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Austauschprogramm ERASMUS verbucht Rekordzahlen
Die Welt bereisen, Sprachkenntnisse verbessern und Kontakte knüpfen: Aktuelle Zahlen der EU-Kommission zeigen, dass Auslandssemester die ideale Ergänzung eines Hochschulstudiums sind.
ERASMUS: Die Zahlen sprechen für sich
Aktuelle Zahlen bescheinigen dem Programm der EU einen deutlichen Zuwachs an Studierenden, die finanzielle Unterstützung für ihr Semester an einer ausländischen Universität nutzen. Für das Studienjahr 2008/2009 verzeichnet das Programm insgesamt 198.000 Studierende, 8,7 % mehr als noch in 2007/2008. Deutsche Studenten nutzen das Programm dabei fast am häufigsten: Die BRD schickte rund 27.900 Studierende ins europäische und nicht-europäische Ausland. Damit werden sie nur noch von französischen Studenten mit 28.300 Teilnehmern übertroffen.
Grund für die steigende Anzahl an Studierenden ist laut EU-Kommission in Brüssel mitunter die Aufstockung der Mittel für das ERASMUS-Programm. Dazu kommt, dass seit 2007 auch Praktika im Ausland förderungsfähig sind - eine besonders attraktive und populäre Möglichkeit für Studierende. Hier ist auch der größte Zuwachs zu verzeichnen: So wurden 2008/2009 rund 30.400 Studenten für Auslandspraktika vermittelt - dies sind über 50 % mehr als noch im Vorjahr.
Einen ersten Rekord erzielte das Programm bereits 2009: Hier verbuchte die EU die Vermittlung des Zweimillionsten Studenten seit der Gründung im Jahr 1987.
Spaniens Universitäten am beliebtesten
Spitzenreiter unter den Zielländern ist eindeutig der Süden. Rund 33.200 Studierende zog es im Studienjahr 2008/9009 für ihr Auslandssemester nach Spanien. Ebenfalls sehr beliebte Länder sind Frankreich (24.600 Studierende) sowie Deutschland (22.000).
Was bietet das ERASMUS-Programm
Die EU hat sich mit dem ERASMUS-Programm das Ziel gesetzt, sowohl die Zusammenarbeit von Hochschulen in 27 EU-Staaten als auch weiterer nicht-europäischer Hochschulen (Island, Liechtenstein, Norwegen und Türkei) zu verbessern. Seit 2009 gehören ebenfalls Kroatien und Mazedonien dazu. Studierende erhalten für ihr Auslandssemester, welches in der Regel zwischen 3 und 12 Monaten dauert, finanzielle Zuschüsse von monatlich ca. 272 Euro. Für ein Unternehmenspraktikum im Ausland erhalten Studenten ca. 432 pro Monat aus dem EU-Topf.
Wie sind die Voraussetzungen
Ein Zuschuss über das ERASMUS-Programm steht jedem Studierenden offen, der mindestens 2 Jahre an einem Institut der 33 teilnehmenden Länder studiert hat. Das ist in der Regel nicht schwer, da rund 90% aller europäischen universitären Einrichtungen am Programm beteiligt sind. Ein Auslandspraktikum ist hingegen bereits im ersten Studienjahr möglich.
Wer sich für ein Praktikum oder Semester im Ausland bewerben möchte, tut dies im Amt für internationale Beziehungen seiner Heimatuniversität. Dort wird das gewünschte Programm, die Wunschuniversität bzw. das Wunschunternehmen im Ausland als auch die Unterstützung durch Lebens- und Reisekosten organisiert. Außerdem wird geregelt, dass absolvierte Seminare und Kurse an der Heimatuniversität anerkannt werden.
Ob weiterhin Wachstum zu verzeichnen sein wird, ist fraglich - zumindest dann, wenn das finanzielle Budget nicht mit der steigenden Nachfrage mitwächst.
Übrigens: Namensgeber des ERASMUS-Programms ist der niederländische Humanist Erasmus von Rotterdam
Weitere Infos
Nähere Informationen rund um das Studieren und Arbeiten im Ausland, zur Finanzierung und Unterkunft sowie wichtige Tipps zur Organisation findet ihr hier:





