E-Mail Drucken
Lernstress im StudiumPositives Denken zur Stressbewältigungjeder-braucht-zwischendurch-eine-pauseFreizeit im Studium

Stressbewältigung

Tipps zur Stressbewältigung im Studium

Klausuren, Präsentationen, Abgabetermine – Studenten leiden oft unter Stress im Studium. Das kann zu körperlichen oder psychischen Beschwerden führen. Wenn Du jedoch einige dieser Tipps zur effektiven Stressbewältigung befolgst, kannst Du dem Stress vorbeugen.

 

Was ist Stress eigentlich?

Stress ist eine uralte physiologische Reaktion des Körpers auf Gefahrensituationen. Empfindest Du eine Situation als bedrohlich, läuft in Deinem Körper eine chemische Reaktion ab.  Er wird in Alarm- und Fluchtbereitschaft versetzt. Der Körper schüttet Stresshormone aus. Das führt etwa zu einem hohen Puls und schnellerer Atmung.

Anstehende Klausuren oder Referate bereiten vielen Studenten Stress im Studium. Mehr als jeder 2. Student leidet unter Prüfungsstress und Zeitdruck. Zunächst erhöhen  sich durch den Stress im Studium die körperliche und geistige Energie und Leistungsfähigkeit. Nach einzelnen Stressphasen braucht der Körper aber ausreichend Entspannungs- und Erholungsphasen. Durch Leistungsdruck und Dauerstress im Studium bleiben diese wichtigen Phasen des Ausruhens unter Umständen aus. Dein Körper befindet sich in einem chronischen Anspannungszustand. Langfristig ist dies nicht gesund und führt unter anderem zu Erschöpfung und Überforderung.

Zusätzliche Stressfaktoren im Studium sind häufig Geldsorgen, straffe Stundenpläne und wenig Freiräume.

Leidest Du in Deinem Studium andauernd unter Stress, liegt das in der Regel an mehreren Ursachen. Diese sind meist psychologischer Natur und können aus Deiner persönlichen Einstellung resultieren. Wenn Du eine Situation negativ beurteilst und fürchtest, sie nicht bewältigen zu können, reagiert Dein Körper angespannt. Dieser Zustand kann unterschiedliche Symptome hervorrufen.

Symptome bei Stress

In Stresssituationen reagiert jeder anders. Einige fühlen sich hilflos und überfordert, andere sind reizbar und aggressiv. Die körperlichen und psychischen Symptome sind allerdings meist ähnlich. Zu Ihnen zählen:

  • Kopf- oder Rückenschmerzen
  • Schlafstörungen
  • Magenkrämpfe
  • Appetitlosigkeit
  • Schwindel
  • Schlechte Konzentrationsfähigkeit

Andauernder Stress im Studium schwächt zudem Dein Immunsystem, sodass Du anfälliger für Krankheiten bist. Auch Beschwerden wie Hautirritationen, Muskelkrämpfe oder Schluckbeschwerden können mit erhöhtem Stress im Studium in Verbindung stehen.

Befindest Du Dich in einer chronischen Stresssituation, können ernste körperliche und psychische Beschwerden auftreten. Starker Stress im Studium kann beispielsweise zu Angstzuständen oder Depressionen führen. Langfristig droht durch den hohen Blutdruck ein erhöhtes Risiko, an Herz-Kreislauf-Problemen oder Diabetes zu erkranken.

Alles Wissenswerte rund um Stress erklärt Diplom-Psychologin und Stress-Trainerin Hanna Feld in diesem Video:

Weitere interessante Themen

8 Tipps zur Stressbewältigung

Da sich Stress in vielen Formen äußert und es verschiedene Ursachen gibt, lässt sich kein Patentrezept gegen Stress im Studium aufstellen. Die folgenden Tipps können Dir aber helfen, wenn Du unter Stress im Studium leidest.

Tipp 1: Ursachen erkennen

Nur wenn Du weißt, was den Stress verursacht, kannst Du etwas dagegen tun. Beobachte über eine längere Zeit, wann und warum Stresssituationen bei Dir entstehen. Schiebst Du Aufgaben immer weiter auf und stehst am Ende unter Zeitdruck? Möchtest Du alles auf einmal und möglichst perfekt erledigen? Belasten Dich äußere Faktoren wie ein Streit mit dem Freund oder der Freundin? Solche Faktoren können Dich stark unter Druck setzen und Stress im Studium begünstigen. Versuche Deine persönlichen Stresserzeuger zu erkennen und möglichst zu vermeiden.

