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Referate
Wie hält man ein gutes Referat? Tipps und Infos.
Ziel eines Referates ist, den Zuhörern ein unbekanntes Thema vorzustellen. Wir zeigen euch, worauf ihr während des Referates achten müsst und wie ihr die Angst davor überwinden könnt. Die wichtigsten Tipps haben wir außerdem in einer Checkliste für euch zusammengefasst.
Ziel eines Referats
Wer in einer Lehrveranstaltung keine Hausarbeit schreiben möchte, kommt für den Erwerb von Credit Points meist um nicht um ein Referat herum. Ziel des Referats ist es, den Zuhörern ein ihnen bislang völlig oder im Detail unbekanntes Thema in einem Vortrag lebendig und informativ näher zu bringen. Für viele Studenten sind Referate eine Horrorvorstellung - dabei ist die Fähigkeit, vor einer großen Gruppe zu reden und zu überzeugen eine Qualifikation, die auch im späteren Berufsleben von enormer Wichtigkeit ist. Und wie so oft gilt auch hier: Übung macht den Meister! Wer also die Gelegenheit bekommt, seine Fähigkeiten zum Präsentieren schon im Studium zu üben, sollte diese nutzen. Die richtige Vorbereitung und unseren Tipps helfen, mit einem Referat zu überzeugen!
So findet man ein Referats-Thema
Die erste große Hürde stellt sich bereits vor Beginn des Referats: Die Themen-Suche. Meist ergibt sich ein Thema für ein Referat bereits aus dem Seminar oder wird sogar vom Seminarleiter gestellt. Ist dies nicht der Fall, muss man sich selbst auf die Themensuche begeben. Da das Referat ein Thema im Detail behandeln soll, macht es Sinn, sich zu überlegen, welche interessanten Themen im Seminar noch nicht behandelt wurden. Auch Literatur zum Seminar kann Anreize für Ideen liefern. Wenn ihr bereits Themen eingegrenzt habt, könnt ihr diese mit dem Seminarleiter besprechen und so gemeinsam zu einer Einigung kommen.
Wichtig: Wer bereits weiß, dass er neben dem Referat am Ende des Seminars auch eine schriftliche Hausarbeit abgeben muss, sollte mit seinem Seminarleiter besprechen, ob es möglich ist, hier das gleiche Thema zu wählen. Damit erspart ihr euch viel zusätzliche Arbeit, Recherche und Literatursuche.
Die Vorbereitung
Ein erster Schritt ist, sich ausführlich in die Literatur zum Thema einzulesen. Hilfreiche Tipps zur Literaturrecherche findet ihr auch im Text zur Erstellung guter Hausarbeiten. Anschließend solltet ihr ein genaues Ziel definieren: Welche Informationen und Thesen sollten die Zuhörer mitnehmen? Mit Hilfe dieser Zielsetzung kann schließlich das Referat aufgebaut werden. Hier findest du wichtige Lerntipps, die dir auch bei der Erstellung eines Referats von Nutzen sein können.
Aufbau eines Referats
Ein Referat ist klassisch wie folgt aufgebaut:
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Einleitung: Hier könnt ihr das Thema des Referats, das weitere Vorgehen sowie die Struktur vorstellen. Habt ihr das Referat basierend auf Studien o.ä. angefertigt, solltet ihr in der Einleitung auf diese Quellen hinweisen.
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Hauptteil: Der Hauptteil beschäftigt sich mit der eigentlichen Darstellung des Themas. Ihr solltet euch ganz bewusst nur auf das Wichtigste beschränken und es mit der Stoffmenge nicht übertreiben. Auch sollte das Referat erkennbar einen roten Faden verfolgen. Wenn ihr Fachbegriffe benutzt, könnt ihr diese im Hauptteil erläutern.
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Fazit: Der Schluss des Referats endet mit einem Resümee der Argumentation. Hat man das Referat mit einer Frage begonnen, sollte diese am Ende beantwortet werden. Weiterhin besteht nun die Gelegenheit, je nach Thema eine Ausblick auf die Zukunft zu geben und offene Fragen zur Diskussion zu stellen.
