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professionelle Berufsberatungstudentin-an-der-unirecherchieren-in-der-bibliothekDurch eine Berufsberatung die richtige Entscheidung treffen

Berufsberatung

Wo finde ich die beste Berufsberatung?

Auf dem Weg zur passenden Berufswahl wird oft geraten, eine professionelle Studien- und Berufsberatung in Anspruch zu nehmen. Warum? Weil geschulte Berater und Psychologen die eigenen Interessen und Neigungen am besten beurteilen und in eine Kategorie einordnen können. Im Folgenden erhältst du eine Auflistung der verschiedenen Anlaufstellen.

Viele Schulabgänger wissen bei der Auswahl des richtigen Studiengangs oder der richtigen Ausbildung  nicht, womit sie anfangen sollen. Eine ausführliche Berufsberatung kann dabei helfen. In Zusammenarbeit mit Beratern der Agentur für Arbeit etwa fällt es oft leichter, den passenden Studiengang für sich zu finden. Neben Anforderungen und Voraussetzungen sowie aktuellen Zahlen zu den späteren Aussichten am Arbeitsmarkt, kennt das Personal der Berufsberatung die genauen Arbeitsinhalte der Berufe. Wir stellen  euch hier drei Anlaufstellen der Berufsberatung vor.

1. Die Agentur für Arbeit

Die  Agentur für Arbeit bietet Schulabgängern ein umfangreiches Angebot zur Berufsberatung an. Zunächst besteht die Möglichkeit, den richtigen Studiengang in Zusammenarbeit mit geschultem Fachpersonal und Psychologen zu finden.

Zum einen kann man einen Termin zur kostenlosen Berufsberatung beim örtlichen Arbeitsamt beantragen. Jeder Schulabgänger und Studieninteressierte hat das Recht auf eine ausführliche Beratung. Um von dieser Dienstleistung Gebrauch machen zu können, müsst ihr nicht als arbeitssuchend gemeldet sein! Auch nach dem Beratungsgespräch bleibst du mit deinem persönlichen Berater in Kontakt. Er schickt dir passende Stellenangebote nach Hause und informiert dich weiterhin über interessante neue Studiengänge oder Ausbildungsplätze.

Da das Interesse an einer Berufsberatung sehr groß ist, kann es durchaus etwas dauern, bis du einen Termin bekommst. Hier ist Beharrlichkeit gefragt. Dies gilt auch, wenn du das Gefühl hast, nicht individuell und ausführlich beraten zu werden. Im Zweifelsfall solltest du einen weiteren Termin bei einem anderen Berater ausmachen.

Des Weiteren bietet die Agentur für Arbeit bezüglich der Berufsberatung einen kostenlosen Test über den Psychologischen Dienst an. Dieser beinhaltet Fragen über deine Interessen und zu deiner Persönlichkeit. Nach ehrlicher Beantwortung der Fragen werten die Psychologen deine Antworten aus und erstellen dir deinen persönlichen Bewertungsbogen. Im anschließenden Gespräch geben die Berater dir dann passende Ratschläge zur Berufs- und Studienwahl.

Darüber hinaus hat die Agentur für Arbeit das Berufsinformationszentrum (BIZ) ins Leben gerufen, das für Schüler Selbstinformationsangebote bereit hält. Über gewisse Broschüren, Computerprogramme oder Schnelltests kannst du so mehr über deinen Traumberuf herausfinden. Das BIZ reist zu bestimmten Terminen durch verschiedene Städte und belegt einen Seminar- oder Projektraum für ein bis zwei Tage, den ihr dann, auch zusammen mit euren Mitschülern, besuchen könnt.

2. Kostenpflichtige Beratungsinstitute

Professionelle Berufsberatung ist gefragt. Das hat auch die Wirtschaft erkannt. Viele Institute haben sich darauf spezialisiert, eingängige Beratungsbögen über mehrere dutzend Seiten für die Beratungen zu erstellen. Die Studien- und Berufsberatung kann daher mehrere Stunden dauern. Während dieser Zeit führen die Berater einige Tests und Gespräche hinsichtlich deiner Interessen und Charaktereigenschaften mit dir durch.

Die Preise für diese Art der Studien- und Berufsberatung schwanken von Unternehmen zu Unternehmen. Die Kölner „Einstiegs-GmbH“ bietet solch eine Beratung beispielsweise für 205 Euro an. Beim „youngworld-Institut für Begabungsanalyse“ in München bekommt man die gewünschten Informationen schon für 18 bis 21 Euro, je nachdem ob du die Beratungsanalyse als pdf-Datei oder per Post zugeschickt bekommen möchtest. Wer es ganz ausführlich und detailliert haben möchte, sollte sich an die Agentur „Plan Z“ in Berlin richten. Dort gibt es verschiedene Pakete zur Studien-und Berufsberatung, die von 500 bis 1.100 Euro reichen.

3. Berufsberatung im Internet

Auf jeden Fall solltest du auch das Internet zur „Berufsberatung“ oder zur Vorbereitung auf ein persönliches Gespräch nutzen. Die Bundesagentur betreibt verschiedene Informationsportale, die dir bei der Berufsfindung behilflich sein können. Auf berufenet.de kannst du verschiedene Berufe eingeben und Anforderungen, Voraussetzungen und Bildungswege zu der jeweiligen Tätigkeit abrufen. Ein ähnliches Angebot steht dir auf planet-beruf.de und beruf.me zur Verfügung, wo du ein ABC der Ausbildungsberufe findest. Studienberufe sind hier jedoch nicht vertreten.

Häufig ist es aber so, dass man noch gar keine konkrete Vorstellung davon hat, was man später mal machen möchte. Dann nützt es auch reichlich wenig, wenn dir Informationen zu konkreten Berufen angeboten werden. Neben den persönlichen Angeboten zur Berufsberatung vor Ort bietet die Agentur für Arbeit auch eine Online-Orientierungshilfe. Das sogenannte Berufe-Universum richtet sich allerdings vornehmlich an Schüler bis zur 10. Klasse.

Neben der Arbeitsagentur gibt es natürlich auch im Internet diverse Anbieter im Bereich Berufsberatung. Darunter befinden sich ebenfalls mehrere kostenpflichtige Angebote. Solltest du von solch einem Dienst Gebrauch machen, achte darauf, ob es eine gute Testbewertung gibt. Die Stiftung Warentest hat nämlich einige dieser Angebote zur Berufsberatung überprüft.

Da wir natürlich wissen, dass Schüler und Studenten über ein knappes Budget verfügen, soll ein Hinweis zu einer kostenlosen Berufsberatung im Internet an dieser Stelle nicht fehlen. Auf finest-jobs.com findest du einige Informationen zum Thema Berufsberatung und außerdem einen kostenfreien, 70 Fragen umfassenden Berufstest. In diesem Test wird anhand vieler teils abstrakter Fragen dein Typ ermittelt. Jede Frage wird zudem an einem Beispiel erklärt. Natürlich überprüft dieser Test nur deinen Charakter sowie deine Neigungen und nicht deine Fähigkeiten. Dennoch kommt man hier größtenteils zu passenden Berufs- und Studiengangsvorschlägen. Das ergab zumindest ein Selbsttest unserer Redaktion.

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