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Mehr als eine gute Hochschule

Deutschlands 6 coolste Studentenstädte

Wer einen Studienplatz sucht, der achtet natürlich erst einmal darauf, dass die Uni an sich stimmt, denn letzten Endes geht’s ja um eine hochwertige Ausbildung. Aber Hand aufs Herz: Das Drumherum sollte auch schon ein bisschen cool sein. Was nützt die beste Uni, wenn in der Stadt ansonsten tote Hose herrscht? Aus genau dieser Sichtweise heraus checkt der folgende Artikel Deutschlands Hochschulstädte. Die Messlatte: Rundum-Coolness.

Was macht eine Stadt neben dem Hochschulangebot studententauglich?

Es gibt zwei Arten von Studentenstädten: Die, die „ihre“ Studis umgarnen und sie mit Rabatten und allerlei Extras locken. Und die, in denen die Hochschulbesucher als fast notwendiges Übel angesehen werden – überspitzt formuliert. Doch wie wird eine Stadt so wie die Erstgenannten?

Ease of living – lockere Lebensqualität

Besonders wichtig ist eine „studentische“ Lebensumgebung. Dabei sollte in der Stadt keine rückwärtsgewandte Verbohrtheit, sondern eher ein sogenanntes „offenes Klima“ vorherrschen. Außerdem zeichnet sich eine Studentenstadt durch viele Menschen aus, die offen für Neues und den jungen Ideen, die zwangsläufig mit den Studis Einzug halten, gegenüber aufgeschlossen sind.

Bezahlbarer Lebensunterhalt

Die beste Uni nützt wenig, wenn das restliche Leben in einer Stadt so teuer ist, dass man sich ab der Monatsmitte nur noch von Instant-Nudeln ernähren muss – wie es an US-Colleges oft gang und gäbe und dabei gar nicht gesund ist. Zu einer guten Uni-Stadt gehört es deshalb, dass die Preise für das gesamte Leben moderat sind – oder wenigstens die Studentenjobs reichlich und gut bezahlt.

Wohnraumangebot in Studi-Qualität

In so manchen Städten müsste man sich schon mit 13 Jahren für einen Wohnheimplatz anmelden, damit man mit 19 eine Bleibe hat. In Deutschland mangelt es eindeutig an bezahlbarem Wohnraum – sowohl für sozial Bedürftige als auch Studenten. Kann eine Stadt aber mit genügend typischen „Einzimmer + Kochnische-Wohnungen“ aufwarten, klingeln automatisch die Studi-Punkte.

Grafik Einwohnerzahl

Verkehrsanbindung

Berliner Studenten witzeln gerne darüber, dass die Stunden in der S-Bahn zwischen den Außenbezirken, wo viele Studis wohnen, und den Hochschulen wenigstens gut zum Lernen seien. Es muss demnach keine Fahrradstadt wie Münster sein, aber auch ohne teures Auto sollte man sich als Student gut fortbewegen können.

Arbeitsplätze

Es bleiben natürlich noch die typischen Studentenjobs – Barfrau, Kellner, Call-Center-Mitarbeiter und Co. Im Idealfall gibt es einen davon für jeden Studi, der einen braucht. Und da punkten oft die Städte, die nicht nur viele Studenten, sondern auch Touristen haben.

Junge Frau mit Kaffee

1. Münster

Überblick

Münster ist vielleicht der Archetypus einer echten Studentenstadt – überschaubar, viel Natur und Parks sowie ein sehr stark auf Studenten und Akademiker zugeschnittenes Leben. Das liegt vor allem daran, dass Münster als eine der wenigen Großstädte nie ein großer Industriemittelpunkt war, sondern schon immer ein Hochschulzentrum. Was es dort an Industrie gibt, ist klein und mittelständisch. Und so ist die heutige Bezeichnung der Stadt eigentlich nur das Ergebnis jahrzehntelanger Evolution.