Gezielt Hilfsmittel einsetzen: Handout und Power Point Präsentation
Visuelle Eindrücke helfen meist, dem gesprochen Wort Nachdruck zu verleihen und das Gesagte bei den Zuhörern im Gedächtnis zu verankern. Den Studenten stehen heute dafür viele Möglichkeiten offen. Üblich sind an den meisten Universitäten eine Power Point Präsentation sowie ein Handout zum Referat.
Das Handout dazu, dient den Kommilitonen alle wichtigen Thesen zum Thema auf einen Blick zu präsentieren, damit diese sich auch nachträglich noch über das Thema informieren können. In der Regel wird das Handout vor Beginn des Referats verteilt. Es sollte weder zu ausführlich sein, was unnötig von Referat selbst ablenkt, noch zu wenige Informationen beinhalten. Das Handout sollte über alle wichtigen Kernaussagen und Zitate sowie über Angaben zur benutzten Literatur verfügen.
Eine weitere Möglichkeit, ein Referat interessant zu gestalten, sind begleitende Power Point Präsentationen. Gerade bei längeren Referaten sind Folien mit den zentralen Stichwörtern oder interessanten Grafiken für die Zuhörer eine gute Orientierungshilfe. Zur Visualisierung bieten sich weiterhin Filmausschnitte, Dias oder Overhead-Folien an. Hier findet ihr ausführliche Informationen zum Thema Präsentieren.
12 Tipps für ein erfolgreich gehaltenes Referat
Ebenso wichtig wie der Inhalt des Referates ist auch, wie ihr diesen rüberbringt. Wir haben für euch die wichtigsten Dinge zusammengefasst, auf die ihr achten müsst. Hier gibt es die Checkliste außerdem zum kostenlosen Download.
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Übung macht den Meister! Beim Referat gilt dies tatsächlich. Je öfter du den Vortrag übst, desto sicherer wirst du und desto weniger Angst musst du vor dem Referat haben. Zudem prägen die Inhalte sich dir ein und du benötigst am Ende mitunter gar keine Karteikarten mehr. Wer besonders ungerne vor einer großen Menschenmenge spricht, sollte das Referat erst einmal im kleinen Kreis vor der Familie oder Freunden üben. Ein ehrliches Feedback hilft dann, das Referat zu verbessern und Selbstbewusstsein aufzubauen. Denn:
- Körpersprache:
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Während des Referates gilt es, Selbstbewusstsein auszustrahlen. Dafür hilft es schon, Körper und Kopf gerade zu halten. Gleichzeitig hilft dies, besser atmen zu können. Wer genug geübt hat und sicher in seinem Text ist, strahlt durch die freie Rede zudem sowieso Selbstsicherheit aus.
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Auch deine Hände sollten sich nicht in den Hosentaschen befinden, sondern so, dass du das Gesagte mit Gestiken unterstreichen kannst. Wer Karteikarten benutzen darf, sollte diese in den Händen halten. Ein guter Trick ist außerdem, während des Referates einen Stift in den Händen zu halten. Daran kann man sich "festhalten" und gerät zudem nicht in Versuchung, die Hände doch in die Hosentaschen zu stecken. Außerdem kann man damit z.B. auf wichtige Details einer Powerpoint-Präsentation zeigen.
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- Sprache:
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Frei sprechen: Wenn du die Themen lediglich von deinen Karteikarten abliest, wirst du die Aufmerksamkeit deiner Zuhörer kaum fesseln können. Die Karteikarten darfst du zwar in der Hand halten und es ist auch okay, von Zeit zu Zeit drauf zu schauen, doch du solltest trotzdem so frei wie möglich sprechen. Dafür ist vor allem viel Übung nötig. Ein paar kleine Versprecher sind letztlich weniger schlimm als ein komplett abgelesenes Referat. Wem es hilft, der kann sich den Text, den er frei erzählen möchte, zuvor aufschreiben und dann auswendig lernen. Im Referat darf aber keinesfalls rüberkommen, das dies getan wurde. Das Referat muss frei gehalten scheinen! Wer hingegen besser frei sprechen kann, wenn er sich nur Stichpunkte auf den Karteikartennotiert, sollte dies tun.
