E-Mail Drucken
Abschluss an einer privaten HochschuleEine private HochschuleHausarbeiten SchreibenCampus einer privaten Hochschule

Private Hochschule

Das Studium an einer Privaten Hochschule

Neben den staatlichen Universitäten und Fachhochschulen gibt es in Deutschland zur  Zeit auch 83 private Hochschulen. Die Privaten sind im Vergleich zu den staatlichen Hochschulen um ein Vielfaches teurer. Doch sind sie dadurch auch besser?



In England und Amerika sind private Hochschulen die erste Anlaufstelle für die zukünftige Elite. Ob Harvard, Yale, Oxford oder Cambridge, wer eine Private Hochschule besucht, hat beste Aussichten auf eine rosige Zukunft. Auch in Deutschland gibt es seit 1982 einige private Hochschulen. An ihre Vorbilder aus dem Ausland reichen die Privatunis in Deutschland jedoch nicht heran.

Angebot der privaten Hochschulen

Wie bei den staatlichen gibt es auch bei den privaten Hochschulen unterschiedliche Hochschulformen. Man unterscheidet auch hier zwischen Universitäten mit und ohne Promotionsrecht, Fachhochschulen und Kunst- und Musikhochschulen.

Die meisten privaten Hochschulen in Deutschland haben sich auf einen Fachbereich beschränkt, zum Beispiel Wirtschaft, Tourismus, Gesundheit oder Technik.

Durch die Spezialisierung sind die Privaten Hochschulen natürlich für ihr jeweiliges Studiengebiet optimal ausgerüstet was Literatur und Technik angeht, meist um einiges besser als die staatlichen Hochschulen.

Welche Vorteile bietet eine private Hochschule?

Bessere Ausstattung

Durch die deutlich höheren Gebühren, die Studierende an die private Hochschule zahlen müssen, stehen dieser natürlich auch mehr Gelder für Ausbildung und Ausrüstung zur Verfügung, wovon wiederum die Studenten profitieren. Denn mit dem Geld gelingt es den Privaten häufig, bekannte und renommierte Professoren für Ihre Hochschulen einzukaufen, die dann dort unterrichten.

Kooperationen mit Unternehmen

Häufig sind an den privaten Hochschulen auch Unternehmen beteiligt, die sich finanziell einbringen oder im Vorstand sitzen. Neben den monetären Vorteilen für die private Hochschule, hat dies für die Studenten den Nutzen, dass die Unternehmen häufig Studenten „ihrer“ Hochschulen für Praktika oder langfristige Anstellungen übernehmen. Auch duale Studiengänge mit Anstellungen in den jeweiligen Unternehmen bieten sich an dieser Stelle an. Durch solche Kooperationen entstehen auch immer wieder neue Studiengänge, die sich direkt am Bedarf der Wirtschaft orientieren und damit beste Berufsaussichten versprechen. So hat zum Beispiel die IUBH durch ihre Kooperation mit der Lufthansa das Fach Aviation Management ins Leben gerufen, welches dual und nicht dual zu studieren ist. (mehr Informationen auf iubh.de)

Niedrige Studierendenanzahl

Da sich nicht jeder ein Studium an einer privaten Hochschule leisten kann, sinkt natürlich auch die Studierendenzahl erheblich. Die Lerngruppen sind kleiner und die Dozenten haben so die Möglichkeit, individueller auf die Studierenden einzugehen. In Hörsälen mit mehr als 500 Studenten ist dies natürlich nicht möglich.

Zulassungsfreie Studiengänge

Ein weiterer Vorteil ist auch, dass die Zulassung für das Studium für eine private Hochschule meist nicht über einen NC geregelt ist, sondern durch einen Bewerbungstest. So können auch Abiturienten mit weniger gutem Abitur ihr Wunschstudium ohne lange Wartezeiten aufnehmen.

Zielstrebiges Studium und verkürzte Studienzeit

Wichtiger Entscheidungspunkt für die private Hochschule ist für viele auch die „Verschulung“ des Studiums. Durch klar strukturierte Stundenpläne läuft man gar nicht erst Gefahr, seine Studienzeit zu „verbummeln“. Man wird von der Hochschule ständig gepusht und erreicht so in vergleichsweise kurzer Zeit seinen Abschluss.

Welche Nachteile hat eine private Hochschule?

Hohe Studienkosten

Im Vergleich zu den staatlichen Hochschulen liegen die Kosten für eine private Hochschule erheblich höher. Die jährlichen Kosten belaufen sich für die privaten Fachhochschulen auf 3.000-10.000 Euro und an privaten Universitäten auf 10.000-20.000 Euro. Zum Vergleich: Die Kosten für ein Studium an einer staatlichen Hochschule betragen pro Semester etwa 600-700 Euro.

Starke Verschulung

Dies kann ein Vor- aber auch ein Nachteil sein. Durch das strikte Schulkonzept der privaten Hochschulen und den engen Studienplan, bleibt den Studenten wenig Zeit für das „Studentenleben“ neben dem Studium. Um die Geldbörse nicht unnötig zu belasten und möglichst schnell ins Berufsleben einsteigen zu können, sprinten die Studenten durch ihr Studium. Dabei verpassen viele die Geschehnisse um das Studium herum und, wie viele sagen, die schönste Zeit des Lebens.

Wenig Auswahl bei den Fächern

Das Angebot der zur Wahl stehenden Fächer für private Hochschulen ist im Vergleich zu den staatlichen Hochschulen extrem beschränkt. Während die staatlichen Hochschulen eine enorme Fächervielfalt mit teilweise sehr exotischen Fächern anbieten, beschränken sich die privaten Hochschulen auf die „Mainstream-Fächer“, um möglichst viele Studierende anzusprechen.

Fazit:

Auch wenn private Hochschulen nicht mit den ausländischen Vorbildern mithalten können: Auch in Deutschland bilden sie einen „elitären Kreis“. Dies ergibt sich allerdings eher aus den horrenden Studiengebühren, als aus der überdurchschnittlichen Qualität der Lehre. Wer aber möglichst schnell sein Studium beenden und ins Berufsleben starten möchte - und das nötige Kleingeld hat - für den bieten private Hochschulen eine gute Alternative zu den staatlichen Bildungseinrichtungen.

Eine Auflistung der besten privaten Hochschulen finden Sie im manager-magazin des Spiegel. 

Weitere interessante Themen

Diese Themen könnten Sie auch interessieren

Weitere externe Informationen zum Thema