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Mittel und Wege zum stressarmen Titel

Die Abschlussarbeit richtig finanzieren

Die Abschlussarbeit ist der letzte Schritt im Studium – ob Bachelor, Master, Diplom oder PhD. Sie ist ein wichtiger Schritt, der sowohl einen Lebensabschnitt enden lässt als auch den Grundstein für etwas Neues legt. Das macht Spaß und motiviert, ist aber zeitgleich auch richtig anstrengend und fordernd – schließlich muss noch einmal alles an Wissen und Softskills zusammen genommen werden, das in den letzten Jahren erlernt und akquiriert wurde. Dies alles bildet eine Zeit mit Höhen und Tiefen, Gewinnen und kleinen Niederlagen.

In dieser Zeit ist es deshalb wichtig, den Kopf möglichst frei zu bekommen. Probleme und Geldsorgen haben keinen Platz, die Gedanken konzentrieren sich auf das, was unmittelbar bevorsteht: Der Abschluss eines Studiums. Um sich voll und ganz darauf fokussieren zu können, ist es wichtig, sich von vornherein den Rücken freizuhalten und schon im Vorfeld dafür zu sorgen, dass nichts und niemand einen aus der wichtigen Schreibphase herausreißt. Ganz besonders wichtig: keine Existenzängste und Geldsorgen. Das ist manchmal aber gar nicht so leicht, schließlich befindet sich nicht jeder in der Regelstudienzeit, wenn er seine Abschlussarbeit verfasst, das BAföG ist vielleicht ausgelaufen und für den Job nebenbei bleibt auch keine Zeit. Deswegen gibt es hier wertvolle Tipps, wie die Phase des Abschlusses finanziell zu meistern ist.

Eine Abschlussarbeit zu verfassen, ist der logische Abschluss eines Studiums – und trotzdem wirkt es zunächst wie ein unüberwindbarer, monströser Berg an Arbeit, der sich vor dem Absolvierenden auftürmt. Bei vielen kommt dazu, dass die Zeit der lockeren Finanzierung durch BAföG oder Nebenjobs bereits vorbei ist: Sich selbst die wertvolle Schreibzeit zu nehmen, nebenbei zu arbeiten und einen Abschluss noch während der Regelstudienzeit zu erhalten, ist häufig nicht zu machen. Was gibt es sonst für Finanzierungsmöglichkeiten? Und ist vielleicht doch etwas an der staatlichen Förderung zu drehen, damit diese auch über die 6 beziehungsweise 10 Semester der üblichen Bachelor- und Masterstudiengänge hinaus gezahlt wird?

Studenten

1. Die Grundsätze: BAföG, Eltern, Kredite und Rücklagen

Zunächst einmal zum Offensichtlichen und den Möglichkeiten, die die meisten Studis auch während der regulären Studienzeit für sich nutzen: Die Finanzierung durch BAföG, Zuschüsse durch die Eltern, Studienkredite oder vorher angelegte Rücklagen, wenn das Studium beispielsweise nicht direkt nach der Schule angegangen wird. Während das eine von der Gnade der Verwandten abhängt, sind andere Finanzierungsmöglichkeiten nämlich auf festen Gesetzen und Kriterien aufgebaut, die sich bereits im Vorfeld ausloten lassen.

Welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, damit BAföG weiter gezahlt wird

Die Unterstützung durch den Bund im Sinne von BAföG wird in erster Linie für die Regelstudienzeit gewährt, wenn die Voraussetzungen dafür erfüllt sind. Diese beziehen sich nicht nur auf die eigenen Einkünfte und das Vermögen, sondern auch auf das der Eltern, zumindest wenn die Förderung nicht elternunabhängig stattfindet. Diese Möglichkeit gibt es nur, wenn:

  • das Studium nach mindestens fünf Jahren Erwerbstätigkeit mit Mindesteinkommen aufgenommen wird.
  • drei Jahre Berufspraxis nach der abgeschlossenen Ausbildung absolviert wurden.
  • die Hochschulreife auf dem zweiten Bildungsweg erlangt werden soll.
  • 30 Lebensjahre bereits überschritten und zusätzliche Kriterien erfüllt wurden.
  • die Eltern unauffindbar oder aus irgendwelchen Gründen tatsächlich unfähig sind, Unterhalt zu leisten.
  • der Studienanfänger Vollwaise ist.
  • die Eltern nicht mehr unterhaltspflichtig sind, ohne BAföG aber keine Ausbildung stattfinden kann.

