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Wohngemeinschaft (WG)

Günstige Alternative für Studenten: die Wohngemeinschaft (WG)

Jährlich nutzen tausende Studenten die Wohngemeinschaft als günstige Wohnform alternativ zu einer eigenen Wohnung. Unterschieden wird bei diesem Klassiker aus dem Studentenleben zwischen einer Zweck- und einer Nicht-Zweck-WG.

Was ist eine Wohngemeinschaft?

Bei einer Wohngemeinschaft, kurz WG, handelt es sich um eine Gruppe von nicht verwandten Personen, die sich innerhalb einer Wohnung bzw. eines Hauses Räume teilen. In der Regel besitzt jeder Bewohner ein eigenes Schlafzimmer, geteilt werden die Küche, das Badezimmer und das eventuell vorhandene Wohnzimmer.

Der Unterschied zwischen einer Zweck- und einer Nicht-Zweck-WG liegt darin, dass in ersterer Personen zusammenwohnen, die sich vorher nicht kannten. Sie nutzen die Wohngemeinschaft, um Kosten zu sparen und wohnen manchmal nur für einen kurzen Zeitraum zusammen. Im anderen Fall wohnen Freunde und Bekannte zusammen, die sich gut verstehen und meist auch dieselben Interessen haben, so dass sie viel miteinander unternehmen wollen und Wert auf ein harmonisches Zusammenleben legen. Natürlich kann aus einer Zweckgemeinschaft auch schnell eine WG werden, die sich gut versteht und viel miteinander unternimmt. Man kann sich ja kennenlernen!

Für wen eignet sich eine Wohngemeinschaft?

Die Wohngemeinschaft ist bei Studenten besonders beliebt, da diese Wohnform normalerweise günstiger ist, als alleine eine Wohnung zu mieten. Die Kosten, die dadurch gespart werden, sind jedoch nicht der einzige Grund, warum viele Studenten diese Wohnform bevorzugen.

Häufig zieht man für das Studium das erste Mal von zu Hause aus und dann auch noch in eine fremde Stadt. Für viele ist das ein großer Schritt und sie haben Angst davor, dass sie sich alleine fühlen. Eine Wohngemeinschaft kann da helfen, da man schnell Kontakte knüpfen kann und oftmals auf andere Studenten trifft, die sich in der gleichen Situation befinden.

Grundsätzlich sollte man für das Leben in einer WG kompromissbereit und auch was die Privatsphäre angeht, nicht allzu empfindlich sein. Wenn ihr mit Freunden oder Bekannten zusammenzieht, solltet ihr im Voraus eure Grundhaltung zu bestimmten Themen wie Sauberkeit etc. abklären, damit das Zusammenleben auch harmonisch wird. Dabei helfen zum Beispiel auch feste Putzpläne.

Wer sich mit Fremden eine WG teilt, sollte genau erfragen, wo die Interessen des zukünftigen Mitbewohners liegen und abschätzen, ob das zusammenleben auf dauer gut gehen kann.

Kosten einer Wohngemeinschaft

Die anfallende Miete wird bei einer Wohngemeinschaft durch die Anzahl der Bewohner geteilt. Da die Größe der Zimmer in einer WG oft variiert, kann es vorkommen, dass sich der zu zahlende Betrag nach der Wohnfläche richtet. Denn wer ein winziges Zimmer bewohnt, dem steht weniger Fläche zur Verfügung und sollte dementsprechend auch weniger Miete zahlen.

Die Nebenkosten werden ebenfalls anteilig bezahlt. Es ist schwierig nachzuverfolgen, wer wie viel Strom und Wasser verbraucht hat. Deswegen wird dieser Betrag in den meisten Fällen auch nach Köpfen geteilt. Bei Telefon- und Internetanschluss ist es sinnvoll, eine Flatrate einzurichten, die jeder zu gleichen Anteilen bezahlt.

In der Regel wird in einer Wohngemeinschaft eine Haushaltskasse eingerichtet, um die Gemeinkosten abzudecken. Darunter fallen je nach WG unterschiedliche Produkte und Güter, wie beispielsweise Getränke, Grundnahrungsmittel und Toilettenartikel.

