E-Mail Drucken
Eine Studenten Krankenversicherung braucht jeder StudentStudenten einer UniversitätHilfe im Internet findenMedizin studieren

Studenten Krankenversicherung

Alle Infos zur Studenten Krankenversicherung

Bei der Immatrikulation musst Du einen Nachweis über Deinen Versicherungsschutz einreichen. Wer nicht über die Familienversicherung seiner Eltern mitversichert werden kann, muss daher vor Studienbeginn eine Studenten Krankenversicherung abschließen.



Die meisten Studienanfänger sind über ihre Eltern familienversichert. Doch nicht in allen Fällen ist eine Familienversicherung möglich. Wenn Du beispielsweise über 25 Jahre alt bist oder mehr als 450 € monatlich verdienst, musst Du Dich selbst versichern. Dazu bieten die gesetzlichen und privaten Krankenkassen zahlreiche Studenten Krankenversicherungen an.

Das folgende Formular hilft Dir, die für Dich beste Studenten Krankenversicherung zu finden.

Verschiedenen Studenten Krankenversicherungen

Insgesamt lassen sich 4 Formen der Studenten Krankenversicherung unterscheiden:

  1. Die Familienversicherung
  2. Die gesetzliche Krankenversicherung für Studenten
  3. Die private Krankenversicherung für Studenten
  4. Die „freiwillige“ Versicherung

1. Die Familienversicherung

Der Begriff Familienversicherung bezeichnet ein Versicherungsverhältnis, in dem nicht alle versicherten Familienmitglieder Beiträge entrichten. Kinder und junge Menschen können über ihre Eltern oder Ehepartner im Rahmen der Familienversicherung beitragsfrei mitversichert werden.

Eine Krankenversicherung über die Familienversicherung ist grundsätzlich bei Kindern unter 18 Jahren sowie Kindern in der Ausbildung möglich, sofern beide Eltern gesetzlich versichert sind. Auch ein Erststudium zählt als Ausbildung, daher kannst Du während diesem in der Regel die Familienversicherung in Anspruch nehmen. Der Anspruch auf eine Versicherung über die Familienversicherung ist an den Anspruch auf Kindergeld gekoppelt. Das heißt, dass Du die Familienversicherung nur bis zur Vollendung Deines 25. Lebensjahres nutzen kannst. Hast Du Wehr- oder Zivildienst geleistet, bekommst Du zusätzliche 9 Monate gut geschrieben. Seit Juni 2012 kannst Du Dir auch die Zeit eines eventuell geleisteten freiwilligen Wehrdienstes oder Freiwilligendienstes anrechnen lassen (maximal 12 Monate).

Die Möglichkeit, seine Kinder beitragsfrei mitzuversichern, gibt es in dieser Form nur bei den gesetzlichen Krankenversicherungen. Sind beide Elternteile privat versichert, kommt eine Familienversicherung nicht infrage. Auch wenn nur ein Elternteil privat versichert ist, dieses jedoch deutlich mehr als der gesetzlich versicherte Elternteil und mehr als 4.350 € brutto im Monat verdient, bist Du von der Familienversicherung ausgeschlossen. Vorausgesetzt Deine Eltern sind verheiratet. Bei privat versicherten Lebens- oder Ehepartnern eines Deiner Elternteile, mit denen Du nicht verwandt bist, gilt diese Reglung nicht.

Außerdem darfst Du als Student eine gewisse Einkommensobergrenze nicht überschreiten, wenn Du in der Familienversicherung bleiben willst. Dein Anspruch auf die Familienversicherung erlischt beispielsweise, wenn Du in Deinem Nebenjob regelmäßig mehr als 385 € (Stand 2013) im Monat verdienst. Wer einen Minijob (seit 01.01.2013 auch 450€-Job) hat, darf nicht mehr als 450 € brutto monatlich verdienen. Handelt es sich bei Deinem Nebenjob nicht um einen Minijob, kannst Du von Deinem Einkommen außerdem eine Werbungspauschale von 1.000 € im Jahr abziehen.

Bei der Ermittlung des Einkommens werden weder das Kindergeld noch BAföG oder Unterhaltszahlungen der Eltern berücksichtigt.

Um ganz sicher zu gehen, dass keine zusätzlichen Versicherungskosten auf Dich zukommen, solltest Du Dich vor Aufnahme eines Nebenjobs mit Deiner Versicherung in Verbindung setzen.

