E-Mail Drucken
hochschulabsolventenuniversitaetsstadtlehrmaterialBerechnung der Hausratversicherung

Hausratversicherung

Hab und Gut mit einer Hausratsversicherung günstig versichern

Auch wenn die typische Studentenbude vorrangig aus Billy, Pax, Malm und Vinstra besteht, so finden sich doch auch in der bescheidensten Hütte noch einige Schätze: Die Perlenketten der Großmutter, die teure Stereoanlage oder der neu erstandene Flatscreen. Die meisten Studenten unterschätzen den Wert ihrer eigenen Einrichtung und sehen so auch keinen Nutzen in einer Hausratversicherung. Ein gewaltiger Fehler…


Egal ob durch ein undichtes Rohr auf einmal die Wohnung unter Wasser steht, durch Blitzeinschlag die Elektrogeräte verkohlt sind oder Einbrecher auf ihrem Beutezug in der Wohnung randaliert haben: Der Schaden ist auf einmal da und vieles oder sogar alles muss neu gekauft werden. Auch wenn die eigene Wohnung nicht unbedingt eine Luxusbehausung ist – die komplette Einrichtung neu zu kaufen ist besonders für Studenten ein schwerer, finanzieller Schlag, den die meisten nicht wegstecken können. In solchen Fällen springt die Hausratversicherung ein.

Für welche Fälle haftet die Hausratversicherung?

In der Regel übernimmt die Hausratversicherung für Schäden, die durch

  • Brände
  • Blitzschläge und Explosionen
  • Einbrecher, Raub und Vandalismus
  • Leitungswasser
  • Rohrschäden
  • Frostschäden, Sturm und Hagel

verursacht werden, die Haftung. Das bedeutet, dass die Hausratversicherung die komplette Schadenssumme übernimmt. Natürlich nur soweit, wie man seinen Besitz auch versichert hat. Hat man beispielsweise seinen Hausrat für 40.000 Euro versichert, aber die Schadenssumme beträgt 100.000 Euro, so begleicht die Hausratversicherung natürlich nur den versicherten Betrag. Für den Rest muss man selbst aufkommen. Daher ist es wichtig, die Hausratversicherung nicht zu niedrig anzusetzen.

Bei der Hausratversicherung nicht am falschen Ende sparen

Beim Abschluss einer Hausratversicherung ist es wichtig, den zu versichernden Betrag nicht zu niedrig anzusetzen. Denn sollte es tatsächlich einmal zum Ernstfall kommen, soll die Hausratversicherung schließlich auch etwas bringen und den kompletten Schaden übernehmen.

Doch selbst wenn bei einem Schaden nicht der gesamte Hausrat zerstört wird, kann es bei einer Unterversicherung Probleme geben. Hat man beispielsweise nur die Hälfte des tatsächlichen Hausratswertes versichert und explodiert durch einen Kabelbrand der 5000 Euro teure Fernseher, so erstattet die Hausratversicherung auch in diesem Fall nur die Hälfte des tatsächlichen Wertes, also 2500 Euro. Denn der Kunde hat ja nur die Hälfte versichert.

Häufig ist es auch so, dass der Wert des eigenen Besitzes ursprünglich richtig eingeschätzt und versichert wurde, aber im Laufe der Zeit neue Wertgegenstände hinzugekommen sind. Daher ist es sinnvoll, ca. alle zwei bis drei Jahre eine Liste aller (neu) zu versichernden Besitztümer zu erstellen. Wichtig ist dabei auch, den tatsächlichen Wiederbeschaffungswert der Gegenstände zu versichern. Besonders bei getragenen Designerstücken wird der Versicherungsbetrag in der Regel viel zu niedrig angesetzt.

Wie ermittelt man die richtige Höhe der Hausratversicherung?

Damit die Hausratversicherung genau dem Wert entspricht, der bei einem Schaden ersetzt werden müsste, wäre die optimale Lösung natürlich, den Wert sämtlicher Gegenstände in der Wohnung zu ermitteln und zu versichern. In der Praxis ist dies jedoch kaum realisierbar. Daher wird empfohlen, den Wert der Hausratversicherung von der Größe der Wohnung abhängig zu machen und pro Quadratmeter einen bestimmten Betrag zu versichern. Von Experten wird empfohlen, den Betrag pro m² auf etwa 650 Euro anzusetzen. Somit ist der sogenannte „Unterversicherungsschutz“ in jedem Fall gewährleistet. Dies bedeutet, dass im Schadensfall definitiv die gesamte Schadenssumme (bis zum versicherten Betrag) von der Versicherung übernommen wird.

Wie viel kostet eine gute Hausratversicherung?

Der Beitrag hängt unter anderem von der Größe der Wohnung und natürlich von der zu versichernden Summe ab. Andere Faktoren, die noch mit einspielen, sind zum Beispiel der Ort des Wohnsitzes (Stadt oder Land), die Beschaffenheit der Hauswände und des Daches, ob man im öffentlichen Dienst tätig ist, wie alt man ist oder wie hoch die Eigenbeteiligung im Schadensfall sein soll. Daneben gibt es auch Sonder-Policen, zum Beispiel für zu versichernde Fahrräder, Überspannungsschäden oder ähnliches.

Je nach Abschluss ist eine Hausratversicherung schon ab 3,00 Euro monatlich zu haben und ist somit im Vergleich zu anderen Versicherungen sehr günstig – aber im Ernstfall enorm hilfreich.

Weitere interessante Themen

Diese Themen könnten Sie auch interessieren

Weitere externe Informationen zum Thema