Sie sind hier: Start > Studiengänge
jeder-braucht-zwischendurch-eine-pauseUrlaub zwischen Abi und Studiumein-platz-zum-lernendie Welt entdecken zwischen Abi und Studium

Regenerieren nach dem Abi

Die Zeit nach dem Abitur vernünftig nutzen

Nicht immer muss sich das Studium oder die Ausbildung nahtlos an das Abitur anschließen. Viele werden zum Wehr- oder Zivildienst einberufen, andere fühlen sich noch nicht reif genug für die Uni oder die Arbeitswelt und wieder andere wollen die Zeit zwischen Abi und Studium nutzen, um etwas von der Welt zu sehen oder soziale Verantwortung zu übernehmen.


Es gibt viele Gründe, nach dem Abi ein Jahr auszusetzen, egal ob gesetzlicher oder privater Natur. Vielleicht ist der NC des Wunschstudienganges zu hoch und man kommt nur über die Warteliste hinein. Oder man ist sich einfach noch nicht sicher, welche Richtung man in seinem weiteren Werdegang einschlagen will und möchte erst einmal eine „Denkpause“ zwischen Abi und Studium einlegen. Wichtig ist nur, dass die Zeit zwischen Abi und Studium nicht einfach abgesessen, sondern sinnvoll genutzt wird.

Wehr- oder Zivildienst zwischen Abi und Studium

Der Wehrdienst ist in Deutschland für alle männlichen Staatsbürger, die das 18. Lebensjahr vollendet haben, gesetzlich vorgeschrieben und wird meist zwischen Abi und Studium absolviert. Etwa ein halbes Jahr vor dem Erreichen des 18. Lebensjahres erhalten alle in Frage kommenden jungen Männer eine Einladung zur Musterung. Dabei wird überprüft, ob die seelischen und körperlichen Voraussetzungen für den Wehrdienst gegeben sind.

Ist dies der Fall, so werden sie zwischen Abitur und Studium quartalsweise zum Wehrdienst beim Heer, bei der Luftwaffe oder der Marine, sowie in der Streitkräftebasis oder im Zentralen Sanitätsdienst einberufen. Der Wehrdienst dauert insgesamt 9 Monate. Es gibt jedoch die Möglichkeit, den Wehrdienst zurück zu stellen, wenn bereits ein Studien- oder Ausbildungsplatz zugesichert wurde. In diesem Fall kann die Einberufung zum Wehrdienst bis zum 25. Lebensjahr zurückgestellt werden, danach wird man automatisch vom Wehrdienst befreit. Ausführliche Infos zum Wehrdienst gibt es auf www.bundeswehr.de.

Wer aus persönlichen oder moralischen Gründen keinen Dienst an der Waffe leisten möchte, der kann diesen verweigern und stattdessen Zivildienst ableisten. Dieser dauert ebenfalls neun Monate und die Stelle, bei der der Zivildienst abgeleistet werden soll, kann frei gewählt werden. Häufig wird der Zivildienst zwischen Abi und Studium zum Beispiel in Altenheimen, Krankenhäusern oder caritativen Organisationen wie dem DRK abgelegt.

Rechtlich gesehen sind Zivildienstleistende den Wehrdienstleistenden gleichgestellt: Auch sie können den Zivildienst zwischen Abi und Studium zurückstellen, wenn durch Studium oder persönliche Gründe, wie Elternschaft, der Zivildienst nicht abgeleistet werden kann. Hier kann man ebenfalls bis zum 25. Lebensjahr einberufen werden. Alle Infos zum Zivildienst gibt es auf der Seite des Bundesamtes für Zivildienst.

Freiwillige Dienste im In- und Ausland zwischen Abi und Studium

Freiwilliges Soziales Jahr/ Freiwilliges Ökologisches Jahr

Auch wer nicht gesetzlich dazu verpflichtet ist, zwischen Abi und Studium ein Jahr zu pausieren, aber trotzdem einen sozialen Dienst erbringen möchte oder einfach noch etwas Bedenkzeit braucht, kann einen freiwilligen Dienst für die Bevölkerung leisten. Dazu gibt es zum Beispiel die Möglichkeit, ein Freiwilliges soziales Jahr (FSJ) oder ein Freiwilliges ökologisches Jahr (FÖJ) zwischen Abi und Studium abzuleisten. Beide Tätigkeiten sind hauptsächlich praktische Tätigkeiten zur Unterstützung gemeinnütziger Organisationen.