2. Die gesetzliche Krankenversicherung für Studenten

Als Student bist Du versicherungspflichtig. Kannst Du Dich nicht oder nicht mehr über Deine Eltern mitversichern, musst Du Dich selbst um Deine Studenten Krankenversicherung kümmern. Dies kann zum Beispiel dann der Fall sein, wenn Du während Deines Studiums die Altersgrenze von 25 Jahren erreichst oder wenn Du mit Deinem Studentenjob die zugelassene Verdienstgrenze überschreitest. Für diesen Fall bieten die gesetzlichen Versicherer Krankenversicherungen für Studenten zu sehr günstigen Konditionen an.

Die Tarife für Krankenversicherungen für Studenten sind dabei weitgehend einheitlich. Aktuell (Stand 2013) gelten bei den gesetzlichen Krankenkassen folgende Sätze:

  • Krankenversicherung: 64,77 €
  • Pflegeversicherung für Kinderlose über 23 Jahre: 13,73 €
  • Pflegeversicherung für alle anderen Studierenden: 12,24 €

Die Pflegeversicherung gehört zwangsweise zur Krankenversicherung dazu. Das heißt, dass die Versicherungspflicht für Studenten sich immer auf Kranken- und Pflegeversicherung erstreckt. Es gibt jedoch Möglichkeiten, Dich von der Versicherungspflicht befreien zu lassen. Das bedeutet aber nicht, dass die Studenten Krankenversicherung dann entfällt, sondern lediglich, dass Du Dich privat versichern musst. Weitere Information dazu findest Du im Kapitel „Die private Krankenversicherung für Studenten“.

Ebenso wie für die Familienversicherung gibt es auch für die gesetzliche Studenten Krankenversicherung gewisse Grenzen. Anspruch auf die günstigen Konditionen der Studenten Krankenversicherung hat nur, wer das 30. Lebensjahr und die Höchstzahl von 14 Fachsemestern noch nicht überschritten hat. Als Fachsemester zählen nur solche Semester, in denen Du ein bestimmtes Fach studiert hast. Wechselst Du den Studiengang während Deines Studiums, fängt die Rechnung von vorne an. Urlaubssemester werden nicht mitgezählt.

Beendest Du Dein Studium, endet der Versicherungsschutz der Studenten Krankenversicherung einen Monat nach Deinem letzten Semester automatisch. Überschreitest Du das 14. Fachsemester oder Dein 30. Lebensjahr während des Studiums, endet das Versicherungsverhältnis mit der Studenten Krankenversicherung unmittelbar mit dem kommenden Semester.

In einigen Ausnahmefällen ist es möglich, eine Verlängerung des günstigen Tarifs der Studenten Krankenversicherung zu erwirken.

Du kannst Deine gesetzliche Studenten Krankenversicherung verlängern, wenn Du:

  • behinderte oder kranke Familienangehörige pflegst
  • mindestens 3 Monate erkrankt warst (Attest)
  • selbst geistig oder körperlich behindert bist (maximale Verlängerung: 7 Semester)
  • die Hochschulzugangsberechtigung erst auf dem 2. Bildungsweg erlangt hast
  • ein Kind gekriegt und anschließend betreut hast (maximale Verlängerung: 6 Semester)
  • in Hochschulgremien mitgearbeitet hast
  • Wehr- oder Zivildienst geleistet hast
  • ein Freiwilliges Soziales Jahr absolviert hast

Um zum Tarif der gesetzlichen Studenten Krankenversicherung versichert zu sein, musst Du keine Gehaltsobergrenze beachten. Allerdings musst Du vorranging studieren. Das bedeutet, dass Du während des Semesters nicht mehr als 20 Stunden pro Woche arbeiten darfst. Im Falle einer Selbstständigkeit sind es sogar nur 18 Stunden.

Wer über eine gesetzliche Studenten Krankenversicherung versichert ist und gleichzeitig BAföG bezieht, hat zudem Anspruch auf:

  • monatlich 62 € Zuschuss zur Krankenversicherung
  • monatlich 11 € Zuschuss zur Pflegeversicherung

Wie beim restlichen BAföG auch, musst Du den Zuschuss für die Studenten Krankenversicherung später in der Regel zur Hälfte zurückzahlen.

3. Die private Krankenversicherung für Studenten

Da Du als Student versicherungspflichtig bist, musst Du Dich in der Regel bei einer gesetzlichen Krankenkasse versichern. Möchtest Du Dich privat versichern, musst Du Dich zuvor von der Versicherungspflicht befreien lassen. Doch Vorsicht: Diesen Antrag musst Du bis spätestens 3 Monate nach der Immatrikulation gestellt haben. Bist Du einmal privat versichert, ist ein Wechsel zurück in eine gesetzliche Krankenversicherung während des Studiums nicht mehr möglich. Wer eine private Studenten Krankenversicherung erwägt, sollte sich daher nicht nur über kurzfristige Kosten, sondern über die Beiträge während des gesamten Studiums informieren. Du solltest zum Beispiel in Erfahrung bringen, welchen Tarif Du zahlen musst, wenn Du das 25. Lebensjahr vollendest.

