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Musikhochschule

Das Studium an einer Musikhochschule

„Musik ist höhere Offenbarung als alle Weisheit und Philosophie.“

(Beethoven)

Wer an dieser Stelle eifrig nickt und mit Ludwig van Beethoven übereinstimmt, hat vermutlich Interesse an einem Studium an einer der deutschen Musikhochschulen. Die Studienplätze sind begehrt und die Aufnahmeprüfungen sind hart, doch wer wirklich musikalisches Talent hat und seine Begabung auch beruflich nutzen möchte, der sollte sich davon nicht abhalten lassen.

Umstellung auf Bachelor und Master

Im Zuge des Bologna-Prozesses stellen auch die Musikhochschulen auf die Bachelor- und Masterstudienabschlüsse um, um die Vergleichbarkeit der Abschlüsse innerhalb der Europäischen Union zu gewährleisten. An einigen Musikhochschulen werden noch Diplomstudiengänge angeboten, an anderen ist die Umstellung bereits vollständig durchgeführt worden.

Studienangebot deutscher Musikhochschulen

Das Studienangebot an deutschen Musikhochschulen ist groß und variiert je nach Hochschule. In der folgenden Tabelle findest du eine Übersicht über einige Studiengänge, die von verschiedenen Musikhochschulen angeboten werden:

Abschluss

Studiengang

Dauer

Bachelor of Music
  • Streichinstrumente (Violine, Viola, Violoncello, Kontrabass)
    Harfe, Gitarre
  • Blechblasinstrumente (Horn, Trompete, Posaune, Tuba)
  • Schlagzeug,
    Holzblasinstrumente (Saxophon, Oboe, Klarinette, Fagott,Querflöte)
  • Klavier
  • Gesang (Oper/ Musiktheater und Lied/ Konzert)
  • Regie
  • Komposition
  • Korrepetition und
    Historischer und Zeitgenössischer Tonsatz

Regelstudienzeit

4 Jahre
Master of Music
  • Streichinstrumente (Violine, Viola, Violoncello, Kontrabass), Harfe, Gitarre
  • Blechblasinstrumente (Horn, Trompete, Posaune, Tuba),
    Schlagzeug
  • Holzblasinstrumente (Saxophon, Oboe, Klarinette, Fagott, (Quer-)Flöte)
  • Klavier
  • Kammermusik (Liedduo und Formationen ab drei Instrumenten),
    Gesang (Oper/ Musiktheater und Lied/ Konzert)
  • Regie
  • Komposition
  • Elektroakustik
  • Chordirigieren und Orchesterdirigieren
  • Korrepetition und
    Historischer und Zeitgenössischer Tonsatz

Regelstudienzeit

2 Jahre
 

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„Die deutschen Musikhochschulen“

Die deutschen Musikhochschulen sind in einem Verband organisiert, in dem sich die Leitungen aller 24 Hochschulen zusammen geschlossen haben. Dieser nennt sich „Die deutschen Musikhochschulen“. Der Verband vertritt die Interessen der Musikhochschulen gegenüber Dritten, wie beispielsweise gegenüber Ministerien und Parlamenten. Zudem wird der Erfahrungsaustausch untereinander gefördert und der Kontakt zu anderen Bildungseinrichtungen gepflegt.

An folgenden Standorten sind deutsche Musikhochschulen vertreten:

 

Hochschule Ort
Hochschule für Musik und Theater Hamburg Hamburg
Hochschule für Musik und Theater Hannover Hannover
Hochschule für Musik Karlsruhe Karlsruhe
Hochschule für Musik und Tanz Köln Köln
Hochschule für Musik und Theater »Felix Mendelssohn Bartholdy« Leipzig Leipzig
Musikhochschule Lübeck Lübeck
Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim Mannheim
Hochschule für Musik und Theater München München
Hochschule für Musik Nürnberg Nürnberg
Hochschule für Musik und Theater Rostock Rostock
Hochschule für Musik Saar Saarbrücken
Staatliche Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart
Stuttgart
Staatliche Hochschule für Musik Trossingen Trossingen
Hochschule für Musik "Franz Liszt" Weimar Weimar
Hochschule für Musik Würzburg Würzburg

Voraussetzungen und Bewerbung

Um an einer deutschen Musikhochschule studieren zu können, ist die Allgemeine Hochschulreife notwendig. Zudem muss die hochschulinterne Eignungsprüfung bestanden werden, um eine entsprechende künstlerische Begabung nachzuweisen.

Jede Musikhochschule hat eigene Bestimmungen, die die Eignungs- und Aufnahmeprüfung regeln. Deswegen empfiehlt es sich, die Website der favorisierten Musikhochschule zu besuchen, um detailierte Informationen zu bekommen. Einige Gemeinsamkeiten weisen die Prüfungen verschiedener Musikhochschulen jedoch auf.

In der Regel besteht eine Aufnahmeprüfung aus drei Teilen:

  1. Schriftlicher Test der Hörfähigkeit / Gehörbildung
  2. Schriftlicher Test über Musiktheorie
  3. Praktisches Vorspiel

Im ersten Teil wird die Hörfähigkeit bzw. Gehörbildung der Bewerber überprüft. Dabei müssen beispielsweise Intervalle und Taktarten erkannt und Tonarten nachgeschrieben werden. Für diesen Teil muss etwa eine Dauer von einer Stunde einkalkuliert werden.

Der zweite Teil widmet sich den Kenntnissen bezüglich Musiktheorie. Ein Bewerber muss nachweisen, dass er die Allgemeine Musiklehre beherrscht. Im Rahmen dessen werden beispielsweise Grundkenntnisse der Harmonielehre abgefragt. Tonleitern müssen beschrieben und genannt, eine Melodie muss fortgeführt werden.

Einige Musikhochschulen stellen auf ihren Internetseiten Mustertests zur Verfügung, die zur Vorbereitung auf die tatsächliche Eignungsprüfung genutzt werden können. So etwa die Hochschule für Musik in Detmold (www.hfm-detmold.de). Teilweise werden außerdem Vorbereitungskurse angeboten.

Im dritten, praktischen Teil muss der Bewerber unter Beweis stellen, dass er das jeweilige Musikinstrument beherrscht. In den meisten Fällen dauert diese Prüfung etwa 15 Minuten. Es können Musikstücke vorbereitet werden. Manchmal wird zudem das Spielen vom Blatt geprüft.

Finanzierung

Für ein Studium an einer der deutschen Musikhochschulen fallen Studiengebühren an. Die Höhe dieser ist je nach Hochschule unterschiedlich. Verschiedene Stiftungen bieten Stipendien für besonders begabte Studierende an, und übernehmen somit die anfallenden Studiengebühren.

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