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Studiendauer

Eine kurze Studiendauer als Pluspunkt im Lebenslauf

Der Begriff Studiendauer beschreibt die Zeit, die ein Student benötigt, um den angestrebten Abschluss zu erarbeiten. Seit der Umstellung auf Bachelor und Master beläuft sie sich beim Erststudium in der Regel auf 6 Semester.

Für jeden Studiengang wird eine Regelstudienzeit in der Prüfungsordnung festgelegt. Bei den meisten Bachelor Studiengängen beläuft sich die Studiendauer auf 6 bis 7 Semester. Das anschließende Masterstudium wird nach 2 bis 4 Semestern abgeschlossen. In den noch bestehenden Diplom- und Magisterstudiengängen beträgt die Regelstudienzeit zwischen 8 und 10 Semester.

Wodurch wird die Studiendauer beeinflusst?

Obwohl es eine festgelegte Regelstudienzeit für jeden Studiengang gibt, kann diese jedoch oft nicht eingehalten werden. Verschiedene Faktoren können dazu führen, dass man sein Studium nicht in der vorhergesehenen Zeit abschließen kann. Ein Faktor, der die Studiendauer beeinflussen kann, ist die finanzielle Situation.

Bei einer Erwerbstätigkeit neben dem Studium bleibt dem Studenten natürlich weniger Zeit, um sich auf das Lernen zu konzentrieren. Die Politiker haben das erkannt und versuchen diesen Beeinflussungsfaktor durch die Einführung des BAföG zu verringern. Ziel der staatlichen Unterstützung soll  Chancengleichheit sein. Jeder Student, egal aus welchem sozialen Umfeld er stammt, soll unter den gleichen Bedingungen studieren können, wie andere.

Des Weiteren spielt die Kindererziehung vor allem bei weiblichen Studenten eine wichtige Rolle. Wenn man sich neben dem Studium um ein Kind kümmern muss, kommt man fast nicht drum herum, ein bis zwei Semester hinten dranzuhängen. Aber auch hier gibt es mittlerweile spezielle Angebote der Hochschulen, die die Studentinnen bei der Kinderbetreuung entlasten.

Es gibt aber auch institutionelle Faktoren, die sich auf die Studiendauer negativ auswirken können. Darunter fallen beispielsweise überfüllte Hörsäle, die Überschneidung von Pflichtveranstaltungen, eine unzureichende Verfügbarkeit an Lehrpersonal oder die hohe Anzahl von Studenten eines Studiengangs. Manchmal können die Studenten selber gar nichts dafür, wenn sie die vorgesehene Studiendauer nicht einhalten können.

Die Hochschule ist dafür verantwortlich, dass sie vorhandene Kapazitäten optimal einsetzt. Wenn dies jedoch schief läuft, kann es dazu führen, dass die Studenten darunter leiden und ein paar Semester mehr studieren müssen. Eine schlechte Arbeitsmarktlage kann sich ebenfalls auf die Studiendauer auswirken. Wenn in Zeiten von Krisen die Arbeitslosenzahlen hochschießen, versuchen viele Studenten ihr Studium zu verzögern, indem sie Seminarveranstaltungen auslassen oder ein Auslandssemester an das Studium anhängen.

Wenn die Lage auf dem Arbeitsmarkt gerade entspannt ist, kann sich dies aber auch studienverkürzend auswirken, indem Studenten bereits im Studium eine Stelle angeboten bekommen und dann versuchen, möglichst schnell ihren Abschluss zu machen. Darüber hinaus wirken sich auch überdurchschnittliche Noten verkürzend auf die Studiendauer aus.

Studenten geraten unter Druck

Ein langes Studium über die Regelstudienzeit hinaus ist nicht nur unnötig teuer, es gilt auch als Minuspunkt beim Berufseinstieg. Deshalb zielen die Studenten in Zeiten von Studiengebühren und begehrten Masterplätzen darauf ab, die Studiendauer möglichst kurz zu halten. Häufig trauen sie sich nicht mehr, ein Auslandssemester zu absolvieren oder ehrenamtlich zu arbeiten, weil dies oft dazu führt, dass man ein Semester länger studieren muss. Zwar ist es richtig, dass eine kurze Studiendauer sich positiv auf den Lebenslauf auswirkt. Ein Auslandsaufenthalt oder außeruniversitäre Arbeit beeindruckt die Personalchefs in der Regel jedoch mehr, als den bloßen Marathonlauf durch das Studium.

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