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Checkliste

Alles Wissenswerte zum Praktikumszeugnis auf einen Blick

Wer ein Praktikum absolviert, hat danach Anspruch auf ein qualifiziertes Praktikumszeugnis. Dieses beinhaltet die gleichen Elemente wie ein reguläres Arbeitszeugnis. Da wertende Aussagen in eurem Praktikumszeugnis rechtlich nicht zulässig sind, hat sich unter Arbeitgebern ein „Geheimcode“ eingebürgert.

Checkliste Praktikumszeugnis

checkliste-iconCheckliste Praktikumszeugnis zum kostenlosen Download (476 KB)

Hier findest du alle wichtigen Infos und Kriterien für ein gutes Praktikumszeugnis auf einen Blick!


Wichtige Bestandteile des Praktikumszeugnisses

Beginn:

  • Überschrift
  • Einleitung mit Eintrittsdatum
  • Beruflicher Werdegang: Einsatzgebiete mit Zeitraum
  • Letzte ausgeübte Tätigkeit

Angaben zu den Leistungen:

  • Leistungsbereitschaft: Motivation, Engagement
  • Leistungsfähigkeit: Belastbarkeit, Beherrschung der Tätigkeit
  • Kenntnisse/Weiterbildung: Qualifikation, Eigeninitiative
  • Arbeitsweise: Zuverlässigkeit, Selbstständigkeit, ...
  • Qualität der Arbeit
  • Besondere Erfolge
  • Zusammenfassung

Angaben zum Verhalten:

  • Verhalten gegenüber Vorgesetzten und Kollegen
  • Verhalten gegenüber Geschäftspartnern und Kunden
  • Sonstige Eigenschaften: Vertrauenswürdigkeit, Diskretion, …

Schluss:

  • Beendigungsformel
  • Danksagung/Bedauern, dass ihr nicht in ein Angestelltenverhältnis übernommen werden konntet
  • Zukunftswünsche
  • Datum
  • Unterschrift des Firmenchefs oder Stellvertreters


„Geheimcodes“

Praktikumszeugnisse dürfen rechtlich gesehen keine negativen Aussagen über euch enthalten, um euch für eure berufliche Zukunft keine Steine in den Weg zu legen. Allerdings ist unter Arbeitgebern ein „Geheimcode“ entstanden. Um diesen richtig zu entschlüsseln, müsst ihr folgende Formulierungen berücksichtigen.

  • Sehr gut:
    „Die Aufgaben wurden stets/immer/in jeder Hinsicht zu unserer vollsten Zufriedenheit ausgeführt.“
  • Gut:
    „Die Aufgaben wurden stets zu unserer vollen Zufriedenheit ausgeführt.“
  • Befriedigend:
    „Die Aufgaben wurden zu unserer vollen Zufriedenheit ausgeführt.“
  • Ausreichend:
    „Die Aufgaben wurden zu unserer Zufriedenheit ausgeführt.“
  • Mangelhaft:
    „Die Aufgaben wurden im Großen und Ganzen zu unserer Zufriedenheit ausgeführt.“
  • Ungenügend:
    „Herr/ Frau … hat sich bemüht, unsere Aufgaben zu erledigen.“

Das müsst ihr beachten

  • Ist das Zeugnis auf Firmenbogen gedruckt?
  • Private Dinge wie eure sexuelle Orientierung oder Parteiangehörigkeit gehören nicht ins Zeugnis.
  • Krankheitszeiten gehören ebenfalls nicht ins Praktikumszeugnis.
  • Der Kündigungsgrund darf nur erwähnt werden, wenn ihr dem zugestimmt habt.
  • Habt ihr das Zeugnis auf Rechtschreibfehler oder falsche bzw. fehlende Angaben geprüft?
  • Habt ihr die Geheimcodes richtig entschlüsselt? Wurdet ihr korrekt bewertet?
  • Sind möglicherweise Aussagen weggelassen worden, die z. B. eure Motivation betreffen? Dies kann ebenfalls ein Geheimcode sein und fehlende Einsatzbereitschaft bedeuten!
  • Es gibt zahlreiche weitere Formulierungen, die negative Dinge über euch aussagen können. Eine Übersicht dazu findet ihr auf www.arbeitszeugnis.de!
  • Manche Arbeitgeber bitten euch darum, euer Zeugnis selbst zu verfassen. Das ist keine gute Idee, da viele Personaler ein solches Zeugnis sofort erkennen.
  • Auch wenn euch das Unternehmen nach dem Praktikum übernimmt, solltet ihr euch ein Praktikumszeugnis ausstellen lassen. Dadurch kann man eure berufliche Entwicklung besser nachvollziehen.

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