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Designer werden

Wie werde ich eigentlich Designer?

Um Designer zu werden, kannst Du eine Ausbildung oder ein Studium absolvieren. Das Studium bietet Dir allerdings bessere Karriere- und Gehaltsaussichten. Design studieren kannst Du an Universitäten, Kunst- und Fachhochschulen.

Warum Designer werden?

Designer zu werden ist jedes Jahr der Traum zahlreicher künstlerisch begabter Studienanfänger. Kein Wunder – verspricht der Beruf des Designers doch vielfältige und spannende Aufgaben. Designer werden nicht nur in der Modebranche, sondern überall dort eingesetzt, wo kreative Köpfe gefragt sind. Deine Berufsmöglichkeiten als Designer sind vielschichtig. Arbeit findest Du zum Beispiel in der Automobilindustrie, bei Juwelieren oder in Grafikdesign-Agenturen.

Design studieren und Designer werden

Wenn Du Designer werden möchtest, kannst Du eine Ausbildung absolvieren. Der bessere Weg ist allerdings ein Studium. Es bietet Dir in der Regel bessere Berufs- und Karriereaussichten als eine Ausbildung. Das Bachelor Studium in Design dauert je nach Hochschule 6 bis 8 Semester und schließt mit einem akademischen Bachelor Grad ab. Anschließend kannst Du ein 2 bis 4-semestriges Master Studium aufnehmen. Mit dem Master steht Dir die Promotion offen.Die folgende Tabelle zeigt Dir beliebte Design Studiengänge:

Design kannst Du zum Beispiel mit folgenden Schwerpunkten studieren:

  • Fotodesign
  • Grafikdesign
  • Industriedesign
  • Kommunikationsdesign
  • Mediendesign
  • Modedesign
  • Produktdesign
  • Schmuckdesign
  • Textildesign
  • Comic Design
  • Game Design
  • Webdesign

Voraussetzungen für ein Design Studium

Um Design zu studieren, benötigst Du die Fachhochschulreife oder das Abitur. Interesse an Kunst und Gestaltung ist obligatorisch. Darüber hinaus solltest Du Spaß am Umgang mit Kunden haben und über eine analytische Denkweise verfügen. Geschicklichkeit, Fleiß und Kreativität sind ebenfalls wichtige Eigenschaften, die Du mitbringen solltest, um Designer zu werden.

Bei der Bewerbung an einer Hochschule musst Du meist eine Mappe mit Proben Deiner künstlerischen Arbeit einreichen. Dafür geben die Hochschulen ein Thema vor, trotzdem sollten Deine Arbeiten aber möglichst individuell und kreativ sein. Wenn Du Dir nicht sicher bist, ob Deine Mappe den künstlerischen Anforderungen der Hochschule genügt, findest Du zum Beispiel an der Kölner Design Akademie Hilfe in einem sogenannten Mappenkurs. Überzeugt Deine Mappe die Auswahlkommission der Hochschule, wirst Du zu einem weiteren Test eingeladen, der Deine persönliche und fachliche Eignung prüft.

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Studienverlauf

Das Bachelor Studium in Design dauert je nach fachlicher Ausrichtung und Praxisanteilen 6 bis 8 Semester. Der aufbauende Master Studiengang umfasst weitere 2 bis 4 Semester. Während Deines Studiums belegst Du Module. Diese bestehen aus mehreren zusammenhängenden Lehrveranstaltungen wie Vorlesungen, Seminaren und Übungen. Du absolvierst Praktika und Projektarbeiten, schreibst Hausarbeiten oder Klausuren und hältst Referate. Für Deine geleistete Arbeit erhältst Du Credit Points. Dein Studium beendest Du mit der Bachelor- oder Masterarbeit.

Studieninhalte

Das Design Studium bietet nicht nur theoretische, sondern vor allem auch praktische Inhalte. Du arbeitest zum Beispiel mit verschiedenen Materialien, lernst Konstruktions- und Fertigungsweisen kennen oder entwickelst eine computergestützte Präsentation Deiner Design-Entwürfe. Auch die Vermittlung von Marketingkenntnissen gehört zum Lehrplan, wenn Du Designer werden möchtest. Darüber hinaus erlernst Du auch die kaufmännischen Grundlagen der Künstlervermarktung sowie wichtige Aspekte des Projektmanagements.

Studienmöglichkeiten

Designer werden kannst Du in Deutschland im Rahmen eines Studiums an Universitäten, Kunst- und Fachhochschulen sowie privaten Kunstakademien. Fachhochschulen kooperieren häufig mit Wirtschaftsunternehmen. So erhältst Du direkten Einblick in die Praxis und arbeitest zum Beispiel an einem Auftrag für ein innovatives Türklinkendesign mit.
An Universitäten hingegen ist das Studium eher auf experimentelles und kreatives Arbeiten ausgerichtet und weniger auf die praktische Produkterstellung. Dafür kannst Du hier aber teilweise unabhängig von Kosten oder Produktvorgaben Deiner Kreativität freien Lauf lassen und traditionelle Designkonzepte infrage stellen. Egal ob an der Universität oder Fachhochschule, grundsätzlich besteht für Dich während Deines Studiums die Möglichkeit, im Rahmen von Praktika und Projektarbeiten Dein theoretisches Wissen praktisch anzuwenden.
Das Studium an privaten Kunsthochschulen und Designakademien ist meist auf die Anforderungen zukünftiger Arbeitgeber ausgerichtet und vermittelt daher praxisrelevante Kenntnisse. Die gute Betreuung und Lehre an privaten Kunsthochschulen hat aber auch ihren Preis: Ein Design Studium kann hier schnell bis zu 20.000 € kosten.