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Auf Betonung und Sprechtempo achten: Monotones Reden ist der Killer eines jeden Referates! Wer monoton redet, vermittelt Langeweile. Deshalb solltest du auf eine abwechslungsreiche und sinnvolle Betonung achten. Wenn du deinen Referatstext bereits vorgeschrieben hast, kannst du dir die Stellen markieren, die du besonders betonen möchtest und auch die Stellen, an denen du mit deiner Stimme hoch oder tief gehst. Auch wenn du zu langsam redest, wird dies dazu führen, dass deine Zuhörer sich ablenken. Die Kunst ist also, ein Sprechtempo zu finden, das weder zu langsam ist, noch so schnell, dass deine Zuhörer dir nicht mehr folgen können. Mache zwischen den einzelnen Punkten auch mal eine kurze Pause und gib den Zuhörern so die Möglichkeit, das Gesagte aufzunehmen. Die beste Hilfe ist, dein Referat Freunden oder der Familie vorzutragen und herauszufinden, ob deine Betonung und dein Sprechtempo gut sind oder noch verbessert werden müssen.
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Deutlich sprechen: Besonders wichtig beim Referat ist eine deutliche Aussprache. Wer damit Probleme hat, kann mit einem Korken trainieren. Einfach einen Korken zwischen die Zähne klemmen und damit den Referatstext aufsagen. Im Referat sollte der Korken dann natürlich rausgenommen werden – deutlich sprechen kann man dann aber auch ohne. Auch die Lautstärke ist wichtig – was du sagst, muss auch von den Studenten in der hintersten Reihe verstanden werden.
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Einfach sprechen: Fremdwörter haben im Referat nichts verloren, das gilt ebenso für lange und verschachtelte Sätze. Die Zuhörer können schließlich nicht wie in einer Hausarbeit einfach zurückblättern, wenn sie etwas nicht verstanden haben, sondern müssen dir direkt folgen können. Auch Wörter wie „Äh“, „Ähm“ oder Füllwörter wie „natürlich“ oder „das heißt“ sind tabu. Fachbegriffe sollten im direkten Anschluss erklärt werden.
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- Publikum:
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Fragen ans Publikum richten: Wer das Publikum hin und wieder mit einbezieht, sorgt dafür, dass das Interesse nicht abreißt.
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Blickkontakt zu deinen Zuhörern halten: Auch das strahlt Selbstbewusstsein aus und bindet deine Zuhörer mit ein. Wenn es dich zu sehr ablenkt, mehrere Leute in der Menge anzusehen, kannst du deinen Blick auch auf einen festen Punkt hinter der Menge richten. Aus der Entfernung wirkt das, als würdest du in die Menge blicken. Besser ist jedoch ein Panoramablick, bei dem du abwechselnd in verschiedene Richtungen blickst, denn dadurch fühlen sich alle einbezogen. Es hilft auch, immer wieder diejenigen anzusehen, die offensichtlich am Thema interessiert sind, anstatt derjenigen, die nicht so interessiert scheinen.
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- Inhalt:
- Roter Faden: Dein ganzes Referat muss inhaltlich einen roten Faden verfolgen, der auch für die Zuhörer erkennbar ist. So fällt es ihnen leichter, dir zu folgen und du kannst dich am roten Faden entlang hangeln.
- Vermeide es, viele Zahlen oder Statistiken zu nennen. Sie machen Referate langweilig, da die Zuhörer sich nichts darunter vorstellen können.
- Zeitlimit:
- Das Zeitlimit muss eingehalten werden! Meist hast du von deinem Dozenten ein bestimmtes Zeitlimit für das Referat. Dieses tatsächlich einzuhalten ist die große Kunst. Wer denkt, eine Minute darüber oder darunter zu liegen, schade nicht, irrt sich.
Fazit
Ein Referat zu halten ist nur halb so schlimm, wie die meisten Studenten denken! Das beste Mittel gegen Angst ist eine gute Vorbereitung! Hier haben wir außerdem einige Tipps gegen Prüfungsangst und zur Stressbewältigung für dich zusammengestellt. Selbst wenn im Referat etwas schief geht, erscheint es einem selber meist viel schlimmer, als es tatsächlich bei den Zuhörern ankommt.
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Rhetorik ist das A und O für Studierende: Nicht nur in Referaten, auch in mündlichen Prüfungen oder auch in Gesprächen mit anderen Studenten kommt es auf die optimale Selbstdarstellung an. Was soll ich im Seminar sagen und wie bringe ich es am besten rüber? Auf diese und viele andere Fragen gibt die Dozentin für Rhetorik umfassende Antworten. |
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