Studienkollege

Der Kommilitone: dein Freund und Mitstreiter

Der Ausdruck "Kommilitone" bezeichnet einen Studienkollegen oder Mitstudenten und wird meist für Studenten im gleichen Fachbereich verwendet.

Einführung im Rahmen des Bologna-Prozesses

Das Wort Kommilitone stammt aus dem Lateinischen und leitet sich vom Wort „commilito“ ab. Dieses bedeutet Kamerad, Mitstreiter oder Waffenbruder und wurde früher im Zusammenhang mit dem Militär verwendet. Doch schon bei den alten Griechen wurde der Begriff für diejenigen verwendet, die sich für eine gemeinsame Sache einsetzen. Spätestens seit dem 16. Jahrhundert ist der Begriff Kommilitone eine gängige Bezeichnung für einen Studiengenossen.

Heutzutage werden Studenten des gleichen Fachbereichs oder Semesters als Kommilitonen bezeichnet. Dozenten verwenden den Begriff oft für alle Studenten einer Universität.

Kommilitonen arbeiten zusammen an einer Projektarbeit, versorgen sich gegenseitig mit Unterlagen oder helfen dem anderen, wenn er nicht weiter weiß. Durch die Umstellung auf Bachelor und Master werden sie zunehmend auch zu Konkurrenten. Nach einer Prüfung werden beispielsweise Bachelorgrade vergeben, die die Kommilitonen nach ihrem Ergebnis in verschiedene Stufen einteilen. Die besten zehn Prozent erhalten den Grad „A“, die nächstbesten 25 Prozent den Grad „B“ und so weiter. Darüber hinaus ist ein freier Platz für das Masterstudium nicht garantiert. Nur die Besten eines Jahrgangs bekommen die Möglichkeit, ihr Fachwissen im Masterstudium zu vertiefen. Die Beziehung der Kommilitonen leidet darunter, da man mittlerweile die Ellbogen einsetzen muss, um in den Rankings ganz oben zu erscheinen.

Diese Themen könnten Sie auch interessieren