Münster

Lebensqualität & Freizeittauglichkeit

300.000 Einwohner hat Münster. Das merkt man der Stadt aber kaum an, denn über 80% ihrer Fläche sind Vegetation, sodass Münster zu den grünsten Städten der Republik zählt. Die Lebens- und Freizeitqualität zeigt sich an den seit Jahrzehnten gewachsenen Studenten-Strukturen. Kleine Kneipen und Studenten-Cafés, aber auch ein ziemlich üppiges Kulturangebot für eine Stadt dieser Größe, beweisen, dass hier seit Langem Akademiker das Sagen haben.

Lebenshaltungskosten

Von den Einwohnern sind rund 52.000 Studenten. Dass diese nicht nur wegen der studentischen Infrastruktur da sind, sollte klar sein. Wegen der Lebenshaltungskosten sind sie es aber auch nicht. Denn die liegen hier mit 659 Euro ein wenig über dem deutschen Durchschnitt von 650 Euro. Das ist zwar noch weit von Hamburg entfernt, aber auch eben nicht mehr wirklich günstig. Hier zeigt sich das Prinzip von Angebot und Nachfrage: Münster ist so attraktiv für Studenten, dass die Stadt die Preise anzieht.

Infrastruktur

Gäbe es einen Preis für studentische Infrastruktur, Münster würde ihn mit fliegenden Fahnen abräumen. Es beginnt damit, dass man wirklich überall mit dem Fahrrad hinkommen kann. Und was es an ÖPNV gibt, ist gut durchdacht, fährt in kurzen Abständen und zeigt einmal mehr, dass die Münsteraner Stadtväter verstanden haben, wie sie das größte Potenzial ihrer Stadt vermarkten müssen. Das spiegelt sich auch darin wider, dass es wenig Wohnfläche gibt, die sich fernab der Hochschulen befindet. Wenngleich das Jobangebot für Studenten etwas besser sein könnte.

2. Berlin

Überblick

Dit is Berlin! Was sowohl die gesamte Einwohnerzahl (3,5 Mio.) als auch die Summe der Studenten anbelangt, kann keine andere deutsche Gemeinde der Hauptstadt das Wasser reichen. Unglaubliche 180.000 Studierende sind derzeit an Berlins Hochschulen eingeschrieben – davon alleine 32.000 an der Humboldt Uni. Doch Berlin ist auch eine „richtige“ Großstadt, in der die Studis eine wichtige Rolle, aber eben nur eine unter vielen, spielen. So heimelig wie in Münster geht es hier längst nicht zu.

Berlin

Lebensqualität & Freizeittauglichkeit

Das zeigt sich zum Beispiel sehr deutlich an der Wohnsituation für Berliner Studis: Die FU etwa steht mitten in Dahlem, schön ruhig und naturnah. Doch das ist auch der mit Abstand teuerste Stadtteil der ganzen Stadt, den man sich als Student praktisch nicht leisten kann. Etwas besser sieht es für Studenten der HU aus, denn diese liegt in Berlin-Mitte. Das ist verkehrstechnisch gut von den günstigen Stadtteilen Charlottenburg, Friedrichshain und Moabit zu erreichen. Aber auch wenn sich in den Studi-Vierteln die besten Party-Möglichkeiten befinden, herrscht hier gleichzeitig „Großstadt-Flair“. Wer dem entgehen will, muss in die Randbezirke ziehen und lange Wege in Kauf nehmen. Letztendlich findet sich aber für jeden der passende Wohnbezirk in Berlin. Die einzelnen Stadtteile unterscheiden sich nicht nur durch ihre Lage, sondern auch ihre strukturelle und soziale Ausprägung, welche von Kunst und Kultur über Party bis hin zum Hipster-Dasein reicht.

Insgesamt punktet Berlin jedoch trotzdem, weil die Stadt ein Magnet für alle Querdenker und Freigeister ist und über ein gewaltiges Kulturprogramm jeglicher Couleur sowie Tonnen von „Szene“ verfügt.

Lebenshaltungskosten

Berlin war in früheren Zeiten einmal extrem günstig. Doch das ist auch nicht mehr zwingend der Fall. Allein schon weil irgendwie jeder in die Hauptstadt will. Vor allem der Wohnungsbau leidet darunter, denn die Stadt ist hoch verschuldet. So ist es keine Seltenheit, dass ein WG-Zimmer schnell jenseits der 400 Euro kostet. Außerdem ist man ob der Weitläufigkeit und des brutalen Verkehrs auch praktisch gezwungen, auf den ÖPNV zu vertrauen. Durch die vergleichsweise guten Einkaufsmöglichkeiten und vor allem die vielen Jobmöglichkeiten für Studis liegt Berlin jedoch insgesamt im Kosten-Mittelfeld.

