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berufseinstiegeine-deutsche-hochschulebibliothekStudienfinanzierung durch einen Nebenjob im Callcenter

Studienfinanzierung

Möglichkeiten der Studienfinanzierung

Seitdem im Jahr 2007 in sieben Bundesländern in Deutschland die Studiengebühren eingeführt wurden, stellt sich für viele Studenten die Frage, wie sie ihr Studium finanzieren sollen. Es bieten sich allerdings viele verschiedene Möglichkeiten zur Studienfinanzierung.


Die meisten Hochschulen erheben Studiengebühren in Höhe von etwa 500 Euro pro Semester. Das ist für viele Studenten eine Menge Geld. Dazu kommen dann auch noch weitere Kosten für Unterkunft, Verpflegung und für die Freizeitgestaltung. Welche Möglichkeiten gibt es also zur Studienfinanzierung?

Die Quellen der Studienfinanzierung lassen sich in vier verschiedene Kategorien unterteilen: Eltern, BAföG, eigener Verdienst und sonstige Einnahmen.

Unterhalt von den Eltern

Es wird angenommen, dass Kinder in der Ausbildung nicht dazu in der Lage sind selbst für ihren Lebensunterhalt aufzukommen. Daher sind Eltern gesetzlich dazu verpflichtet ihre Kinder bei der Studienfinanzierung  zu unterstützen. Dies gilt auch wenn die Kinder bereits volljährig sind. Damit Eltern dieser Pflicht nachkommen können, werden Sie durch Kindergeld und Steuerfreibeträgen vom Staat unterstützt. Das Kindergeld kann für Studierende bis 25 Jahre beantragt werden.

Bundesausbildungsförderungsgeld (BAföG)

Sollten den Eltern trotzdem finanzielle Mittel zur Zahlung des Ausbildungsunterhaltes fehlen, besteht die Möglichkeit vom Staat BAföG-Förderungsbeiträge zu beziehen.

Die Beiträge sind abhängig von dem Einkommen der Eltern. Verdienen die Eltern viel Geld, schrumpft der Anspruch auf BAföG, verdienen die Eltern wenig, so steigt er. Es gibt allerdings keine festgelegten Einkommensgrenzen. Der BAföG-Förderungsbetrag ist individuell hoch. Er variiert zwischen einer Höhe von 10 bis 648 Euro monatlich.

Die Studierenden erhalten diese Leistungen zur Studienfinanzierung zur Hälfte als zinsloses Darlehen. Die andere Hälfte muss zurückgezahlt werden. Studenten, die besonders gute Leistungen während ihres Studiums erbracht haben, oder die besonders schnell studiert haben, bekommen einen Teilbetrag erlassen. Dazu muss das Studium 2 Monate vor Abschluss der Studienhöchstdauer beendet worden sein. Auch durch eine Einmalzahlung lässt sichd er Betrag verringern.  Beratung und Beantragung erfolgt beim Studentenwerk. In Rheinland-Pfalz bei der Hochschule.

Eigener Verdienst/ sonstige Einnahmen

Mit einem Nebenjob bzw. Studentenjob können sich Studierende monatlich etwas dazu verdienen. Außerdem können die Studenten bei einer fachspezifischen Verknüpfung des Jobs mit den Inhalten des Studiums erste Berufserfahrungen sammeln. Geringfügig bezahlte Dauerbeschäftigungen mit einem Verdienst bis zu 400 Euro im Monat sind parallel zum BAföG möglich.

Weitere Studienfinanzierungsmöglichkeiten

Bildungskredit:

Wenn ein Student seine Zwischenprüfung erfolgreich bestanden hat, besteht für ihn die Möglichkeit der Studienfinanzierung mit einem Bildungskredit. Der Betrag der Förderung  liegt bei einer Höhe von 300 Euro monatlich und beläuft sich auf maximal 24 Monate. Der Bildungskredit ist völlig unabhängig vom BAföG und kann beim Bundesverwaltungsamt beantragt werden. Es besteht im Gegensatz zum BAföG kein Rechtsanspruch auf einen Bildungskredit.

Stipendien:

Wenn man bestimmte Voraussetzungen, wie zum Beispiel eine hohe Begabung oder hohes gesellschaftliches Engagement vorweisen kann, besteht die Möglichkeit für ein Stipendium. Dabei werden dem Studenten durchschnittlich 328 Euro monatlich gezahlt. Stipendien werden unter anderem von Kirchen, Firmen, Parteien oder Gewerkschaften verliehen.

Studierendendarlehen:

Eine weitere Möglichkeit der Studienfinanzierung bildet das Studierendendarlehen. Der Studienkredit kann bei verschiedenen Kreditinstituten beantragt werden. Das Darlehen muss plus Zinsen in der Regel zwei Jahre nach dem Studium zurückgezahlt werden.

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