Tipp 2: Zeitmanagement

Unstrukturiertes und unorganisiertes Arbeiten kann schnell zu Stress führen. Erstelle Dir regelmäßig – besonders in Prüfungsphasen – einen Zeitplan. Dort führst Du alle Aufgaben auf, die Du erledigen musst. Sortiere diese nach Prioritäten und überlege Dir genaue Zeitlimits. Schiebe nicht alles bis zum Ende des Semesters auf, dann ist Stress vorprogrammiert. Wenn Du frühzeitig einen Zeitplan erstellst, kannst Du Dir auch bewusst Freiräume schaffen und Pausen einplanen. Das hilft, das Gefühl der Kontrolle zurückzugewinnen.

Weitere Informationen zum Zeitmanagement findest Du auf der Seite „Lerntipps“.

Tipp 3: Pausen einlegen

Wenn Dir der Stress im Studium zu viel ist, lege bewusst eine Pause ein – auch in Prüfungsphasen. Denn unter starkem Stress und Druck kannst Du nicht konzentriert lernen. Trinke einen Tee, geh eine Runde joggen, schau Dir Deine Lieblingsserie an, triff Dich mit Freunden oder tu einfach mal gar nichts.  Nur 10-minütige Pausen können schon einiges bewirken. Danach fühlst Du Dich entspannter und aufnahmefähiger.

Tipp 4: Befreiung von Störfaktoren

Zur Stressbewältigung gehört auch, bewusst unnötige Störfaktoren zu vermeiden. Laute Mitbewohner und klingelnde Telefone beispielsweise können sehr störend sein, wenn Du Dich konzentrieren musst, und so zu Stress führen und Dich im Studium belasten. Stell in diesem Fall das Telefon aus oder ziehe Dich in die Bibliothek zurück. Schaffe Dir ein Arbeitsumfeld, in dem Du Dich wohl fühlst.

Tipp 5: Ablenkung schaffen

Niemand kann 24 Stunden am Tag lernen. Halte Dich an Deinen Zeitplan, aber belohne Dich auch mit Aktivitäten, die Dir Spaß machen. Geh mit Freunden ins Café oder Kino, koch etwas oder entspanne auf der Couch. Du kannst auch kleine Entspannungsübungen in Deinen Alltag einbauen. Diese können größerer Überlastung und Stress im Studium vorbeugen.

Tipp 6: Realistische Erwartungen

Lass Dich nicht davon beeinflussen, wie viel Deine Kommilitonen schon gelernt haben oder wie gut sie ihr Studium mit ihren Hobbies in Einklang bringen. Konzentriere Dich auf Dich selbst und Deinen individuellen Umgang mit Stress in Studium und Privatleben.

Gleiches gilt auch für Lernstress und Prüfungsvorbereitungen. Sich von früh bis spät in die Bibliothek zu setzen, obwohl Du Dich seit Stunden nicht mehr richtig konzentrieren kannst, ist der falsche Weg. Setze Dir realistische Ziele. Gib auch zu, wenn Du Dich in Deinem Studium überfordert und gestresst fühlst oder Hilfe benötigst.

Tipp 7: Gesunde Lebensweise

Zum eigenen Wohlbefinden gehört die richtige Ernährung. Achte darauf, in Stressphasen nicht nur Süßes und Fast-Food zu essen, sondern greife öfter mal zu Obst und Gemüse. Das verleiht Dir Energie. Du solltest auch ausreichend trinken, um leistungsfähig zu bleiben.

Tipp 8: Frustration loswerden

Hat sich viel Stress und Frustration bei Dir aufgebaut, solltest Du für Ausgleich sorgen. Sport – besonders Ausdauersport – ist sehr gut geeignet, da er als Ventil für stressbedingte Anspannung dienen kann. Günstige Sportangebote findest Du bei Deinem Unisport-Center. Positiver Nebeneffekt: Du steigerst Dein körperliches Wohlbefinden und Deine Fitness.

Buchtipp

Der Studi-Survival-Guide

Weitere hilfreiche Tipps

 

Wichtig ist, dass Du Deine Einstellung und Deine Arbeitsweise grundlegend änderst und nicht in alte Verhaltensmuster zurückfällst. Nur so hat die Bewältigung von Stress im Studium langfristig Erfolg.

Wenn Du den Stress in Deinem Studium nicht alleine in den Griff bekommst, solltest Du Dir professionelle Hilfe suchen. Denn das „Burn-Out-Syndrom“ ist auch bei Studenten immer öfter zu beobachten. Als erste Anlaufstelle kannst Du die psychologischen Beratungsstellen der Studentenwerke in Anspruch nehmen.  Alternativ bieten einige Krankenkassen und viele private Anbieter Seminare und Workshops zum Stressabbau und -management sowie Beratungsgebote und Entspannungskurse an.

Weitere interessante Themen

Diese Themen könnten Dich auch interessieren