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Voraussetzungen fürs Studium
Voraussetzungen für ein Studium in Deutschland: Eine Übersicht
Das Abitur oder ein vergleichbarer Abschluss sind die entscheidenden Voraussetzungen für ein Studium in Deutschland. Interessenten mit ausländischen Schulabschüssen müssen Umwege in Kauf nehmen. Generell zeigt sich ohnehin: Studieren ist hierzulande Ländersache.
Jeder hat das Recht auf freie Bildung
Die Voraussetzungen für ein Studium in Deutschland scheinen auf den ersten Blick einfach. „Laut Grundgesetzt hat jeder Deutsche das Recht auf freien Zugang zur Bildung an Hochschulen“, wenn er die dafür benötigten Qualifikationen (Abitur, Fachabitur) nachweisen kann. Mit anderen Worten: Deutsche Hochschulen sind gesetzlich dazu verpflichtet, Abiturienten bzw. Inhabern eines vergleichbaren Abschlusses den „Zugang zum Erststudium zu gewähren“.
Erforderliche Schulabschlüsse
In Deutschland bilden drei Schulabschlüsse die grundsätzlichen Voraussetzungen für ein Studium an einer Hochschule: die allgemeine Hochschulreife (Abitur), die Fachhochschulreife (Fachabitur), die fachgebundene Fachhochschulreife (fachgebundenes Abitur). Wer über die allgemeine Hochschulreife verfügt, hat Zugang zum Studium seiner Wahl, sofern keine Zulassungsbeschränkungen vorliegen. Oftmals reicht bereits die Fachhochschulreife (Fachabitur) aus, um sich Zugang zu einer Hochschule zu verschaffen. Der Erwerb der fachgebundenen Fachhochschulreife qualifiziert zum Studium eines bestimmten Faches bzw. einer bestimmten Fachrichtung.
Studium mit ausländischem Abschluss?
Während inländische Studienanwärter (sowie Bildungsinländer) im Idealfall lediglich das Abitur bzw. einen vergleichbaren Abschluss nachweisen müssen, sieht die Situation bei ausländischen Interessenten etwas anders aus. Die Liste der Voraussetzungen für ein Studium ist hier um einiges länger. Zum einen müssen die Kandidaten einen in der Heimat erworbenen Abschluss haben, der mit dem deutschen Abitur vergleichbar ist. Oftmals erkennen deutsche Universitäten diese Abschlüsse aber nicht an. Daher müssen die Interessenten häufig ein einjähriges Vorstudium (Studienkolleg) am Hochschulstandort absolvieren. Außerdem müssen sie über ausreichende Deutschkenntnisse verfügen. Doch damit nicht genug: die Deutschkenntnisse werden in der Regel in der so genannten DHS-Prüfung (Deutsche Sprachprüfung für den Hochschulzugang ausländischer Bewerber) getestet.
Visum für angehende Akademiker aus Nicht-EU-Ländern
Wer sich als Nicht-EU-Bürger Zugang zu einer deutschen Hochschule verschaffen möchte, muss zusätzlich zu den oben genannten Kriterien weitere Voraussetzungen für ein Studium erfüllen. Kandidaten, die nicht aus der EU stammen, benötigen für ihr Studium in Deutschland in der Regel ein Visum zu Studienzwecken bzw. ein Studienbewerbervisum. Dieses kann im Heimatland bei der deutschen Vertretung (Konsulat, Botschaft) beantragt werden.
Studieren in Deutschland ist Ländersache
Allen Regelungen zum Trotz sind Schulabschlüsse keine zwingenden Voraussetzungen für ein Studium in Deutschland. Denn hierzulande gilt: Studieren ist Ländersache. Die jeweiligen Bundesländer entscheiden selbst über die Zulassung zum Studium und die nötigen Voraussetzungen. Es ist daher ratsam, sich vor Antritt der akademischen Laufbahn Informationen über die entsprechenden Bundesländer und ihre Hochschulpolitik einzuholen. Wer sich als inländischer Student oder als Bildungsinländer, d.h. als Ausländer mit deutschem Schulabschluss, ausführlicher über die jeweiligen Voraussetzungen der einzelnen Unis informieren möchte, sei an die Studentensekretariate verwiesen. Sie dienen als Informationsstelle und sind unter anderem für Einschreibungen (Immatrikulationen), Zulassungen oder Beurlaubungen zuständig. Ausländische Studierende wenden sich in allen Fragen, die das Studium betreffen, an das Akademische Auslandsamt.
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