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Erstsemester

Tipps für dein erstes Semester

Als Erstsemestler, auch „Ersti“ genannt, hat man es oftmals nicht einfach. Bei der Wohnungssuche will einen keiner aufnehmen, am Campus findet man sich nicht zurecht und finanziell sieht es auch eher düster aus.


Was ist eigentlich ein Erstsemester?

Erstsemester sind Studenten, die in ihrem Studiengang im ersten Semester eingeschrieben sind. In der Regel sind dies junge Menschen im Alter von 19 oder 20 Jahren, die gerade ihr Abitur bestanden haben und jetzt ihr Studium beginnen. Das erste Semester ist immer das spannendste, aber auch das schwierigste Semester während der kompletten Studienzeit.

Man lebt zum ersten Mal alleine in einer fremden Stadt, alles ist neu und man kennt oft niemanden. Aber das hört sich schlimmer an, als es ist: verschiedene Programme und Veranstaltungen helfen dem Erstsemestler, sich auf dem Campus zu recht zu finden, einen Wohnplatz zu finden und soziale Kontakte zu knüpfen. Und wenn du mal gar nicht weiter weißt, gibt es immer noch die Möglichkeit auf die Studienberatung zurückzugreifen.

Die 4 Hürden im Leben von Erstsemestern:

1. Die Wohnungssuche

Nach der Immatrikulation ist die Wohnungssuche einer der wichtigsten Schritte für Erstsemestler. Wenn man erst einmal genug Adressen über das schwarze Brett, Studentenzeitungen und das Internet gesammelt hat, folgen zahlreiche Besichtigungstermine. Du bist nett angezogen, locker drauf und hast dir ein paar coole Sprüche zurecht gelegt. Doch aus irgendwelchen Gründen bekommt immer ein anderer das Zimmer.

Woran kann das liegen? Ganz einfach: Du bist ein Neuling in der Studentengemeinde. Mit dir haben die Bewohner den größten Aufwand, da du täglich nachfragst, wo die nächste S-Bahn-Haltestelle ist oder zu welchem Gebäude auf dem Campus du gehen musst.

Ganz so schlimm ist es zwar nicht, aber es kommt häufig vor, dass Wohngemeinschaften ältere Studenten bevorzugen. Sie sind erfahren, was Themen wie WG-Kasse oder Klausurphasen, angeht und kennen sich in der Stadt gut aus. Achte bei deiner Suche einfach darauf, dass die Bewohner nicht mehr als 3 Jahre älter sind als du oder im besten Fall auch gerade ihr Studium aufnehmen. Ansonsten besteht noch die Möglichkeit nach einem Zimmer im Studentenheim zu fragen. Dort findest du bestimmt andere Erstis, die sich mit den gleichen Problemen beschäftigen, wie du.


2. Finanzplanung

Viele Studenten haben ein großes gemeinsames Problem: die Finanzen! Das Studium kostet Geld, Miete muss bezahlt werden, man muss essen und für das Freizeitvergnügen sollte möglichst auch noch etwas übrig bleiben.

Daher sollte man sich schnellstmöglich über BAföG informieren und dieses gegebenenfalls beantragen. Auch mit den Eltern kann man über eventuelle Unterhaltszahlungen sprechen. Außerdem ist es ratsam sich einen Nebenjob zu suchen. In vielen Universität-Städten stellt das auch gar kein so großes Problem dar, da sich die Unternehmen und Geschäfte auf die studentischen Jobsucher schon eingestellt haben. Am Besten, du gehst einfach mal durch die Stadt und fragst spontan bei Lokalen, Geschäften oder Unternehmen nach. Meist ist so ganz schnell ein Aushilfsjob gefunden, mit dem man sich etwas nebenher dazu verdienen kann.

Eine kleine Kostenaufstellung hilft dann noch, nicht den Überblick zu verlieren.


3. Der erste Stundenplan

Dein neues Zimmer ist eingerichtet und die Stadt hast du auch schon ein wenig erkundet. Da lauert schon die nächste Hürde: der Stundenplan. Wie stellst du deine Studienfächer alle zusammen, so dass sie sich nicht überschneiden? In welche Gruppe gehörst du und was bedeutet Audimax? Bei der Erstellung von Stundenplänen muss zunächst unterschieden werden, an welcher Form von Hochschule du dich befindest.

Falls du bei einer Fachhochschule eingeschrieben bist, bereitet der Stundenplan schon einmal weniger Probleme. Hierbei wird dir die schwierige Aufgabe von den Mitarbeitern des Studiensekretariats abgenommen. Deine Aufgabe besteht lediglich darin, ins Internet zu gehen und deinen Stundenplan einzusehen bzw. ihn auf deinem Computer zu speichern. Erstsemester an einer Universität haben es da häufig schwieriger. Sie sind bei der Erstellung ihres ersten Stundenplans oft auf sich allein gestellt.

Aber Dank des Internets gibt es auch hier einige Hilfestellungen. Mittlerweile brauchst du nur deine Pflichtveranstaltungen in ein Programm auf den Internetseiten der Hochschule einzugeben und dein Stundenplan erstellt sich ganz automatisch.

 

Falls du nicht genau weißt, welche Vorlesungen du besuchen musst, stehen dir immer Professoren und Beratungsstellen zu Verfügung, die dir deine Fragen bezüglich des Stundenplans beantworten.

4. Die erste Woche

Obwohl die Universitäten und Fachhochschulen so genannte Einführungsveranstaltungen oder Orientierungswochen anbieten, fallen dem Erstsemestler die ersten paar Tage auf dem Campus sehr schwer. Wo muss ich hin? Welche Vorlesung habe ich als nächstes und wie gestalte ich meine Freistunden? All diese Fragen schwirren dem Erstsemestler durch den Kopf. Aber keine Angst; den anderen geht es genauso. Auch wenn sie so tun, als hätten sie alles im Griff. Der Schein trügt. Sie wissen genauso wenig Bescheid wie du, wenn es darum geht, die ersten Tage an der Hochschule zu bestehen.

Nimm dir ein paar Tage Zeit, deine Hochschule und deren Umgebung kennen zu lernen. Des Weiteren kannst du dich schon einmal mit Einrichtungen wie der Mensa und der Bibliothek vertraut machen. Tausche dich doch einfach mal mit deinen Kommilitonen aus. Frage sie, was sie in den Freistunden machen und setze dich beim Mittagessen zu ihnen. Auch die anderen Erstsemestler sind froh zu wissen, dass es jemanden gibt, der ihre Sorgen teilt.

5. Die ultimative Checkliste für Erstsemester

Wenn du dich vor Aufnahme deines Studiums schon einmal über deine Hochschule mit all ihren Bereichen und Ämtern befassen möchtest, haben wir ein paar Anregungen, wie du deine Zeit optimal nutzen kannst:

  • Hast du das Erstsemester-Informationsheft durchgelesen?
  • Besitzt du einen Bibliotheksausweis?
  • Hast du eine Mensa-Karte?
  • Hast du eine Kopierkarte?
  • Weißt du, wozu der Studentenausweis gut ist?
  • Hast du deinen BAföG-Antrag abgegeben?
  • Weißt du, wo das Prüfungsamt ist?
  • Weißt du, wo das schwarze Brett hängt?
  • Weißt du, was eine Fachschaft oder ein AStA ist?
  • Besitzt du eine Studien- und Prüfungsordnung?

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