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Dissertation

Eine Dissertation, auch Diss oder Doktorarbeit genannt, ist eine eigenständig verfasste wissenschaftliche Arbeit. Sie wird während der Promotion verfasst, um den höchsten akademischen Grad, den Doktor, an einer Hochschule zu erlangen.

Eine Dissertation beinhaltet entweder die theoretische Auseinandersetzung mit einem Thema oder die Beschreibung empirischer Ergebnisse. Dabei ist es von großer Wichtigkeit, dass durch die Beschäftigung mit der jeweiligen Materie neue Erkenntnisse gewonnen werden. Der Promovend soll so unter Beweis stellen, dass er zur selbstständigen, wissenschaftlichen Arbeit in der Lage ist. Nach Fertigstellung des Dokuments wird die Dissertation veröffentlicht, die in der Regel zwischen 100 und 200 Seiten umfasst.

Voraussetzungen

Ein bereits abgeschlossenes Studium ist die Voraussetzung für das Schreiben einer Dissertation. Somit muss zunächst ein Diplom /Magister / Master bzw. das Staatsexamen abgelegt werden. In vielen Fällen wird zudem mindestens die Abschlussnote „gut“ erwartet.

Bewertungsstufen einer Dissertation

Eine Dissertation wird nach einer der folgenden Bewertungsstufen beurteilt:

Bewertungsstufe

Notenstufe

Notenskala

summa cum laude

mit höchstem Lob

Opus eximium

Herausragendes Werk

0,5 – 0,7

magna cum laude

mit großem Lob

Opus valde laudabile

Sehr lobenswertes Werk

1,0

cum laude

mit Lob

Opus laudabile

Lobenswertes Werk

2,0

rite

regelmäßig

Opus idoneum

Geeignetes Werk

3,0

non rite

unterhalb jeden Maßstabs

insufficienter

ungenügend

>3

 

Die Bewertungsstufe „summa cum laude“ entspricht dabei der Notenstufe Opus eximium, was auf eine Notenskala übertragen einer 0,5 – 0,7 gleichkommt. Dies ist die höchste zu erreichende Bewertungsstufe. Wird eine schlechtere Bewertung als „rite“ vergeben, so wird das Promotionsverfahren eingestellt und die Dissertation abgelehnt. Sie kann dann in überarbeiteter Form erneut vorgelegt werden. Dies darf mindestens sechs Monate und spätestens zwei Jahre nach Ablehnung erfolgen.

Lange Dauer einplanen

Laut einer Umfrage, die die Universität Marburg zum Thema Dissertation durchgeführt hat, dauert die Dissertationsphase durchschnittlich zwischen vier und fünf Jahren. Die Mehrheit der Befragten, circa 80 %, hatten auch bereits drei bis vier Jahre für die Erstellung der Dissertation eingeplant. Nur etwa 2% der Promovenden schafften es, sie in weniger als zwei Jahren fertig zu stellen. Sozial- und Geisteswissenschaftler benötigen einen längeren Zeitraum, mit etwa 56 Monaten, als Naturwissenschaftler, die in nur 51 Monaten ihre Dissertation abschließen. Aufgrund dieses großen Zeitraums, der für die Anfertigung der Dissertation notwendig ist, muss auch eine Finanzierung des Promotionsvorhabens gesichert werden. Dies kann beispielsweise mit Hilfe eines Stipendiums erfolgen.

Form und Aufbau

Es gibt keine allgemeingültigen Bestimmungen, die den Umfang einer Dissertation bestimmen. In der Regel bestehen sie jedoch aus 100 bis 200 Seiten. Tendenziell lässt sich sagen, dass geisteswissenschaftliche Arbeiten naturwissenschaftliche Dissertationen im Ausmaß übertreffen.

Unabhängig vom jeweiligen Fachgebiet wird im Groben der folgende Aufbau empfohlen:

  1. Einleitung
  2. Material und Methoden erläutern
  3. Ersuchungsergebnisse darstellen
  4. Ergebnisse unter Verwendung von Literatur besprechen und auswerten
  5. Zusammenfassung der Erkenntnisse
  6. evtl. Anhang
  7. Literaturverzeichnis

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