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Ins Ausland reisenIm Auslandsstudium neue Freunde findenFremde Kulturen kennenlernenBachelorabschluss

Auslandsstudium

Im Auslandsstudium die Welt mit anderen Augen sehen

Ein Auslandsstudium ist ein großer Schritt für Studenten. Man begibt sich in eine oftmals unbekannte Kultur und ist auf sich alleine gestellt. Erfahrungen zeigen jedoch, dass ein Auslandsstudium generell sehr positiv gesehen wird.


Unter einem Auslandsstudium versteht man ein Studium, das mindestens 2 Semester in einem anderen Land absolviert wird. In welchem Land, ist dem Studenten im Idealfall selber überlassen. Bevor es jedoch losgeht mit dem Auslandsstudium, bedarf es einiger organisatorischer Schritte, die ihr berücksichtigen solltet. Ihr solltet bereits ca. 1 1/2 Jahre vor Beginn des Auslandsstudiums mit der Planung anfangen.

Tipps zur Vorbereitung

Zunächst solltet ihr prüfen, welche Hochschulen in welchem Land für euch überhaupt für ein Auslandsstudium in Frage kommen. Neben Angeboten von den Universitäten und Hochschulen gibt es auch Austauschprogramme private Anbieter. Diese übernehmen dann auch einen Großteil der Organisation des Aufenthalts für euch.

Wenn ihr euch noch nicht so sicher seid, ob ein Auslandssemester das richtige für euch ist, könnt ihr auch zunächst ein Auslandspraktikum in eurem Wunschland absolvieren, um Land und Leute schon einmal kennenzulernen, euch zu orientieren und gegebenenfalls schon einen Schwerpunkt für eure berufliche Zukunft zu setzen. Auch hier gibt es Agenturen, die euch bei der Organisation behilflich sein können.

Ebenfalls wichtig ist es, die Wohnplatzfrage im Voraus zu klären, damit es kein böses Erwachen gibt. So sollte man sich über ortsansässige Studentenwohnheime oder WG’s erkundigen oder sich schlichtweg privat um eine Wohnung bemühen. Die Preise können dabei deutlich von denen in Deutschland abweichen.

Überhaupt spielen natürlich auch die Kosten eine Rolle. Da diese unter Umständen nicht gering sind, solltet ihr euch informieren, welche Formen der finanziellen Unterstützung für euch in Frage kommen. Vielleicht findet ihr ein Stipendium oder könnt Auslands-BAföG beantragen.

Ratsam ist es auch, einen Sprachkurs zu belegen, bevor es mit dem Auslandsstudium losgehen soll. Ihr sollt schließlich den Lehrveranstaltungen nicht nur folgen, sondern müsst auch selbst einen Beitrag leisten. Klausuren, Referate und Hausarbeiten gibt es im Auslandsstudium genauso wie an der heimischen Hochschule. Mit bruchstückhaften Sprachkenntnissen wird ihr deshalb im Auslandsstudium nicht sehr weit kommen. Gute Vorbereitung ist auch hier Pflicht.

Ihr solltet euch auf jeden Fall darüber im Klaren sein, dass wenn ihr auch euren Abschluss im Ausland macht, dieser unter Umständen bei einigen Berufen in Deutschland nicht anerkannt wird. Informiert euch, ob das bei Berufen, die euch interessieren, der Fall ist, und ob ihr daher euren Abschluss nicht lieber in Deutschland machen wollt.

Der Bologna-Prozess als Chance für ein Auslandsstudium

Durch den Bologna-Prozess aus dem Jahr 1999 wird das deutsche Abitur in fast jedem europäischen Ausland unbürokratisch anerkannt, so dass einem Auslandsstudium fast nichts im Wege steht. In dem besagten Prozess verständigten sich die beteiligten Länder, mögliche „Zutrittsbarrieren“ im Ausland abzubauen und das Studium in Europa zu vereinfachen.

Besonderes beliebt als mögliche Länder für ein Auslandsstudium sind die Niederlande, USA, Österreich, England und die Schweiz. Die Niederlande locken dabei durch fehlende Zulassungsvoraussetzungen. Ebenso gibt es mehr als 700 deutschsprachige Studiengänge im Ausland, so dass ein Auslandsstudium nicht zwangsweise mit dem Erlernen einer neuen Sprache verbunden ist.

