E-Mail Drucken
Designerstudentin-an-der-unirecherchieren-in-der-bibliothekbunte-stifte

Igenieur werden

Wie werde ich Ingenieur?

Ingenieur werden kannst Du durch ein Studium an einer Universität, Technischen Hochschule, Fachhochschule, Privaten Hochschule oder Berufsakademie. Auch im Rahmen eines Fernstudiums ist es möglich, Ingenieur zu werden.

Warum Ingenieur werden?

Auch wenn nicht mehr von einem allgemeinen Fachkräftemangel gesprochen werden kann – Ingenieure werden noch immer auf dem Arbeitsmarkt gesucht. Der Beruf des Ingenieurs verspricht neben attraktiven Karriere- und Gehaltsaussichten einen vielfältigen und spannenden Arbeitsalltag. Jeder 5. sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in Deutschland ist in einem Ingenieursberuf tätig.

Ingenieurwissenschaften studieren und Ingenieur werden

Willst Du Ingenieur werden, musst Du ein Hochschulstudium absolvieren. Zahlreiche Hochschulen bieten ingenieurwissenschaftliche Studiengänge an, wie zum Beispiel:

Neben diesen allgemeinen ingenieurwissenschaftlichen Studiengängen gibt es zahlreiche spezialisierte Studiengänge, wie zum Beispiel:

Das Ingenieurwesen Studium gilt als vielseitig und spannend, aber auch als besonders anspruchsvoll. Jedes Jahr unterschätzen viele Studienanfänger die Anforderungen, die an angehende Ingenieure gestellt werden. Daher haben die Ingenieurwissenschaften mit durchschnittlich 50 % eine der höchsten Abbruchquoten.

Zulassungsvoraussetzungen zum Ingenieurwesen Studium

Um Ingenieur zu werden, musst Du über einen der folgenden Schulabschlüsse verfügen:

  • Allgemeine Hochschulreife (Abitur)
  • Fachgebundene Hochschulreife
  • Fachhochschulreife

Mit dem Abitur kannst Du an jeder Universität, Technischen Hochschule, Privaten Hochschule oder Fachhochschule Ingenieurwesen studieren. Die Fachhochschulreife beschränkt Dich auf ein Studium an einer Fachhochschule, während Du mit der Fachgebunden Hochschulreife an einer Fachhochschule und bestimmte Fächer an einer Universität studieren kannst. Einige Hochschulen reservieren darüber hinaus Studienplätze für beruflich Qualifizierte oder Meister.

Viele Hochschulen fordern neben der Bewerbung eine Aufnahmeprüfung. Damit prüfen die Hochschulen Deine Vorkenntnisse und Deine Eignung für ein ingenieurwissenschaftliches Studium. In der Regel musst Du, wenn Du Ingenieur werden möchtest, ein 3-monatiges Vorpraktikum absolvieren. Daneben können Dich weitere Zulassungsbeschränkungen erwarten, wie ein Numerus clausus (NC).

Neben Interesse an Biologie, Mathematik, Chemie und Physik solltest Du vor allem über technisches Verständnis verfügen. Ein sicherer Umgang mit Computern und EDV-Programmen erleichtert Dir das Studium erheblich. Da viele Unternehmen international agieren, ist bereits im Studium die Beherrschung der englischen Sprache sehr wichtig. Das Lesen englischsprachiger Literatur ist obligatorisch, in einigen Studiengängen erfolgen die Vorlesungen und Seminare sogar ausschließlich auf Englisch. Auch Kreativität und eine analytische Denkweise sind gefragt, wenn Du etwas planst oder konstruierst.

Bei ThinkING kannst Du testen, ob Du geeignet bist, Ingenieur zu werden

Studienverlauf

Das Ingenieurwesen Studium verläuft je nach angestrebtem Abschluss und gewählter Fachrichtung unterschiedlich. In der Regel absolvierst Du aber zunächst ein Bachelor Studium im Bereich Ingenieurwesen und anschließend ein weiterführendes Master Studium. Du besuchst Vorlesungen, Übungen und Seminare, die thematisch in so genannte Module zusammengefasst sind. Du schreibst Hausarbeiten und Klausuren, hältst Referate und sammelst Leistungspunkte (Credit Points). Am Ende Deines Studiums beweist Du mit der Bachelor- beziehungsweise  Masterarbeit, dass Du eigenständig wissenschaftlich arbeiten und das im Studium Erlernte anwenden kannst.