Infrastruktur

„Arm, aber sexy“ – nirgendwo sonst zeigt sich der erste Teil dieses Spruches so sehr wie in Berlins Nahverkehr. Dieser gestaltet sich mit Bussen, S- und U-Bahn zwar umfangreich, aber auch für Berlin-Neulinge ziemlich chaotisch. Allerdings ist das nur eine Seite der Medaille, denn Berlin ist Deutschlands Party-Hauptstadt mit Sternchen. An keinem anderen Ort findet man eine so vergnügungsorientierte Szene wie hier. Darüber hinaus ist Berlin ein absoluter Gründer-Magnet, sodass viele Studenten nach dem Abschluss einfach bleiben.

3. Dresden

Überblick

Tief im Osten… ist es besser, viel besser als man glaubt. Wenn die Abwandlung dieser Grönemeyer-Worte auf eine Stadt zutrifft, dann auf Dresden. Denn die 550.000-Einwohner-Elbmetropole taucht selten in den Toplisten der beliebtesten Studentenstädte auf.

Dresden

Lebensqualität & Freizeittauglichkeit

Kaum eine Stadt dieser Größe ist so studentenfreundlich. Es beginnt damit, dass Dresden in vielen Punkten nicht wirklich Großstadtcharakter hat, sondern eher wie ein ziemlich weitläufiges Dorf wirkt. Die TU liegt super zentral in der Stadtmitte und zählt zu den besten Unis des Landes.

Rund 45.000 Studis leben in Dresden. Dementsprechend ist auch das Nachtleben gestaltet. Ok, so üppig wie in Berlin ist es nicht, aber Bars und Kneipen gibt es hier in Hülle und Fülle. Außerdem darf man nicht vergessen, dass Dresden in Sachen „klassischer“ Kultur eine echte Perle ist. Wer Theater und Co. mag, kann sich hier über einen bunten Strauß an Möglichkeiten freuen.

Lebenshaltungskosten

Unter Berücksichtigung all dieser Gesichtspunkte ist eigentlich eines ziemlich erstaunlich, und zwar, dass Dresden zu den mit Abstand günstigsten Städten der Republik zählt. Schon die Mieten sind hier spottbillig und bewegen sich im 300-Euro-Bereich – und dafür kann man sogar in der Nähe des Campus wohnen.

Infrastruktur

Bezieht man eine Wohnung, die sich etwas weiter weg vom Hochschulgelände befindet, ist dies jedoch auch kein Problem, denn Dresdens Infrastruktur ist grundsolide. Zu jeder Tages- und Nachtzeit kommt man relativ problemlos von A nach B – und das sogar mit dem Fahrrad. Denn für eine 500.000-Einwohner-Stadt kann Dresden mit einer sehr guten Bike-Infrastruktur aufwarten. Insgesamt ist Dresden zwar kein Geheimtipp, aber logisch lässt es sich nicht erklären, dass dort nicht viel mehr Studis unterwegs sind. Denn die Stadt hat alles, was ein Student sich wünschen kann. Übrigens: Wer sich etwas mit der Stadtgeschichte auseinandersetzen möchte, findet auch problemlos passende Jobs in der Tourismus-Branche.

4. Heidelberg

Überblick

150.000 Einwohner, knapp 40.000 Studenten, eine Bevölkerung, die zu fast 40 Prozent zur U-30-Generation gehört, und eine noch höhere Akademikerquote. Wundert es einen da, dass Heidelberg in der Wunschliste vieler Abiturienten ganz oben steht? Allerdings hat die Stadt am Neckar sich diesen Titel auch hart erarbeitet. Der Status quo ist das Ergebnis einer langjährigen Zusammenarbeit mit der Wissenschaft – mit dem Resultat, dass Heidelberg heute unter anderem das Zentrum für Deutschlands Forschung in Sachen Biologie und Chemie ist.

