und Kollegen
  • Verhalten gegenüber Geschäftspartnern und Kunden
  • Sonstige Eigenschaften: Vertrauenswürdigkeit, Diskretion, …

Schluss:

  • Beendigungsformel
  • Danksagung/Bedauern über das Ausscheiden
  • Zukunftswünsche
  • Datum
  • Unterschrift des Firmenchefs oder Stellvertreters

„Geheimcodes“

Arbeitszeugnisse dürfen rechtlich gesehen keine negativen Aussagen über euch enthalten, um euch für eure berufliche Zukunft keine Steine in den Weg zu legen. Allerdings ist unter Arbeitgebern ein „Geheimcode“ entstanden. Um diesen richtig zu entschlüsseln, müsst ihr folgende Formulierungen berücksichtigen.

  • Sehr gut:
    „Die Aufgaben wurden stets/immer/in jeder Hinsicht zu unserer vollsten Zufriedenheit ausgeführt.“
  • Gut:
    „Die Aufgaben wurden stets zu unserer vollen Zufriedenheit ausgeführt.“
  • Befriedigend:
    „Die Aufgaben wurden zu unserer vollen Zufriedenheit ausgeführt.“
  • Ausreichend:
    „Die Aufgaben wurden zu unserer Zufriedenheit ausgeführt.“
  • Mangelhaft:
    „Die Aufgaben wurden im Großen und Ganzen zu unserer Zufriedenheit ausgeführt.“
  • Ungenügend:
    „Herr/ Frau … hat sich bemüht, unsere Aufgaben zu erledigen.“

Das müsst ihr beachten:

  • Ist das Zeugnis auf Firmenbogen gedruckt?
  • Private Dinge wie eure sexuelle Orientierung oder Parteiangehörigkeit gehören nicht ins Zeugnis.
  • Krankheitszeiten gehören ebenfalls nicht ins Arbeitszeugnis.
  • Der Kündigungsgrund darf nur erwähnt werden, wenn ihr dem zugestimmt habt.
  • Habt ihr das Zeugnis auf Rechtschreibfehler oder falsche bzw. fehlende Angaben geprüft?
  • Habt ihr die Geheimcodes richtig entschlüsselt? Wurdet ihr korrekt bewertet?
  • Sind möglicherweise Aussagen weggelassen worden, die z. B. eure Motivation betreffen? Dies kann ebenfalls ein Geheimcode sein und fehlende Einsatzbereitschaft bedeuten!
  • Es gibt zahlreiche weitere Formulierungen, die negative Dinge über euch aussagen können. Eine Übersicht dazu und viele weitere Infos findet ihr auf www.arbeitszeugnis.de!
  • Manche Arbeitgeber bitten euch darum, euer Zeugnis selbst zu verfassen. Das ist keine gute Idee, da viele Personaler ein solches Zeugnis sofort erkennen.

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