Dazu zählen beim FSJ zum Beispiel Wohlfahrtspflege, Kinder- und Jugendhilfe, Gesundheits- und Denkmalpflege oder Arbeit im kulturellen Bereich. Beim FÖJ bieten sich Tätigkeiten in Forstbetrieben, landwirtschaftlichen Betrieben, Umweltämtern, Vogelschutzwarten, Jugendorganisationen oder Umweltschutzverbänden an. Die freiwilligen Dienste beginnen in der Regel im September und können sowohl in Deutschland als auch im Ausland abgeleistet werden. Am Ende des Dienstes erhalten die Freiwilligen ein Zeugnis über alle erworbenen Qualifikationen. Weitere Infos zu FSJ/FÖJ gibt es auf www.bmfsfj.de 

Europäischer Freiwilligendienst

Neben dem FSJ/FÖJ gibt es auch die Möglichkeit, sich im Rahmen des Europäischen Freiwilligendienstes zwischen Abi und Studium für ein gemeinnütziges Projekt im Ausland zu engagieren. Der Zeitraum für die Projekte beträgt zwischen zwei Wochen und zwölf Monaten. Nähere Informationen zum Europäischen Freiwilligendienst gibt es bei www.webforum-jugend.de

Entwicklungspolitischer Freiwilligendienst

Wer auch in den ärmsten Ländern der Welt helfen möchte, für den ist der Entwicklungspolitische Freiwilligendienst eine Alternative. Für 6-24 Monate reist man zwischen Abi und Studium mit anderen Freiwilligen in Entwicklungsländer, um dort den Ärmsten zu helfen. Das Programm wird dabei vollständig vom Staat finanziert, so dass für die Freiwilligen keine zusätzlichen Kosten entstehen. Nähere Informationen gibt es auf der Seite des BMZ www.weltwaerts.de

Freiwilliger Friedensdienst

Wer sich für Integration und Gleichberechtigung einsetzen möchte, für den gibt es die Möglichkeit zwischen Abi und Studium für 12-18 Monate einen freiwilligen Friedensdienst zu leisten. Mehrere staatlich anerkannte Organisationen bieten diesen Friedensdienst an. Die Bewerberzahl liegt dabei meist um ein Vielfaches höher als die zur Verfügung stehenden Plätze, daher werden die Bewerber im Voraus zu einem Auswahlseminar eingeladen. Nähere Informationen zum Friedensdienst gibt es zum Beispiel auf www.friedensdienst.de oder www.wfd.de

Zwischen Abi und Studium Erfahrungen im Ausland sammeln

Au-Pair

Wer zwischen Abi und Studium ins Ausland will, für den aber soziale Dienste nicht unbedingt das Richtige sind, für den gibt es die Möglichkeit, als Au-Pair bei Familien im Ausland zu wohnen. Als Au-Pair ist man meist für die Betreuung der Kinder und die Mithilfe im Haushalt zuständig. Dafür sind Verpflegung und Unterkunft umsonst und man bekommt in der Regel auch ein wöchentliches Taschengeld.

Wie viele Stunden man pro Tag arbeiten muss, hängt natürlich von der Familie ab. Auch wird meist erwartet, dass man zwei Abende pro Woche auf die Kinder aufpasst. Ob man seinen Au-Pair Aufenthalt privat oder über eine Organisation abwickelt, bleibt dabei jedem selbst überlassen. Nähere Informationen gibt es auf zum Beispiel auf www.guetegemeinschaft-aupair.de

Work & Travel

Wer nicht auf einen Ort festgelegt sein möchte, sondern möglichst viel vom jeweiligen Land sehen möchte, für den bietet sich Work & Travel zwischen Abi und Studium an. Wie der Name schon sagt, reist man dabei von einem Punkt zum anderen und verdient sich unterwegs etwas Geld für die nächste Reise dazu. Beim Work & Travel sieht man zwar einiges mehr vom Land, allerdings hat man dabei nicht die Sicherheit wie als Au-Pair.

Für Abenteuerlustige, die sich auch vor körperlicher Arbeit auf dem Feld etc. nicht scheuen, ist Work & Travel aber sicherlich eine spannende Alternative. Infos gibt es zum Beispiel auf www.travelworks.de/work-and-travel.html{jcomments on}

Diese Themen könnten Sie auch interessieren

Weitere externe Informationen zum Thema