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Druckkosten im Studium

Studenten drucken lieber zu Hause – aber bitte sparsam

113 Euro wurden im letzten Jahr im Durchschnitt für einen Drucker ausgegeben. Für so manchen Studenten, der gewohnheitsmäßig auf den Copyshop seines Vertrauens um die Ecke baut, eine hohe Investition. Auch wenn studentische Copyshops lange Öffnungszeiten haben und praktisch täglich außer am Wochenende genutzt werden können, fühlen sich nicht wenige Studenten in ihrer Flexibilität unzumutbar eingeschränkt. So etwa, wenn es gilt, nachts vor der wichtigen Seminar-Präsentation noch schnell einen letzten Ausdruck zu tätigen. Nicht zuletzt deshalb ist die Skepsis vor einer Investition vielerorts einer breiten Akzeptanz eines Druckers in den eigenen vier Wänden gewichen und hat allmählich zu einem geänderten Konsumverhalten geführt.

Druckerpatronen

Studentisches Nutzerverhalten

Ein Grund für den Sinneswandel ist im wachsenden technischen und medialen Fortschritt zu sehen, der es ermöglicht, problemlos Fotos wie Dokumente nicht nur per Computer, sondern auch vom Smartphone oder vom Tablet PC aus auf einen Drucker mit WLAN zu übertragen.

So hat im Jahr 2016 eine bundesdeutsche Käuferschicht von rund einer Million Personen eine Investition in ein Druck-Multifunktionsgerät mit Fax und Scanner binnen Jahresfrist fest eingeplant. Und zumindest weitere zwei Millionen waren diesbezüglich noch unentschlossen. Wieviele Studenten darunter waren, ist zwar nicht bekannt. Dennoch zeigen die Zahlen, dass das Thema omnipräsent ist und ein nicht unwesentlicher Bedarf besteht.

Experten schätzen eine gestiegene Nachfrage auch unter studentischen Käuferschichten, da

  • mangelnde Anonymität bei externen Dienstleistern (gerade bei persönlichen Dokumenten wie etwa Ausweispapieren oder BAföG-Anträgen)
  • mangelnde Flexibilität hinsichtlich persönlicher Ansprüche und
  • restriktive Öffnungszeiten (kein 24-Stunden-Service, sonntags geschlossen)

auch in Studentenkreisen zunehmend für Kritik sorgt.

Gerade bei Studenten stehen Multifunktionsgeräte wegen ihres vergleichsweise geringen Platzbedarfs demnach hoch im Kurs, was den oftmals beengten Wohnverhältnissen in einer Studentenbude oder WG geschuldet ist. Zudem sind Studierende auf Einsparpotentiale im Alltag in höherem Maße als andere Nutzerschichten angewiesen, um die Anschaffungskosten abzufedern.

Eigene Bedürfnisse auf den Prüfstand stellen

Vor dem Hintergrund sollte daher zunächst aus studentischer Sicht die Grundsatzfrage erörtert werden, ob

  • Scan- und Faxmöglichkeiten dringend benötigt werden oder ob nicht auch ein reines Druckgerät für die eigenen Bedürfnisse ausreicht.
  • ein Farbdrucker wirklich notwendig ist, wenn vorwiegend nur Textdokumente ausgedruckt werden müssen.

Kann der Betreffende in beiden Fällen mit gutem Grund die Frage verneinen, ist vor dem Hintergrund notorisch knappen Budgets der erste wichtige Schritt hin zu dringend benötigten Kosteneinspareffekten getan. Denn Schwarzweiß-Laserdrucker etwa sind wesentlich günstiger als Farblasergeräte und garantieren dennoch eine kontinuierlich hohe Qualität im Textausdruck. Und Einzelgeräte sind zwar in ihrer funktionalen Ausrichtung eindimensional, dafür umso kostengünstiger. Schließlich steht in Ausnahmefällen immer noch jederzeit der Gang zum Copyshop als Notfall-Alternative zur Verfügung.