„Der Studiengang findet die richtige Balance zwischen Wissenschaftlichkeit und Praxis (geschätzt 50:50). Die Dozenten sind größtenteils aus Unternehmen oder Agenturen und bringen langjährige Erfahrungen mit. An der Qualität der Lehrinhalte sowie der Dozenten gibt es nichts auszusetzen.“

Simon berichtet über sein Media Design Studium an der Rheinischen Fachhochschule Köln.

Abschluss

Dein Bachelor Studium in Design beendest Du in der Regel mit dem akademischen Grad des Bachelor of Arts (B.A.). Dieser qualifiziert Dich für den direkten Berufseinstieg, berechtigt Dich aber auch zur Aufnahme eines weiterführenden Master Studiums. Im Master Studium kannst Du Dich auf eine bestimmte Fachrichtung fokussieren. Der Master of Arts (M.A.) in Design erlaubt Dir die Aufnahme eines Promotionsstudiums.

Nach dem Design Studium?

Designer werden in vielen Bereichen eingesetzt. Nicht nur die Modebranche, auch Hersteller von Videospielen oder Juweliere bieten Arbeitsmöglichkeiten. Du kannst  festangestellt in einem Unternehmen arbeiten oder Dich selbständig machen und spannende Projektarbeiten übernehmen. Designer werden häufig mit der künstlerischen Gestaltung eines Produktes oder der Projektleitung betraut, können aber auch als Berater tätig sein oder kaufmännische Aufgaben übernehmen.

Aufgaben und Beschäftigungsmöglichkeiten

Aufgabenfelder und Beschäftigungsmöglichkeiten unterscheiden sich je nach Designfachrichtung. Fotodesigner etwa sind für die visuelle Konzeption und Gestaltung in Bereichen wie Werbung, Journalismus, Mode oder Wissenschaft zuständig. Arbeit finden sie beispielsweise in:

  • Fotoateliers
  • Medienagenturen
  • Buch- und Zeitschriftenredaktionen
  • Verlagen
  • Grafikdesign-Agenturen

Mit einem Modedesign Studium entwirfst Du Bekleidung, Du überwachst die Herstellung der Kleider und entwickelst Marketingmaßnahmen. Arbeit bieten unter anderem:

  • Modeateliers
  • Fachzeitschriften
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Aufgaben und Beschäftigungsmöglichkeiten der verschiedenen Designfachrichtungen
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Wie erfolgt der Berufseinstieg?

Der Berufseinstieg als Designer erfolgt in der Regel über befristete Projekte und freie Mitarbeit. Viele Designer machen sich selbstständig, da es nicht genügend freie Arbeitsplätze gibt oder finden den Einstieg ins Berufsleben über schlecht- oder unbezahlte Praktika. Je nach Designrichtung gestaltet sich der Berufseinstieg unterschiedlich. Spezialkenntnisse und Praxiserfahrung erhöhen Deine Chancen auf dem Arbeitsmarkt.

Welche Karriereaussichten habe ich?

Deine Karriereaussichten als Designer werden vor allem von Deiner Fachrichtung und der Branche, in der Du tätig bist, bestimmt. Die Karrierechancen im Modedesign stehen derzeit beispielsweise schlecht, viele hervorragende Designer sind auf der Suche nach einer Stelle. Produktdesigner haben besonders in der Industrie, weniger im Schmuckdesign, gute Aussichten. Die besten Aussichten, Karriere zu machen, haben Gamedesigner und Webdesigner.
Unabhängig von Deiner Fachrichtung sind für deine Karriere als Designer ein umfassendes Netzwerk und gute Kontakte von Bedeutung. Diese solltest Du bereits während des Studiums durch Praktika knüpfen. Ein Master Studium und erweiterte Spezialkenntnisse steigern Deine Karriereaussichten. Außerdem kannst Du mit einem Master Abschluss promovieren und als Designer in der Forschung und Lehre tätig werden.

Welches Gehalt verdiene ich?

Designer in Festanstellung werden bei Berufseintritt durchschnittlich mit 2.100 € brutto im Monat bezahlt. Nach 4 Jahren im Beruf steigt Dein monatliches Gehalt als Designer auf etwa 2.750 €. Nur sehr wenige Designer erhalten 3.000 € bis 4.000 € brutto pro Monat. Dein Einkommen orientiert sich grundsätzlich an Deiner persönlichen Qualifikation, Deiner Position im Betrieb und der Größe des Arbeitgebers. Große Unternehmen zahlen in der Regel etwas mehr als kleine Agenturen und Designbüros.

Designer werden – Alternativen

Außer im Rahmen eines Studiums hast Du an Berufsfachschulen und Berufskollegs im Rahmen einer 2 bis 3-jährigen Ausbildung die Möglichkeit, Designer zu werden.
Darüber hinaus gibt es Ausbildungen und Studiengänge für ähnliche kreative Berufe, wie zum Beispiel:

  • Mediengestalter. Den Beruf des Mediengestalters kannst Du im Rahmen einer dualen Ausbildung erlernen.
  • Gestalter im Handwerk. Die meisten Handwerkskammern bieten ein Studium zum Gestalter im Handwerk an. Voraussetzung ist eine abgeschlossene Berufsausbildung in einem kreativen Bereich und mehrjährige Berufserfahrung.
  • Staatlich geprüfter Gestalter. Nach einer Berufsausbildung kannst Du in einem 4-semestrigen Studium staatlich geprüfter Gestalter werden.
  • Grafik- oder Webdesigner. Verschiedene Fernlehrinstitute bieten Kurse zum Grafik- oder Web-Designer an.

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