Um Ingenieur zu werden, absolvierst Du meist ein mindestens 12 Wochen umfassendes Praktikum während der Semesterferien. Aufgrund der häufig in den Lehrplan integrierten Praxissemester dauert das Bachelor Studium nicht selten 7 Semester. Das anschließende Master Studium umfasst meist weitere 2 bis 4 Semester.

Studieninhalte

Die Inhalte des Ingenieurwesen Studiums unterscheiden sich von Hochschulen zu Hochschule und je nach Studiengang. Alle ingenieurwissenschaftlichen Studiengänge haben aber in der Regel folgende Fächer zum Inhalt:

  • Mathematik und Naturwissenschaften
  • Technologie
  • Produkterstellung und -management
  • Wirtschaft und Recht

Möchtest Du beispielsweise Bauingenieurwesen studieren, können Dich darüber hinaus folgende Inhalte erwarten:

  • Baustoffkunde
  • Bauchemie
  • Bauentwurf und -konstruktion
  • Baustofflehre
  • Festigkeitslehre
  • Statik
  • Holzbau
  • Hydromechanik
  • Stahlbau
  • Bauinformatik
  • Brückenbau
  • Straßenbautechnik
  • Eisenbahnbau
  • Wasserwesen

Studienmöglichkeiten

Ingenieur werden kannst Du im Rahmen eines Studiums an Universitäten, Technischen Hochschulen, Fachhochschulen oder Privaten Hochschulen. Auch ein Duales Studium oder Fernstudium bietet Dir die Möglichkeit, Ingenieur zu werden. Universitäten versprechen meist ein wissenschaftlich orientiertes Studium, während  Fachhochschulen mehr Wert auf den Praxisbezug legen. Private Hochschulen haben den Vorteil, dass hier der Unterricht in kleineren Gruppen stattfindet und häufig enge Partnerschaften mit Wirtschaftsunternehmen bestehen, die den Absolventen den Berufseinstieg erleichtern. Dafür fallen aber meist auch hohe Studiengebühren an. Das Duale Studium verbindet eine betriebliche Ausbildung mit einem Hochschulstudium und ermöglicht so früh die Umsetzung des Erlernten in der Praxis. Die folgende Tabelle zeigt Dir beliebte Ingenieur Studiengänge:

Abschluss

In der Regel schließt Du Dein Ingenieurwesen Studium mit dem Bachelor of Engineering (B.Eng.) beziehungsweise dem Master of Engineering (M.Eng.) ab. Teilweise kannst Du auch noch mit einem Diplom Studium Ingenieur werden. Insbesondere Universitäten verleihen für einige ingenieurwissenschaftliche Studiengänge auch den Bachelor of Science (B.Sc.) oder Master of Science (M.Sc.). Zwar gilt der Bachelor Grad bereits als berufsqualifizierender Abschluss, bessere Karriereaussichten bietet aber ein Master Studium.

Nach dem Studium der Ingenieurwissenschaften?

Ingenieure werden in vielen Branchen gesucht. Ob Umwelttechnik, Anlagenbau, Nachrichtentechnik, Bauingenieurwesen oder Medizintechnik – in nahezu allen Wirtschaftszweigen sind Ingenieure gefragte Mitarbeiter. Dabei werden Ingenieure nicht nur in der Konstruktion eingesetzt; auch die Vermarktung oder der Vertrieb neuer Produkte kann zu ihrem Aufgabenfeld zählen.

Welche Aufgaben übernehme ich als Ingenieur?

Ebenso vielfältig wie die möglichen Arbeitsfelder sind die Aufgaben eines Ingenieurs. Dazu gehört:

  • Forschen
  • Entwickeln
  • Analysieren
  • Konstruieren
  • Programmieren
  • Produzieren
  • Beraten
  • Prüfen
  • Verkaufen und vermarkten verschiedenster Produkte, Technologien und Dienstleistungen

Je nach Branche und Arbeitsplatz variieren die Aufgabenbereiche eines Ingenieurs. Möchtest Du beispielswiese in der Konstruktion als Ingenieur tätig werden, bist Du am gesamten Entstehungsprozess eines Produktes beteiligt – von der Idee bis zur technischen Umsetzung. Dabei ist nicht nur Kreativität gefragt, sondern auch der versierte Umgang mit CAD- und CAE-Programmen. In der Produktion und Instandhaltung hingegen planst und überwachst Du die Produktion eines Produktes. Dabei musst Du nicht nur die Produktqualität, sondern auch ökonomische Gesichtspunkte im Blick behalten.