Findet der Studienabschluss regulär in der vorgesehenen Semesterzahl statt, braucht es keine gesonderten Anträge für die Abschlussförderung. Ist das nicht der Fall, ist zu prüfen, ob Sie über die Förderungshöchstdauer hinaus förderungsfähig sind. Auch hier gibt es wieder bestimmte Kriterien. Die Verzögerung muss aufgrund gesetzlich anerkannter Gründe stattfinden. Diese sind:

  • Krankheit
  • Schwangerschaft
  • Kindeserziehung
  • Behinderung
  • Erstmaliges Nichtbestehen einer Modulprüfung, der Zwischen- oder Abschlussprüfung

Auslandssemester (maximal 2) und Urlaubssemester werden in der Regel herausgerechnet, die Förderungshöchstdauer richtet sich ansonsten nach der in der Studienordnung festgeschriebenen Semesterzahl.

Generell ist es ratsam, wann immer möglich diese Variante zu wählen und auf die staatlich gewährte Studienabschlusshilfe zu verzichten. Diese wird im Gegensatz zu BAföG nämlich nur als vollverzinsliches Darlehen angeboten, mehr dazu aber später. BAföG wird, wenn die Förderung über die Regelstudienzeit hinaus gewährt ist, regulär im Verhältnis 50 zu 50 ausgezahlt, also 50 Prozent Förderung und 50 Prozent zinsloses Darlehen. Ist der Grund für die Verzögerung eine Schwangerschaft oder Kindererziehung, ist es sogar als Vollzuschuss zu zahlen.

Finanzierung durch die Eltern

Ist eine Förderung durch BAföG ausgeschlossen, treten während des Studiums in der Regel die Eltern als private Förderer ein. Das gilt auch für die Zeit des Studienabschlusses. Natürlich haben Eltern in den meisten Fällen ein Interesse daran, dass ihr Kind einen möglichst guten Abschluss macht und mit einer soliden Ausbildung einen guten Grundstein für die Zukunft legt. Allerdings ist das nicht immer der Fall. Ist also aufgrund ihres gesetzlich gesehen „zu hohen“ Einkommens keine Förderung im Sinne von BAföG zu erwirken, müssen andere Mittel her, die Eltern zur Zahlung zu bewegen.

Nach § 1601 des Bürgerlichen Gesetzbuchs sind die Eltern dazu verpflichtet, ihren volljährigen Kindern auch im Studium Unterhalt zukommen zu lassen. Wohnt der Studierende nicht mehr bei den Eltern, sind 735 Euro monatlich die anerkannte Empfehlung, zusätzlich zu den Beiträgen zur Kranken- und Pflegeversicherung sowie eventuellen Studiengebühren. Die Kinder sind im Gegensatz dazu verpflichtet, ihr Studium möglichst schnell abzuschließen und den Eltern somit so wenig wie möglich zur Last zu fallen. Beides ist vor Gericht durchsetzbar, allerdings nicht in jedem Fall. Entscheidet sich das Kind nach einigen Jahren Berufstätigkeit zum Studium, ohne dass äußere Umstände es dazu zwingen würden, müssen die Eltern nicht mehr dafür aufkommen. Nach sechs Jahren (Ausbildung + drei Jahre Berufspraxis) würde auch das BAföG-Amt einspringen und unter Umständen elternunabhängiges BAföG zahlen.

Die Finanzierung durch die Eltern ist also nicht unüblich und – realistisch gesehen – werden wohl die wenigsten kurz vor dem Abschluss den Geldhahn zudrehen. Allerdings liegt es natürlich auch am Studierenden selbst, den Abschluss möglichst zügig zu erreichen.

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Einen Kredit aufnehmen: Mit Schulden starten?

Sind weder BAföG-Amt noch die Eltern verpflichtet zu zahlen, muss der Student sich selbst um die Finanzierung des Abschlusses kümmern. Um sich nicht mit Arbeit neben der Abschlussarbeit aufzuhalten, gibt es dafür die Möglichkeit, einen Kredit aufzunehmen. Das klingt zunächst einmal unattraktiv, denn mit Schulden ins Arbeitsleben zu starten macht wenig Freude. Allerdings bietet der Bund auch da eine Option, die dem Studierenden entgegenkommt: Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) liefert im Namen des Bundes neben Studienkrediten auch die sogenannte Studienabschlusshilfe. Dafür wird ein zinsgünstiges Darlehen gewährt, das erst nach einer Karenzphase zurückgezahlt werden muss. So hat der Absolvent Zeit, sich einen entsprechenden Job zu suchen und dort anzukommen. Erst dann wird mit der Rückzahlung begonnen. Die KfW bietet sich dabei aufgrund der günstigen Zinsen deutlich besser an, als Anbieter mit hohen Zinsen und reiner Gewinnabsicht.

