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Vom Werkstudentenprivileg profitieren

Als Werkstudent wertvolle Praxiserfahrung sammeln

Ein Werkstudent ist ein immatrikulierter Student, der neben dem Studium eine berufliche Tätigkeit ausübt. Wenn ihr einige rechtliche Reglungen beachtet, könnt ihr von den Vorteilen des Werkstudentenprivilegs profitieren.

Was ist ein Werkstudent?

Wer als Student neben dem Studium einer beruflichen Beschäftigung nachgeht, wird als Werkstudent bezeichnet. Dabei ist es egal, ob es sich bei der Beschäftigung um einen Minijob (400 Euro-Job), einen Midijob (800 Euro-Job), eine kurzfristige oder eine studentische Beschäftigung handelt. Werkstudenten können auch mehrere Beschäftigungsarten gleichzeitig ausüben.

Als Werkstudent gelten nur diejenigen, die folgende Voraussetzungen erfüllen: sie müssen immatrikuliert sein, dürfen kein Urlaubssemester absolvieren und noch nicht ihre Abschlussprüfung geschrieben haben.

Nicht zu den Werkstudenten zählen: Teilzeitstudenten, Promotionsstudenten und Studenten, die ein Fernstudium, eine berufliche Weiterbildung oder ein Zweitstudium absolvieren.

Die Tätigkeit als Werkstudent ist eine Möglichkeit, neben dem Studium Geld zu verdienen. Rechtlich gilt man als normaler Arbeitnehmer und man wird nach dem geltenden Tarifvertrag bezahlt. Zudem sammelt man noch während des Studiums Arbeitserfahrungen, die später im Lebenslauf angegeben werden können.

Werkstudentenprivileg

Da man als Werkstudent den Studierendenstatus besitzt, ist man nicht sozialversicherungspflichtig und somit von Beitragszahlung an Krankenversicherung, Pflegeversicherung und Arbeitslosenversicherung befreit. Diese Versicherungsfreiheit wird als Werkstudentenprivileg bezeichnet. Die Arbeitgeber können durch das Werkstudentenprivileg viel Geld sparen, was das Arbeitsverhältnis mit einem Werkstudenten besonders attraktiv macht.

Als Werkstudent muss man nur in die Rentenversicherung einzahlen - es sei denn, man geht einem Minijob oder einer kurzfristigen Beschäftigung nach. Bei solchen Beschäftigungen müssen grundsätzlich keine Beiträge gezahlt werden.

Was muss man als Werkstudent beachten?

Werkstudenten werden rechtlich als Teilzeitbeschäftigte gesehen. Sie müssen dabei allerdings einige rechtliche Reglungen beachten. Werkstudenten dürfen beispielsweise eine Wochenarbeitszeit von 20 Stunden in der Woche nicht überschreiten, da sie sonst gesetzlich nicht mehr als Vollzeitstudenten gelten.

Um von dem Werkstudentenprivileg profitieren zu können, ist es wichtig, ein Vollzeitstudent zu sein. Eine Ausnahme dabei bilden die Semesterferien, in denen auch ein Vollzeitjob erlaubt ist, während in der Vorlesungszeit weniger gearbeitet wird. Wer dies öfter im Jahr macht, der muss allerdings eine weitere Regelung beachten. Genauso wie die wöchentliche Arbeitszeit, ist auch die Arbeitszeit auf einen Zeitraum von einem Jahr für einen Werkstudenten begrenzt.

Es gilt: Wer mehr als 26 Wochen im Jahr mehr als 20 Stunden arbeitet, bei dem überwiegt der Zeitraum mit dem Status als Arbeitnehmer und wird somit versicherungspflichtig. Die Arbeitsstunden für eventuelle Pflichtpraktika werden dabei nicht berücksichtigt.


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