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Universität

Das Studium an einer Universität

Die Universität: Brutstätte für helle Köpfe, junge Akademiker und heranwachsende Wissenschaftler. Für viele ist die Zeit an der Uni die schönste Zeit im Leben: Man lernt, man feiert und lernt Freunde fürs Leben kennen.


 

 

Universitäten in Deutschland sind teilweise historische und fast altehrwürdige Gebäude. Viele Universitäten wurden bereits im Mittelalter erbaut und damals von Geistlichen geleitet, die zu jener Zeit das Wissensmonopol inne hatten.

Auch heute sind Universitäten darauf spezialisiert, ihren Studenten ein möglichst breit gefächertes Wissen mit auf den Weg zu geben und ihre geistigen Fähigkeiten zu schulen. In einem Studium an einer Universität geht es weniger darum, praktische Fähigkeiten zu vermitteln. Stattdessen ist es wichtig die wissenschaftlichen Hintergründe zu verstehen, um so komplexe Sachverhalte analysieren und lösen zu können. Die geistige Entwicklung und das sogenannte „ über den Tellerrand hinaus schauen“ steht im Vordergrund.

Wer darf an einer Universität studieren?

Im Gegensatz zur Fachhochschule darf an einer Universität in der Regel nur studieren, wer die allgemeine Hochschulreife, also das Abitur besitzt. In einigen Fällen ist es auch möglich, mit dem Fachabitur an der Universität zu studieren, allerdings ist dann die Auswahl der Studienfächer auf die Fächer beschränkt, die man auch an der Fachhochschule belegt hatte.

Im Prinzip kann sich jeder an einer Universität einschreiben, der die eben genannten Voraussetzungen erfüllt. Einige Studienfächern sind jedoch so beliebt, dass die Nachfrage nach dem Studiengang die Zahl der zur Verfügung stehenden Studienplätze übersteigt.

In solchen Fällen muss die Hochschule eine Auswahl treffen. Deswegen wird der Studiengang zusätzlich mit einem Numerus Clausus belegt, der nur die besten Bewerber oder die mit der längsten Wartezeit für den Studiengang zulässt.

In einigen Fällen, zum Beispiel bei Kunst- oder Sporthochschulen, wird häufig auch ein Eignungstest, eine Bewerbungsmappe oder ein Vorpraktikum verlangt.

Lernen an der Universität

Wer ein Studium an einer Universität beginnt, für den wird die Umstellung auf die neue Lernform wohl erst einmal schwierig sein. Im Gegensatz zur Schule gibt es an der Universität keinen vorgefertigten Stundenplan, sondern die Studenten stellen sich ihre Fächerkombinationen selbst zusammen.

Bis zur Einführung der neuen Bachelor und Master-Abschlüsse gab es an den Universitäten keine ständige Leistungskontrolle. Die Studenten mussten in der Regel nur einige wenige Zwischenprüfungen und Hausarbeiten schreiben, bis dann am Ende des Studiums die entscheidende Diplomarbeit anstand. Die Studenten mussten sich daher durch das komplette Studium hinweg selbst zum Lernen motivieren, was häufig zur Folge hatte, dass sie sich mit Ihrem Studium viel Zeit ließen und die Regelstudienzeit häufig stark überstrapazierten.

Mit der Einführung des Bachelors hat sich das Klischee des „Bummelstudiums“ allerdings stark geändert: Auch an der Universität stehen nun am Ende jedes Semesters Klausuren zur Leistungskontrolle an und die Regelstudienzeit wurde durch die neuen Abschlüsse von 9 auf 6 Semester stark verkürzt. Eigeninitiative, Selbstmotivation und Disziplin sind daher für ein Studium an einer Universität enorm wichtig.

Forschen an der Universität

Ein besonderes Augenmerk wird an der Universität auch auf Forschung und Entwicklung gelegt. Die Professoren ermutigen ihre Studenten dazu, immer neue Ideen einzubringen und diese dann auch durch Forschung weiter zu verfolgen und zu belegen. Solche Forschungen sind häufig Inhalt der Bachelor-, Master- oder Doktorarbeiten der Studierenden. Viele Studenten bleiben auch nach ihrem Studium an der Universität, um dort weiterhin in der Forschung und Entwicklung zu arbeiten.

Auch wer promovieren will, das heißt den Doktortitel erwerben, muss dazu an einer Universität studieren. Im Rahmen der Promotion muss eine wissenschaftliche Arbeit abgegeben werden, die neue Ergebnisse aus der Forschung beinhaltet. Das zur Promotion ist bisher einzig und allein den Universitäten vorbehalten.

Fazit:

Wer im Studium sein Wissen erweitern, das wissenschaftliche Arbeiten erlernen und auch einmal fächerübergreifend „über den Tellerrand hinaus schauen“ will, der ist an einer Universität gut aufgehoben. Auch wer eine akademische Laufbahn plant oder in der Medizin arbeiten will, kommt an einem Studium an der Universität nicht vorbei. Jedoch sollte man sich im Klaren darüber sein, dass die Praxis bei einem Studium an der Universität nur an zweiter Stelle steht und man sich während des Studiums vorrangig mit theoretischen Inhalten beschäftigt.

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