In Relation zu einem Kredit für die gesamte Studienzeit wird der Betrag für ein Abschlussdarlehen außerdem geringer sein, so dass auch nach Beginn der Rückzahlung keine allzu hohe Belastung entsteht. Ebenfalls ist zu berücksichtigen, dass auch durch die Inanspruchnahme von BAföG ein Kredit entsteht, der irgendwann zurückzuzahlen ist. Im Vergleich zu einer Arbeitsbelastung neben der Abschlussarbeit ergibt sich durch das Abschlussdarlehen vielleicht eine praktikablere Möglichkeit, den Abschluss ohne Geldsorgen hinter sich zu bringen.

Rücklagen antasten: Eine gute Idee?

735 Euro monatlich: Mehr braucht ein alleinstehender Erwachsener nach sozialhilferechtlichen Grundsätzen nicht zum Leben. Aufs Jahr gerechnet ergibt das ein steuerfreies Existenzminimum von 8820 €. Je nachdem wie lange das Schreiben der Abschlussarbeit dauern soll, könnte der monatliche Unterhalt also auch aus den finanziellen Rücklagen bestritten werden.

Bei der Überlegung ob dies ratsam wäre, kommt es natürlich in erster Linie auf die persönliche Situation an: Wie lange wird das Schreiben der Bachelor- oder Masterarbeit in Anspruch nehmen, wenn diese möglichst gut durchorganisiert ist? Wie lange wird die Durststrecke bis zu den nächsten Einkünften andauern? Wie viele Rücklagen sind tatsächlich vorhanden? Und wie weit können die monatlichen Ausgaben gedrückt werden? Es sind vielfältige Überlegungen, die hier mit in die Waagschale geworfen werden müssen, um zu einem sinnigen Entschluss zu kommen. Letztendlich kann das nur jeder für sich entscheiden – sicher ist jedoch, wer an allen Stellschrauben dreht, kann es schaffen, sollte sich dabei jedoch soweit entspannen können, dass die Arbeit selbst nicht darunter leidet.

2. Leben auf Stand-by: Jobben und Sparen

Natürlich ist nicht jeder Studierende vor oder während des Studiums in der Lage, Rücklagen aufzubauen – häufig sind diese auch durch einkommensfreie Zeiten im Studium bereits angebrochen oder gar aufgebraucht. Fällt dann noch das BAföG weg, heißt es: Die Zähne zusammenbeißen, durchziehen und trotzdem abliefern. Das geht zum einen durch die bereits erwähnten Nebenjobs oder durch eisernes Sparen.

Welche Nebenjobs sich trotz Abschlussarbeit erfüllen lassen

Die Bearbeitungszeit für eine Abschlussarbeit hängt immer davon ab, welcher Studiengang gewählt wurde und wie aufwendig diese formuliert wird. Bachelorarbeiten werden in der Regel mit drei Monaten kalkuliert, während für eine Master- oder Diplomarbeit sechs Monate veranschlagt werden. Je nachdem wie viel vorher schon recherchiert wurde und wie viel Arbeit tatsächlich in der Erstellung steckt, ist die Durchführung eines Nebenjobs also durchaus machbar.

Dabei gibt es zunächst zwei Kategorien: Jobs, die die Hände beschäftigen und Jobs, die das Gehirn beanspruchen. Für die Abschlussarbeit lohnt es sich einen Job anzunehmen, der in die erste Kategorie fällt: Werden die Gedanken bei der Tätigkeit nicht sonderlich gefordert, können zumindest diese während der Arbeit weiter an der Thesis feilen. Dabei mal etwas anderes zu sehen, führt vielleicht sogar zu neuen Gedanken und Ansätzen. Kuriertätigkeiten, Akkordarbeit am Fließband oder auch einfaches Prospekte austragen könnten hier gut passen.

Wichtig ist vor allem, dass die Nebentätigkeit nicht allzu viel Zeit beansprucht. 10 bis 12 Stunden pro Woche sollten ausreichen, um damit über die Runden zu kommen. Der Rest der Woche sollte entsprechend strukturiert werden, um immer noch genügend Zeit mit der eigentlichen Recherche und dem tatsächlichen Schreiben verbringen zu können. Optimal ist es, wenn bei der Ausübung des Jobs zumindest ein leichter Erholungseffekt von der Schreibtischarbeit aufkommt.

