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Vom Abi ins Studium

Der Weg vom Abitur zum Studium ist oft nicht leicht

Deutschland verzeichnet steigende Zahlen bei den Studienanfängern. Studieren liegt also im Trend. Dabei kann der Weg zum Studium unterschiedlich aussehen: Wer möchte kann schon während seines Abiturs die Fühler Richtung Hochschule ausstrecken, um den Anschluss nicht zu verpassen. Oder aber er nutzt die Zeit nach der Oberstufe für eine Auszeit.

Studieren liegt im Trend

Eine aktuelle Studie des Statistischen Bundesamtes verzeichnet für das Studienjahr 2008 ein Rekordhoch von 385.500 Studienanfängern in Deutschland. Die Zahl derjenigen, die erstmalig ein Studium aufnehmen, ist damit im Vergleich zu 2007 um 3,8% gestiegen. Studiengebühren zum Trotz steigt die Studienbereitschaft der Abiturienten wieder. Insbesondere technische Studiengänge können wachsende Studierendenzahlen für sich verbuchen. Studieren liegt, so zeigt sich, wieder im Trend.

Abitur - Und nun?

Jedes Semester werben 394 Universitäten um die Gunst der potentiellen Studierenden.

Das Studienangebot reicht von den allseits beliebten Studiengängen wie Medienwissenschaften und BWL bis hin zu „Orchideenfächern“, so etwa die Onomastik.Angesichts der Vielfalt an Studienangeboten fällt die richtige Wahl nach dem Abitur nicht einfach.

Es ist daher wichtig, für sich selbst die eigenen Interessen benennen zu können. Auch empfiehlt es sich, sich anzuschauen, welche Studiengänge es überhaupt gibt.

Erste Informationen zu den Profilen der Hochschulen können bereits den jeweiligen Homepages entnommen werden. Weitere Auskünfte erteilen Studienberatungsstellen. Sie informieren zum Beispiel über mögliche Studienabschlüsse oder beraten bei Fragen zur Studienwahl.

Studium parallel zum Abitur

Auch wenn in der heutigen Zeit eine Berufswahl nicht zwingend über den Verlauf des ganzen Lebens entscheidet: Der Weg vom Abitur zum Studium will gewissenhaft durchdacht sein. Wer mit großer Wahrscheinlichkeit sagen kann, dass er einmal eine akademische Laufbahn einschlagen wird, dem bieten sich bereits während der Schulzeit Möglichkeiten, an einer Universität Fuß zu fassen. Während des Schnupperstudiums haben Schüler die Gelegenheit, noch vor dem Abitur Lehrveranstaltungen zu besuchen und so abzuwägen, ob die jeweiligen Studienfächer ihren Wünschen und Vorstellungen entsprechen. Begabte und motivierte Schüler wiederum können im sogenannten Juniorstudium als „Juniorstudierende“ universitäre Lehrveranstaltungen besuchen. In einigen Kursen ist es sogar möglich, Leistungsnachweise parallel zur Schulzeit zu erbringen.

An Hochschulinformationstagen wenden sich die Universitäten direkt an die potentiellen Studierenden, indem sie ihr Profil und Studienangebot vorstellen und Neuzugänge werben.

Zwischen Abitur und Studium

Im Jahr 2008 nahmen 39% eines Altersjahrganges ein Studium auf. Dies entspricht nahezu dem Ideal der deutschen Bildungspolitik, eine Höhe von 40% zu erreichen. Der Anteil derjenigen, die noch nicht sicher sind, ob sie ein Studium in Angriff nehmen, variiert von Bundesland zu Bundesland. In Mecklenburg-Vorpommern geben 11% der potentiellen Studienanfänger an, „wahrscheinlich“ zu studieren. In Sachsen und Niedersachen sind es jeweils nur 4%. Der Übergang von Abitur zum Studium muss nicht unbedingt nahtlos erfolgen. Die Einberufung zum Zivil- oder Wehrdienst kann den Beginn eines Studiums hinauszögern. Zulassungsbeschränkungen verlängern womöglich zusätzlich die Wartezeit. Wer sich nicht unmittelbar nach dem Abitur an einer Hochschule einschreiben kann oder will, hat die Möglichkeit, ein Praktikum zu absolvieren. Praktika sind sogar in einigen Studiengängen Grundvoraussetzung für den Beginn eines Studiums.

Darüber hinaus bietet es sich an, die Zwischenzeit für freiwillige soziale Dienste zu nutzen oder aber Auslandserfahrungen zu sammeln. Gerade im digitalen Zeitalter von „Global Village“ und „Web 2.0“ sind Fremdsprachenkenntnisse und interkulturelle Kompetenzen nahezu unerlässlich.

Fest steht, dass die Zeit zwischen Abitur und Studium eine sehr gute Möglichkeit ist, um Dinge in Angriff zu nehmen, zu denen man später einmal mit großer Wahrscheinlichkeit nicht mehr so einfach kommt. Sich nach dem Abitur zunächst eine „Auszeit“ zu gönnen, ist auch keineswegs verwerflich. Im Gegenteil. Diese Auszeit kann sich sehr gut dazu eignen, Erfahrungen zu sammeln und für sich selbst herauszufinden, worin die eigenen Interessen liegen. Letztendlich ist es wichtig, die Zeit sinnvoll zu nutzen und nicht einfach nur „abzusitzen“.

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