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BAföG

Informationen zum BAföG im Überblick

Schüler und Studenten können ihre Ausbildung bei Bedarf mit BAföG finanzieren. Das staatliche Darlehen ist zinslos und muss fünf Jahre nach Ablauf der Förderungshöchstdauer zu 50% getilgt werden. Bei Behinderung, Schwangerschaften, Kindererziehung und Gremientätigkeiten sind Ausnahmeregelungen möglich.

Inhalt


Welche Art der Ausbildung kann durch BAföG gefördert werden? § 2

Was ist BAföG?
BAföG steht für das Bundesausbildungsförderungsgesetz. Dieses Gesetz sieht vor, dass der Staat Schülern und Studenten während ihrer Ausbildung finanzielle Unterstützung gewährt.

Beim BAföG handelt es sich um ein zinsloses Darlehen, das lediglich zu 50% zurückerstattet werden muss. Schüler erhalten es sogar als Vollzuschuss.

Wer nach dem 01.04.2001 ein Studium aufgenommen hat, muss, unabhängig von der Höhe des Förderungssatzes, nicht mehr als 10.000 Euro zurückzahlen.

Ausbildungsstättenprinzip
Grundsätzlich gilt: Die Förderung kann lediglich für die Erstausbildung (§ 7) beantragt werden. Nur unter bestimmten Voraussetzungen ist eine Förderung der Zweitausbildung bei Studienwechsel oder Studienabbruch möglich.



Im Folgenden werden alle Formen der Ausbildung aufgezählt, die förderungsfähig sind:

  • Ausbildungen an allgemein- und berufsbildenden Schulen
  • Ausbildungen an Kollegs
  • Ausbildungen an Akademien und Hochschulen (dies betrifft auch die dort zu absolvierenden Praktika)
  • Ausbildung an öffentlichen Ausbildungsstätten  und gleichwertigen privaten Ausbildungsstätten
  • Teilnahme an entsprechenden Fernunterrichtslehrgängen

Nicht förderungsfähig sind:

  • Unterricht an Berufsschulen
  • Betriebliche Ausbildungen (Handwerk, Handels, Industrie)
  • Ausbildungen an entsprechenden überbetrieblichen Ausbildungsstätten

AuslandsBAföG
Ebenso kann auch ein Auslandsaufenthalt gefördert werden, wenn dieser eindeutig der Ausbildung dient. Dafür müssen jedoch einige wichtige Punkte beachtet werden. Weiter zum AuslandsBAföG...

Wer kann wo die Förderung beantragen? § 8

Staatsangehörigkeit
Die Förderung durch BAföG steht neben deutschen Schülern und Studenten auch ausländischen Antragstellern zu. Entscheidend bei ausländischen Antragstellern ist ihr Status, zum Beispiel die Zugehörigkeit zu einem EU-Staat, oder eine befristete oder unbefristete Aufenthaltserlaubnis. Ein gesonderter Eignungstest ist dabei nicht gefordert. Ausschlaggebend ist einzig der jeweilige Leistungsstand. (§ 9)

Wo kann BAföG beantragt werden?
Normalerweise ist klar geregelt, wo die spezifischen Antragsteller ihren Antrag auf BAföG stellen können:

  • Für Studierende ist das jeweilige Studentenwerk der Hochschule zuständig
  • Für Auszubildende an den verschiedenen Schulen und Kollegs ist das im Bezirk befindliche Amt für Ausbildungsförderung zuständig
  • Für alle anderen Schüler ist ebenfalls das Amt für Ausbildungsförderung zuständig, das sich am Wohnort der Eltern befindet
Antrag

Antragsteller dürfen nicht älter als 30 Jahre sein. Diese Altersgrenze gilt nicht für Auszubildende des 2. Bildungsweges und auch nicht für solche Auszubildende, die wegen Kindererziehung den Beginn ihrer Ausbildung hinauszögern mussten. Anträge werden bei den zuständigen Ämtern gestellt. In der Regel befinden sich diese Ämter beim Studentenwerk der jeweiligen Hochschule. Weiter zum Antrag...

Wie wird die Höhe des BAföGs errechnet? § 11 ff.

Bedarf
Die Höhe des BAföG richtet sich nach Art der Ausbildung und danach, ob die Auszubildenden bei ihren Eltern wohnen oder nicht. Darüber hinaus hängt der Förderungssatz von dem Einkommen der Antragsteller, ihrer Eltern und gegebenenfalls des  Ehepartners ab.

Elternunabhängiges BAföG
Unter bestimmten Umständen ist auch ein elternunabhängiges BAföG möglich, das im Regelfall höher ausfällt als der Normalsatz, da davon ausgegangen wird, dass damit die kompletten Lebenserhaltungskosten bestritten werden müssen. Das elternunabhängige BAföG wird aber nur in einigen wenigen Fällen ausgezahlt, da im Normalfall die Eltern verpflichtet sind ihren Kindern eine Unterhaltszahlung zu leisten, aus der sie ein Studium oder eine Ausbildung finanzieren können. Weiter zum elternunabhängigen BAföG...

Wie lange wird BAföG gezahlt? §§ 15 ff.

Das BAföG ist für die Dauer einer Ausbildung vorgesehen. Auch während der unterrichtsfreien bzw. vorlesungsfreien Zeit erhalten die Auszubildenden finanzielle Unterstützung. Schüler können so lange mit Zahlungen rechnen, wie sie eine Ausbildungsstätte besuchen. Bei Studenten entscheidet die Regelstudienzeit über die Förderungsdauer.

Freibetrag beim BAföG
Darüber hinaus darf das Jahreseinkommen der Auszubildenden nicht über einen bestimmten Wert gelangen, ansonsten wird das BAföG komplett gestrichen. Es gibt in diesem Kontext einen Freibetrag, den man keinesfalls überschreiten sollte. Weiter zum Freibetrag...

Wann und wie zahlt man die Förderung zurück? § 17 ff.

Fünf Jahre nach Ablauf der Förderungshöchstdauer verschickt das Bundesverwaltungsamt automatisch einen Feststellungs- und Rückzahlungsbescheid. Es steht dem einstigen BAföG-Empfänger zu, die Schulden in monatlichen Raten (derzeit 105 Euro / Monat) zu tilgen. Möglich ist auch eine sofortige Rückzahlung.

In diesem Fall sind weniger als 50% des Darlehens zurückzuzahlen. Die Rückzahlung ist in jedem Fall einkommensabhängig. Wer nicht in der Lage ist, sein Darlehen zurückzuerstatten, kann den Zeitpunkt der Rückzahlung auf Antrag verschieben oder gar von der Rückzahlung befreit werden. Ausnahmen: Behinderte, Schwangere und Auszubildende mit Kindern erhalten einen besonderen Verlängerungszeitraum bei der Rückzahlung. Weiter zur Rückzahlung...


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