Ausgaben runterschrauben: Die Arbeit woanders verfassen

Wer es sich nicht zutraut, die Abschlussarbeit zu verfassen und dabei arbeiten zu gehen, kann sich natürlich auch anders orientieren. Die Alternative: Sparen. Das klingt häufig nach einer Ernährung von Wasser und trocken Brot, allerdings ist es durch öffentliche Einrichtungen oder auch das private Netz gar nicht so schwer.

Zum einen gibt es die Möglichkeit, für die Erstellung der Abschlussarbeit aus dem Studienort wegzuziehen und sich stattdessen wieder bei den Eltern, Freunden oder auch anderen Verwandten einzuquartieren, die gerne für Kost und Logis aufkommen. Das spart die Ausgaben für Miete und Verpflegung, außerdem ist der Gang zurück in die Heimat häufig auch mit einer örtlichen Trennung von Kommilitonen und verlockenden Unipartys gleichzusetzen. Das wiederum spart den einen oder anderen Euro für das Bierchen mit Freunden – vielleicht nicht gerade angenehm, aber definitiv effektiv. Da der Studienabschluss für viele ohnehin gleichzeitig ein Wegzug in eine neue Stadt bedeutet, ist diese Zwischenstation zu Hause auch durchaus sinnvoll. Kommunikation und Besprechungen mit dem Betreuer der Abschlussarbeit lassen sich meistens auch online via E-Mail oder Skype organisieren und auch der telefonische Kontakt stellt kein Problem dar. Vor allem nicht, wenn die Situation und der Grund des Ortswechsels offen angesprochen werden.

Ist es dennoch keine Option, greift oft das örtliche Studentenwerk unter die Arme. Der sogenannte Freitisch für Studenten bietet Essensgutscheine für finanziell bedürftige Studenten in der Abschlussphase ihres Studiums an. Diese können täglich in der Mensa eingelöst werden und sorgen so für eine warme Mahlzeit. Interessierte können sich dazu bei ihrem Studierendenwerk informieren und einen entsprechenden Antrag stellen.

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3. Das i-Tüpfelchen: Unternehmen, Praktikum und Stipendien

Eine sehr nette Alternative zu Sparen, Arbeiten und Förderungen ist es, dafür bezahlt zu werden, seine Abschlussarbeit zu schreiben. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, dies zu realisieren.

Die Abschlussarbeit in einem Unternehmen verfassen: Diese Möglichkeiten gibt’s

Zum einen können Studierende sich an ein Unternehmen wenden, um dort ihre Abschlussarbeit zu realisieren. Natürlich ist das nicht in jedem Studiengang machbar – Lehramts-Studierende beispielsweise haben strenge Vorgaben und gehen in der Regel nicht in die freie Wirtschaft, nachdem sie ihren Abschluss erworben haben. Dementsprechend macht es für sie wenig Sinn, ihre Arbeit einem unternehmensbezogenen Projekt zu widmen. Viele andere, die ihren Platz hinterher auch in einem Unternehmen sehen, können sich allerdings daran orientieren und sich auf die Suche nach einem Partner für ihre Thesis machen.

Im Unternehmen selbst werden dann häufig Daten erhoben, Projekte durchgeführt, Produkte oder Dienstleistungen entwickelt, die zur Fachrichtung des Absolventen passen. Das hat den Vorteil, dass die Arbeit einen klaren Praxisbezug hat. Anhand von konkreten Beispielen wird ein Thema erarbeitet und behandelt, das sowohl für den Studierenden als auch für das Unternehmen einen Mehrwert hat. Das macht zum einen die Erstellung leichter, da das Bild von der angestaubten Thesis im Regal nicht mehr zutrifft. Zum anderen ist es spannender, ein tatsächliches Projekt zu beschreiben, als alles fiktiv durchzuspielen. Gerade für BWLer  oder andere Studiengänge mit Wirtschaftsbezug ist dies von unschätzbarem Wert.

Noch dazu kommt, dass damit bereits ein erster Schritt in Richtung Jobsuche gemacht ist: Wenn ein Unternehmen einen fähigen Absolventen an der Hand hat, der nach dem Abschluss durchaus seinen Platz dort finden könnte, ebnet das den Weg in eine Festanstellung oder knüpft zumindest Kontakte, die später noch einmal wertvoll sein können. Je nach Umfang der Wochenstunden und der Mitarbeit, lässt sich durchaus eine Bezahlung raushandeln, die für den Studenten auch noch das finanzielle Problem löst. Das Unterfangen ist dann zwar zeitintensiv, lohnt sich jedoch gleich mehrfach.