Heidelberg

Lebensqualität & Freizeittauglichkeit

Was den „Laid-back“-Faktor anbelangt, ist Heidelberg auf einem Level mit Münster. Viel Grün trifft hier auf eine wunderschöne Landschaft in Kombination mit einer pittoresken Mittelalter-Architektur im Stadtkern. Aber wer auf Party aus ist, muss in Heidelberg Einbußen hinnehmen. Bars und Kneipen gibt es zwar viele, doch die Stadtväter wollen hier auch lenkend eingreifen – zum Unmut vieler Studenten, die sich an der Sperrzeitenregelung in der Altstadt stören.

Lebenshaltungskosten

Wer in Heidelberg studieren will, sollte Geld haben. Die Uni selbst spricht von realistischen 800 Euro, die der Monat hier kosten kann. Damit gehört die Stadt eher zu den teuersten Deutschlands. Allerdings scheint das nicht wirklich abzuschrecken: So viele Studis drängen in die Stadt, dass man Wohnungen wirklich suchen muss und die Stadt mit einem Verhältnis von nur 3,7 Einwohnern pro Student der absolute Spitzenreiter dieses Artikels ist.

Infrastruktur

Wer viel ausgibt, bekommt in der Regel auch viel. In Heidelberg stimmt das, denn die Infrastruktur spielt auf einem hohen Niveau. Was die Jobs anbelangt, so kommt der Stadt sehr zugute, dass sie auch ein Magnet für Touristen aus der ganzen Welt ist. Wer hier einen Studi-Job sucht, findet auch schnell einen – wobei der Schwerpunkt auf der Gastronomie und angrenzenden Geschäftszweigen liegt. Jedoch darf man nicht vergessen, dass Heidelberg keinen Großstadtcharakter hat.

5. München

Überblick

Für Bayerns Hauptstadt gibt es eigentlich nur eine treffende Bezeichnung: Stadt der Superlative. Dies bezieht sich nicht auf die Einwohnerzahl, denn da liegt München mit 1,5 Millionen „nur“ auf Platz drei hinter Berlin und Hamburg. Dafür gilt dies aber für folgende andere Faktoren: München besetzt für eine ganze Bandbreite an Studienfächern den ersten oder zweiten Platz im Deutschlandranking. International gilt die LMU als die Eliteuni des ganzen Landes. Darüber hinaus darf man nicht außer Acht lassen, dass München ein Magnet für Wirtschaftspower ist: Sieben der 30 DAX-Unternehmen haben in und um die Stadt herum ihren Sitz. Der Technikstandort ist legendär, die Lebensqualität auch. Da verwundert es nicht, dass fast 120.000 Studierende hier eingeschrieben sind.

München

Lebensqualität & Freizeittauglichkeit

Schöne Stadt – check! Klasse Nachtleben – check! Aufgeschlossene Bevölkerung – check! München hat seinen Ruf nicht umsonst. Dies liegt auch daran, dass die Stadt einen ziemlich gelungenen Mix aus Großstadtflair und studentischer Altstadt-Gemütlichkeit bietet. Partylöwen finden hier ebenso ihre Clubs wie Kneipengänger ihre ruhigen Ecken. Das Nachtleben für Studenten gehört demnach ohne Übertreibung zu einem der besten in ganz Deutschland. Doch für eine Stadt dieser Ausmaße ist München wiederum auch erstaunlich entspannt und wenig hektisch.

Lebenshaltungskosten

Wo so viel Licht ist, muss naturgemäß auch ein gewaltiger Schatten sein – und der fällt auf das Portemonnaie der Studenten: In München herrscht, gelinde gesagt, ein „gehobenes Preisniveau“ vor. Das zeigt sich besonders an der bekanntermaßen schlechten Wohnsituation. Unter 550 Euro bekommt man schlicht nichts, was auch nur halbwegs in Campusnähe liegt. Für alle Unterkünfte, die einigermaßen attraktiv sind, muss man sich oftmals durch regelrechte Bewerberhorden kämpfen.