Mietverhältnisse

Je nach Vermieter können die Mietverhältnisse in einer WG unterschiedlich aussehen. Es kann einen Hauptmieter geben, dessen Untermieter dann seine Mitbewohner sind. Dies hat den Nachteil, dass der Hauptmieter für die Erfüllung der im Mietvertrag genannten Pflichten verantwortlich ist. Eine andere Möglichkeit ist, dass jeder Bewohner der Wohngemeinschaft als Hauptmieter im Mietvertrag genannt wird. Dabei ist es allerdings nicht möglich, dass ein einzelner Bewohner den Vertrag kündigt. Eine andere Alternative ist es, dass der Vermieter mit jedem Mieter einen einzelnen Vertrag abschließt. Dies ist zwar aufwändig, für eine Wohngemeinschaft allerdings die sinnvollste Variante.

Wie finde ich eine geeignete WG?

Als Erstes solltet ihr euch genau überlegen, wie ihr euch das Leben dort vorstellt. Mögt ihr es lieber ruhig, damit ihr in Ruhe für die Uni lernen könnt, oder mögt ihr es lieber, wenn immer jemand da ist und wenn am Wochenende auch mal Parties gefeiert werden? Habt ihr euch das überlegt, dann könnt ihr mit der Suche auch schon starten. Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, eine geeignete Wohngemeinschaft zu finden. Wer mit seinen Freunden zusammen ziehen möchte, der hat es einfach. Ein Blick in die Zeitung genügt oft, um verfügbare Immobilien zu finden. Doch auch wer seine zukünftigen Mitbewohner noch nicht kennt, muss nicht verzweifeln. Beispielsweise in lokalen Zeitungen finden sich oft Anzeigen von Wohngemeinschaften, die auf der Suche nach einem weiteren bzw. neuen Mitbewohner sind. Doch auch im Internet lassen sich zahlreiche Portale finden, in denen Suchende in Angeboten stöbern bzw. eine eigene Anzeige aufgeben können. Beispiele dafür sind www.wg-gesucht.de oder www.studenten-wg.de. Auf diesen Seiten könnt ihr eure Suche nach Kriterien wie "Preisvorstellung" oder der "Anzahl der Mitbewohner" weiter filtern. Selbst in der unter Studenten beliebten Community StudiVZ ist die Suche nach einem freien Platz in einer WG möglich. Darüber hinaus kannst du an deiner Hochschule einen Blick auf das schwarze Brett werfen. Oftmals sind einige der dort aushängenden Angebote schon veraltet, doch ein Anruf kann sich immer lohnen.

Wohnen in einer WG: Vor- und Nachteile

Hier einmal alle Vor- und Nachteile, die das Leben in einer Wohngemeinschaft mit sich bringen kann, im Überblick:

Vorteile einer Wohngemeinschaft:

  • Preiswertes Wohnen: die Unkosten werden unter den Mitbewohnern aufgeteilt, Fixkosten wie die für Internet und Telefon müssen nicht alleine getragen werden.
  • Größere Wohnfläche: Wer als Student eine eigene Wohnung hat, muss sich meist auf 20-30 m² beschränken- und das inklusive Bad, Flur und Küche. Einen Garten oder gar ein Wohnzimmer können die wenigsten Studenten ihr Eigen nennen - anders in der WG.
  • Gute Möglichkeit, um neue Leute kennen zu lernen und seinen Bekanntenkreis zu erweitern, besonders wenn man neu in der Stadt ist.
  • Gemeinsame Aktivitäten wie Ausgehen, Kochen und Einkaufen sind möglich.

Nachteile einer Wohngemeinschaft:

  • Weniger Freiraum: Meist werden bestimmte Regeln aufgestellt, an die sich alle Mitbewohner halten müssen, wie beispielsweise ein gemeinsamer Putzplan. Hält sich ein Bewohner nicht an den Plan, kann es zu Diskussionen kommen.
  • Weniger Ruhe: Wenn man selbst seine Ruhe haben möchte, kann es sein, dass die Mitbewohner das in diesem Moment ganz anders sehen und Kommilitonen einladen. Für ein friedvolles Leben in der WG ist Kompromissbereitschaft daher unerlässlich.

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