Andere Länder, andere Sitten

Entscheidet ihr euch letztlich für ein Auslandsstudium, gilt es, sich an die Gegebenheiten des Landes anzupassen und auch die Sprache rasch zu erlernen. Ein nicht unwesentlicher Faktor hierbei ist es, sich mit Einheimischen auseinanderzusetzen, statt mit Deutschen. So vereinfacht ihr euch den Umgang mit der neuen Kultur und gewöhnt euch schneller an das Leben in der Ferne. Auch wenn euch die Anfangszeit schwer vorkommt, da ihr von euren Verwandten und Freunden getrennt seid, so werdet ihr die dadurch erlangte Eigenständigkeit in Zukunft nicht missen wollen.

Zahlen und Fakten - Jeder dritte Student macht ein Auslandsstudium

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Eine aktuelle Umfrage unter mehr als 1.000 18- bis 29-Jährigen zeigt den starken Trend zur Mobilität in der jungen Generation: Demnach waren 22 Prozent der Befragten schon mindestens einmal sechs Wochen am Stück ohne elterliche Begleitung in einem fremden Land. Die Umfrage hat das Marktforschungsinstitut forsa im Februar 2010 im Auftrag des Versicherungsunternehmens Allianz durchgeführt.

Abiturienten und Studenten sind die Reisefreudigsten: Fast ein Drittel (32 Prozent) von ihnen waren schon einmal für längere Zeit im Ausland unterwegs – im Gegensatz dazu sind es unter den jungen Deutschen mit mittlerem Abschluss nur 12 Prozent. Der Wunsch, innerhalb der nächsten zwölf Monate ins Ausland zu gehen, ist unter Akademikern mit 29 Prozent besonders ausgeprägt. Der Durchschnitt unter allen Befragten liegt hingegen nur bei 16 Prozent.

Urlaub machen, das ist mit 31 Prozent der häufigste Grund für einen mindestens sechswöchigen Auslandsaufenthalt. Bei Studenten sieht das ein bisschen anders aus: Sie sind karriereorientierter und wollen nicht nur faul am Strand liegen. Längere Zeit in einem anderen Land verbrachten 35 Prozent wegen ihres Studiums, 17 Prozent aufgrund eines Praktikums.

Beliebte Ziele - USA, Frankreich, Großbritannien und Ostasien

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Wohin geht es denn, wenn ein längerer Auslandsaufenthalt von den Studierenden geplant wird? Mehrere Zielländer stehen hoch im Kurs: Am beliebtesten sind die USA (17 Prozent) und Frankreich (15 Prozent), danach folgen Großbritannien und Ostasien, darunter China, Indonesien Thailand, Japan und Vietnam, mit jeweils 12 Prozent. Spanien und Australien sind für jeden zehnten Akademiker das Ziel eines längeren Aufenthalts.


„Die Ergebnisse zeigen die hohe Mobilität unserer Studenten und die Bereitschaft, auch in exotischeren Ländern zu studieren oder zu arbeiten. Wichtig scheint ihnen zu sein, nicht einfach nur im Ausland herumzureisen, sondern dort gezielt Studien- oder Berufserfahrungen für ihre berufliche Karriere zu sammeln. Dies ist sicherlich das Spiegelbild einer immer stärker globalisierten Welt “, sagt Dr. Peter Haueisen, Leiter Marktmanagement der Allianz Deutschland AG.

Wichtig: eine Reiseversicherung!

Und wer ins Ausland geht, sollte nicht vergessen, sich zu versichern: Die Allianz hat ein neues Reiseversicherungspaket „YoungTravel Work&Learn“ für junge Leute ab 18 Jahren auf den Markt gebracht. Damit ist man für Auslandsaufenthalte zwischen zwei und 24 Monaten abgesichert. Für kurze Urlaubsreisen bis zu sechs Wochen gibt es außerdem „YoungTravel Holiday“.
Nähere Infos dazu gibt es bei der Allianz.

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