Das Studium mit einem Praktikum abschließen: Erst arbeiten, dann resümieren

Diese Variante lässt sich auch anders herum abspielen: Statt gleichzeitig Daten zu erheben, im Unternehmen mitzuarbeiten und zu schreiben, kann die Abschlussarbeit im Unternehmen auch andersherum strukturiert werden. So wird erst ein Praktikum vorangehend absolviert, so dass mehrere Wochen oder Monate Vollzeit im Unternehmen verbracht werden. Die dabei erworbenen Kenntnisse, das entwickelte Produkt oder auch die erhobenen Daten werden anschließend in einer Abschlussarbeit verarbeitet und kommen so im Anschluss dem Unternehmen, aber natürlich auch dem Absolventen selbst zu Gute. Diese Form des Praktikums erfordert eine entsprechende Bewerbung.

Der Vorteil liegt auf der Hand: Die Schreibzeit ist von der Erhebungszeit selbst getrennt, entsprechend kann die Bearbeitungszeit effektiv auf die Erstellung verwendet werden – die Recherche ist schließlich schon abgeschlossen. Gleichzeitig kann das verdiente und angesparte Geld verwendet werden, um die Lebenshaltungskosten nach der Arbeitsphase bestreiten zu können.

Stipendien-Programme für Absolvierende

Eine Bezahlung ganz ohne (wirtschaftliche) Arbeit – auch das ist möglich und zwar mit einem Stipendium. Bei den vielen verschiedenen Arten der Begabtenförderungen, die auch während des Studiums schon greifen, gibt es solche, die sich speziell an Studenten am Ende ihres Studiums richten. Diese sind dann speziell auf einen kurzen Zeitraum ausgelegt und dauern einen bis sechs Monate. Dabei reicht die Förderung von einem monatlichen Zuschuss bis hin zur Übernahme von Reise- und Versicherungskosten, der Zugabe zu Studienmaterialen und natürlich dem monatlichen Zuschuss. Außerdem schauen die verschiedenen Stipendiengeber immer auf unterschiedliche Kriterien: Die einen legen Wert auf besonders gute Leistungen oder Engagement an der Uni, andere möchten politische Teilhabe oder die Bekleidung sozialer Ehrenämter sehen.

Es lohnt sich im Internet nach passenden Stipendien zu recherchieren und Datenbanken nach den jeweiligen Kriterien zu durchsuchen. Selbst wenn einmal nicht alle Kriterien hundertprozentig auf die eigene Person und das Profil passen: Probieren geht hier über Studieren, denn nicht immer wird der eine passende Bewerber gefunden, so dass durchaus auch andere Studierende berücksichtigt werden können. Für das gewissermaßen geschenkte Geld lohnt sich ein Versuch also in jedem Fall. Wichtig: Frühzeitig bewerben! Häufig dauern Auswahl und Bewilligung noch ein paar Monate – die Abschlussarbeit sollte dann noch nicht vorüber sein.

4. Zusammenfassung

Geht es an die Abschlussarbeit, ist guter Rat teuer. Zum einen stellen Fragen wie Themenfindung und Organisation den Absolventen auf die Probe, zum anderen ist die Finanzierung nicht immer ganz einfach. Bei vielen ist das BAföG bereits ausgelaufen, die Finanzreserven aufgebraucht. Dann braucht es Unterstützung von außen, um auch die letzte Phase ohne Geldsorgen hinter sich zu bringen.

Möglichkeiten ergeben sich durch Nebenjobs, Unterstützung durch die Eltern oder auch die Aufnahme eines Abschlussarbeitsdarlehens. Ebenfalls kann mit der Thesis ein Schritt auf die Wirtschaft zugegangen werden: Wer seine Abschlussarbeit in einem Unternehmen schreiben kann, verdient häufig Geld dabei, hat einen praktischen Bezug zu seiner Arbeit und findet überdies dadurch bereits einen Einstieg in die Arbeitswelt. Ebenso gibt es Stipendien speziell für Absolventen, die im Endspurt des Studiums Geldsorgen von den Studierenden nehmen. Nicht nur Studis mit Topleistungen haben dort Chancen, auch andere Qualitäten werden gefördert und belohnt.

Zusammenfassung Infografik

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