Was macht eigentlich ein Ingenieur bei…?

Wie erfolgt der Berufseinstieg?

Auch wenn Du mit einem Ingenieurwesen Studium gute Aussichten auf dem Arbeitsmarkt hast: Ohne Praxiserfahrung und Kontakte haben es auch Ingenieure schwer, eine passende Stelle zu finden. Während Deines Studiums durch Praktika aufgebaute Kontakte und Netzwerke erleichtern Dir den Berufseinstieg daher erheblich.

Nach Abschluss Deines Ingenieurwesen Studiums bewirbst Du Dich entweder direkt auf eine ausgeschriebene Stelle oder auf einen Platz in einem Traineeprogramm. Als Trainee durchläufst Du die unterschiedlichen Fachbereiche und Abteilungen eines Unternehmens und lernst Deine zukünftigen Aufgaben kennen. Oft schicken Unternehmen ihre Personaler direkt an die Hochschulen, um für Praktika und Traineestellen in ihrem Betrieb zu werben.

Welche Karriereaussichten habe ich?

Wie die Arbeitsagentur meldet, besteht seit 2012 bei den Ingenieuren nahezu Vollbeschäftigung. Auf einen Ingenieur kommen durchschnittlich 4 offene Stellenangebote, sodass von guten Karriereaussichten für Ingenieure ausgegangen werden kann. Ingenieure werden auch in Zukunft weit weniger Schwierigkeiten beim Berufseinstieg haben als beispielsweise Absolventen geistes- oder sozialwissenschaftlicher Fächer. Auch wenn nicht mehr von einem allgemeinen Fachkräftemangel bei den Ingenieuren gesprochen werden kann, suchen derzeit viele Unternehmen – besonders in Westdeutschland – Maschinenbauer, Elektrotechniker oder Fahrzeugbauingenieure.

Natürlich übernimmst Du nicht direkt zu Beginn Deiner Karriere Projekt- und Personalverantwortung. Mit einigen Jahren Berufserfahrung kannst Du es aber bis in die Unternehmensspitze schaffen. Ein Master Abschluss oder eine Promotion qualifiziert Dich grundsätzlich für höhere Positionen als ein Bachelor Abschluss.

Welches Gehalt verdiene ich?

Ingenieure werden je nach Arbeitsort, Bundesland, Branche und Art des Abschlusses unterschiedlich bezahlt. Das monatliche Einstiegsgehalt eines Hochschulabsolventen liegt zwischen 3.400 € und 4.090 €. Als besonders lukrativ gelten die Chemie- und Pharmaindustrie sowie der Fahrzeugbau. Mit einem Master Abschluss oder einer Promotion verdienst Du bei Berufseintritt in der Regel mehr. Im Durchschnitt verdienen Ingenieure bei Berufseintritt folgendes Einstiegsgehalt:

Branche Gehalt*
Baugewerbe 3.400 €
Elektrotechnik 3.680 €
Fahrzeugbau 3.830 €
Energieversorgung 3.580 €
Ingenieur- und Planungsbüros 3.350 €
Maschinen- und Anlagenbau 3.700 €
Chemie- und Pharmaindustrie 4.090 €
Informationstechnologie 3.500 €

*) in brutto / monatlich

Ingenieur werden – Alternativen

Um Ingenieur zu werden, benötigst Du in Deutschland zwingend ein Hochschulstudium. Verfügst Du nicht über die Hochschulreife, besteht teilweise die Möglichkeit, mit einer Ausbildung in einem fachrelevanten Beruf und mehrjähriger Berufserfahrung oder einem Meistertitel ein Studium aufzunehmen. Je nach Hochschule unterscheiden sich die Zulassungsvoraussetzungen für ein Studium ohne Abitur.

Alternativ kannst Du auch zum Beispiel eine 2 bis 3-jährige Ausbildung als Elektrotechnischer Assistent, Assistent für Maschinenbautechnik, Kfz-Mechatroniker, Konstruktionszeichner oder Unterwasserschweißer absolvieren.

Weitere interessante Themen

Diese Themen könnten Dich auch interessieren