Der einzige Lichtblick ist die Jobsituation, denn, ob klassisch in der Gastronomie oder in einem der großen Unternehmen, hier gibt es exquisite Möglichkeiten für Studis, die ansprechend bezahlt werden. Das muss aber auch so sein, denn generell sind die Lebenshaltungskosten in München wesentlich höher als in anderen Städten. Außerdem gibt es hier eine leicht verkehrte Welt: Die LMU liegt in Maxvorstadt. Dieses gilt aber nicht nur als Studentenviertel, sondern teilweise als eine der teuersten Ecken der ganzen Stadt.

Infrastruktur

Ein weiterer Wermutstropfen ist Münchens Nahverkehr. Dieser ist zwar einigermaßen passabel ausgebaut, leidet aber darunter, dass der Ausbaustatus absolut nicht mit der jährlich steigenden Fahrgastzahl mithält. Böse Zungen nennen Münchens ÖPNV gar den schlechtesten der ganzen Bundesrepublik. Da ist es tröstlich, dass die Stadtväter zumindest dem (vielleicht auch deshalb) immer weiter steigenden Radverkehr entgegenkommen und durch die Errichtung eigener Spuren die Stadt etwas fahhradfreundlicher gestalten möchten.

6. Köln

Überblick

Wenn von einer Million Einwohner 100.000 studieren, dann klingt das im Vergleich zu den restlichen Städten erst einmal nicht nach sonderlich viel. Allerdings hat „Kölle am Rhing“ andere Qualitäten, denn sie ist die Hauptstadt der rheinischen Frohnatur. „Leben und leben lassen“ ist hier die Devise. Und was die Toleranz der Bewohner anbelangt, kann höchstens noch Berlin den Kölnern das Wasser reichen.

Köln

Lebensqualität & Freizeittauglichkeit

Der Kölner und sein Kölsch – so sprechen die meisten Auswärtigen über die Stadt und seine Einwohner. An dieser Aussage ist etwas Wahres dran, denn was die Kneipenkultur angeht, so ist Köln ein ziemliches Schwergewicht. Wer hier feiern möchte, kann blind den Finger auf einen Stadtplan legen und einfach dort loslegen – irgendwo findet sich immer eine Kneipe. Wenngleich man insgesamt nicht so viele „echte“ Studentenkneipen findet, wo die angehenden Akademiker unter sich sind. Das Partygefühl geht hier stattdessen quer durch alle gesellschaftlichen Schichten.

Allerdings leidet der „klassische“ Kulturbereich ein wenig darunter. Hier muss Köln etwas zurückstecken – ebenso hinter dem Karneval, der auch außerhalb der fünften Jahreszeit immer in irgendeiner Form präsent und zwischen dem 11.11. und Aschermittwoch schlicht nicht zu ignorieren ist.

Lebenshaltungskosten

Leider spiegelt sich Kölns vergleichsweise geringer Studenten-Prozentsatz nicht in entsprechenden Kostenersparnissen wider: 400 Euro muss man an Miete mindestens einplanen. In Köln ist das große Problem, dass hier auch vergleichsweise viele Singles mit den Studis um kleine Wohnungen konkurrieren. Dies hat zur Folge, dass sich die Stadt in Sachen Studentenwohnungen zu den am stärksten verteuernden Kommunen der Republik zählt. Köln liegt damit direkt hinter München.

Infrastruktur

Eines teilt sich Köln jedoch mit München: den schlechten ÖPNV. Die KVB bietet einen Mix aus Straßen- und U-Bahnen, die im Innenstadtbereich komfortabel sowie regelmäßig fahren. Zum Abend hin zeigt sich die Negativseite der KVB: So fahren die Bahnen unter der Woche höchstens bis ein Uhr nachts – nach Nachtbussen sucht man eher vergeblich. Die Alternative: Ein Taxiunternehmen seines Vertrauens.

Etwas versöhnlicher stimmt da einen schon die Joblage. Denn die zahlreichen Kneipenwirte sind regelmäßig auf der Suche nach motivierten Studenten, die den Kölsch-Träger stemmen. Allerdings muss bei so viel Lokalkolorit auch klar sein, dass das Pauken typisch kölscher Mundart dann Pflicht ist.

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