Zudem solltest Du bei Interesse an einer privaten Studenten Krankenversicherung Angebote von verschiedenen Anbietern einholen und sorgfältig Vor- und Nachteile vergleichen. Auch bei den privaten Anbietern bestehen bei den Studenten Krankenversicherungen allerdings kaum Unterschiede, was Leistungen und Preise angeht.

Eine Befreiung von der Versicherungspflicht und der Abschluss einer privaten Studenten Krankenversicherung lohnt sich in der Regel nur in 2 Fällen:

  1. Du überschreitest das 30. Lebensjahr beziehungsweise das 14. Fachsemester und fällst damit sowohl aus der Familienversicherung als auch aus der gesetzlichen Studenten Krankenversicherung. In diesem Fall bietet eine private Studenten Krankenversicherung Dir eventuell den günstigsten Tarif. Bedenke bei dem Wechsel allerdings, dass Du, solltest Du nach Deinem Studium keine versicherungspflichtige Anstellung finden, meist nicht in die gesetzliche Krankenversicherung zurückwechseln kannst.
  2. Deine Eltern – beide Elternteile oder nur einer – sind Beamte. Beamte, deren Ehepartner und Kinder haben Anrecht auf Beihilfe bei ihren Krankheitskosten. Das heißt, der Dienstherr übernimmt einen Teil der Kosten für die Krankenkasse. Bei Kindern von Beamten kann dieser Teil bis zu 80 % betragen. Da diese Regelung nur für eine Versicherung bei einer privaten Krankenkasse gilt, ist diese Krankenversicherung in diesem Fall günstiger. Aber Vorsicht: Auch Beamtenkinder sind nur bis zum 25. Lebensjahr über ihre Eltern mitversichert und bekommen dementsprechend auch nur bis zu diesem Alter Beihilfe. Ab diesem Alter müssen sie sich selbst versichern.

4. Die "freiwillige“ Versicherung

Wenn Du weder in den Genuss der Familienversicherung kommst, noch Anspruch auf eine spezielle Studenten Krankenversicherung hast, musst Du Dich „freiwillig versichern“. Das ist beispielsweise der Fall, wenn Du das 14. Fachsemester oder das 30. Lebensjahr überschreitest. Mit dieser Schwelle erlischt die Versicherungspflicht. Daher wird von der „freiwilligen Versicherung“ gesprochen. Ganz so freiwillig ist diese Versicherung aber nicht. Denn seit Januar 2009 muss jeder Bürger mindestens eine sogenannte Krankenkostenversicherung abschließen, unabhängig davon, welche Tätigkeit er ausübt.

Wer den günstigen Tarif der Studenten Krankenversicherung nicht mehr beanspruchen darf, muss sich aber nicht direkt zum vollen Satz „freiwillig“ versichern lassen. Solltest Du erst zum Ende Deines Studiums aus der Studenten Krankenversicherung ausscheiden, gibt es einen Übergangstarif für Studenten, den sogenannten Examenstarif. Diesen kannst Du maximal 6 Monate in Anspruch nehmen. Zudem musst Du für den Examenstarif zuvor 12 Monate am Stück beziehungsweise insgesamt mindestens 24 Monate in den letzten 5 Jahren versichert gewesen sein.

Bei einem Brutto-Einkommen, das bei unter 898 € liegt, zahlst Du in der Übergangszeit folgenden monatlichen Tarif (Stand 2013):

  • Krankenversicherung: 94,94 €
  • Pflegeversicherung für Kinderlose über 23 Jahren: 19,25 €
  • Pflegeversicherung für alle anderen Studierenden: 17,06 €

Verdienst Du mehr als 898 € brutto im Monat, beträgt Dein Beitrag zur Krankenversicherung in der Übergangszeit 10,85 % Deines Bruttoeinkommens. Für die Pflegeversicherung zahlst Du 2,05 %, beziehungsweise als kinderloser Studierender, der älter als 23 Jahre ist, 2,3 % des Bruttoeinkommens.

Kannst Du von dem Examenstarif keinen Gebrauch mehr machen, berechnen Dir die Krankenkassen den Mindestbetrag für freiwillig Versicherte, der derzeit (September 2013) bei 133,80 € monatlich liegt – Pflegeversicherung noch nicht einberechnet. Allerdings gilt auch hier eine Einkommensgrenze von 898 € im Monat. Verdienst Du mehr, behandelt Dich die Krankenkasse wie einen normalen Angestellten. In solchen Fällen ist eine private Krankenversicherung manchmal die günstigere Alternative.

Weitere interessante Themen

Diese Themen könnten Dich auch interessieren