Spartipps

Studenten können in Zeiten von Internet & Co. in zunehmendem Maße diverse Online-Vergleichsportable für ihre Kaufentscheidung nutzen, in denen neben dem jeweiligen Funktionsumfang der verschiedenen Modelle im Geräte-Vergleich auch nützliche Infos hinsichtlich des eigenen Konsumentenverhaltens transportiert werden. So werden praktische Tipps und Tricks im Umgang mit Drucker und Zubehör vermittelt, deren Aneignung Betriebs- und Wartungskosten reduzieren und zu einer Kaufentscheidung ermutigen.

Beispielsweise macht nur gelegentliches Drucken bei Tintenstrahldruckern den tinten- und damit kostenintensiven Reinigungsmodus notwendig, damit die Spritzdüsen nicht antrocknen und verstopfen. Mindestens einmal alle zwei Wochen sollten die Geräte auch benutzt werden, damit die Tinte dünnflüssig bleibt. Insbesondere in Heizkörper-Nähe besteht die Gefahr schnelleren Austrocknens der branchenüblich teuren Tintenpatronen. Teuer und unrentabel wird es besonders dann, wenn die Patrone ersetzt werden muss, obwohl sie noch nicht vollständig entleert ist. Auch ein Drucker-Stellplatz in Ofennähe oder unmittelbarer Nachbarschaft zu wärmeabstrahlenden elektronischen Geräten kann sich ungünstig auswirken, denn: Druckertinte ist so wertvoll wie flüssiges Gold - zumindest verlangen die Tintenpatronenhersteller ähnliche Preise. Wer demnach viel druckt, muss jeden Monat mindestens rund 20 Euro an neuen Patronen im Budget miteinkalkulieren.

Bares Geld lässt sich daher auch sparen, wenn überwiegend die besonders tintensparsame Schriftart Ecofont für die Ausdrucke verwendet wird. Auch die schlankere Century-Gothic-Schriftart führt vergleichsweise zu weitaus geringerem Tintenverbrauch als etwa gängige Standard-Schriftarten wie Arial oder Helvetica. Bis zu einem Drittel kann durch die schlankere Gothic-Linienform eingespart werden. Expertenschätzungen zufolge lassen sich auf die Art rund zehn Prozent der jährlichen Druckkosten reduzieren.

Sparsam geht es auch beim Papierverbrauch zu, wenn etwa mehrere Seiten im Duplex-Mode auf einem Blatt ausgedruckt werden. Die Funktionseinstellung „FinePrint“ ermöglicht einen gleichzeitigen Ausdruck von zwei, drei, vier oder mehr Seiten auf einer einzigen DIN A4-Seite bei ausreichender Lesbarkeit. Benötigte Information aus dem Netz sollten zunächst - von überflüssigen Werbebannern und Grafiken befreit sowie markiert - auf einem leeren Word-Dokument provisorisch zwischengelagert werden. Erst danach gewährleistet ein abschließender Ausdruck, dass lediglich die zusammengestellten Wunsch-Passagen gezielt ausgedruckt werden.

Letztlich können auch aktualisierte Treiberversionen helfen, Druckkosten zu senken. Sie werden üblicherweise von den Herstellern gleich mitgeliefert. Meist lädt das jeweilige Druckermodell seine Treiber selbständig herunter. Andernfalls kann der User auf eigene Faust im Netz recherchieren, wie er am Gerät feststellen kann, ob die aktuellste Version verwendet wird. Die Suche sollte in regelmäßigen Intervallen erfolgen. Einige Übersichtsportale liefern wertvolle Infos zu herstellerabhängigen Druckertreibern und gestalten die Suche nach dem neuesten Treiber für das jeweilige Modell und Betriebssystem komfortabel.

Und: Bei Tonern hilft es oftmals, diese zu entnehmen und einige Male hin und her zu schwenken, damit sich das Tonerpulver besser verteilt und nichts verschwendet wird.

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