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Tierarzt werden

Die Ausbildung zum Tierarzt

Möchtest Du Tierarzt werden, führt Dein Weg über ein Studium der Tiermedizin. Dieses ist an 5 Universitäten in Deutschland möglich. Die Tierarzt Ausbildung dauert 5,5 Jahre. Anschließend beantragst Du eine Approbation und kannst selbstständig in einer eigenen Praxis oder fest angestellt als Tierarzt tätig werden.

Warum Tierarzt werden?

Das Wohl unserer vierbeinigen Freunde liegt Dir besonders am Herzen? Dann ist Tierarzt genau der richtige Beruf für Dich. Du behandelst Krankheiten und Verletzungen bei Haus- und Nutztieren und hilfst damit Tier und Mensch. Nach der Ausbildung zum Tierarzt kannst Du Deine eigene Praxis führen oder als mobiler Tierarzt vor Ort tätig werden, zum Beispiel auf Bauernhöfen.

Tiermedizin studieren und Tierarzt werden

Wenn Du Tierarzt werden möchtest, absolvierst Du zunächst ein Studium der Tiermedizin. Die Tierarzt Ausbildung ist in Deutschland an 5 Universitäten möglich. Das Tiermedizin Studium vermittelt Dir das nötige Wissen in Anatomie, Zoologie und Medizin, um Tierarzt zu werden.

Zulassungsvoraussetzungen zum Studiengang

Das Fach Tiermedizin bieten ausschließlich Universitäten an, weshalb Du das Abitur oder die Fachgebundene Hochschulreife benötigst, um Tiermedizin zu studieren. Viele Studienbewerber möchten Tierarzt werden, der Zugang zum Studium der Tiermedizin ist daher durch einen Numerus clausus (NC) beschränkt. Um Tierarzt zu werden, benötigst Du also nicht nur das Abitur, sondern auch eine bestimmte Durchschnittsnote im Abitur. Der NC liegt meist zwischen 1,1 und 1,5. Die Vergabe der Studienplätze erfolgt bundeseinheitlich über die Seite www.hochschulstart.de.

Studienverlauf

Der theoretische Teil der Tierarzt Ausbildung gliedert sich in 2 Abschnitte: den naturwissenschaftlichen Teil bis zur Prüfung des Vorphysikums und den anatomisch-physiologischen Teil bis zur Prüfung des Physikums. Anschließend erfolgt die tierärztliche Prüfung. Nach dem 8-semestrigen theoretischen Teil kommt der 3-semestrige praktische Teil, in dem Du verschiedene veterinärmedizinische Stationen durchläufst. Die Einsatzorte während des praktischen Teils der Tierarzt Ausbildung sind in einer Tierklinik, in der Lebensmittelüberwachung, in der Schlachttier- und Fleischuntersuchung sowie im öffentlichen Veterinärwesen. Insgesamt dauert die Tierarzt Ausbildung 5,5 Jahre.

Studieninhalte

Um alle Facetten des Berufs Tierarzt zu erlernen, werden Dir im Tiermedizin Studium umfassende Kenntnisse aus verschiedenen Fachbereichen vermittelt. Diese Inhalte kommen in der Tierarzt Ausbildung auf Dich zu:

  • Grundlagenfächer: Physik, Chemie, Zoologie und Botanik
  • Anatomie und Physiologie
    • Anatomie
    • Histologie und Embryologie
    • Physiologie
    • Biochemie
    • Tierzucht und Genetik
  • Klinischer Teil
    • Radiologie
    • Pharmakologie und Toxikologie
    • Innere Medizin
    • Klinische Propädeutik
    • Tierhaltung und Tierhygiene
    • Geflügelkrankheiten
    • Fleischhygiene
    • Lebensmittelkunde und Lebensmittelhygiene
    • Arznei- und Betäubungsmittelrecht
    • Bakteriologie und Mykologie
    • Milchkunde
    • Parasitologie
    • Reproduktionsmedizin
    • Tierernährung
    • Virologie

Studienmöglichkeiten

Um Tierarzt zu werden, musst Du Tiermedizin an einer Universität studieren. Dazu stehen Dir 5 verschiedene Hochschulen zur Auswahl: die Universitäten München, Leipzig, Gießen und Berlin sowie die Tierärztliche Hochschule Hannover. Die Tierarzt Ausbildung findet in Vollzeit statt, ein Fernstudium oder Duales Studium ist bisher nicht möglich.Die folgende Tabelle zeigt Dir beliebte Tiermedizin Studiengänge:

Nach der Tierarzt Ausbildung?

„Das Studium der Tiermedizin ist sehr vielseitig. Wenn man anfängt, haben viele das Bild von einem praktischen Tierarzt vor Augen, der "nur" dafür da ist, kranke Tiere wieder zu heilen. Aber eigentlich birgt dieses Berufsfeld viel mehr als das. Ein breites Spektrum wird angeboten; von der Lebensmittelindustrie, über die Pharmakologie, bis hin zum praktischen Tierarzt, bei dem es dann auch wieder verschiedene Spezialisierungen gibt.“

Johanne berichtet auf StudyCheck von Studium und Beruf des Tierarztes

Hast Du den theoretischen und praktischen Teil der Tierarzt Ausbildung absolviert und die tierärztliche Prüfung bestanden, kannst Du die Approbation beantragen und als Tierarzt tätig werden. Viele Absolventen des Tiermedizin Studiums verfassen eine Dissertation, um anschließend den akademischen Grad des Dr. med. vet. führen zu dürfen. Außerdem besteht inzwischen auch in Deutschland die Möglichkeit, nach dem amerikanischen Modell einen Fachtierarzt zu machen und Dich auf eine bestimmte Tierart zu spezialisieren.

Welche Aufgaben übernehme ich als Tierarzt?

Das Tätigkeitsfeld eines Tierarztes ist sehr vielfältig und hängt stark davon ab, in welcher Branche er beschäftigt ist. Arbeitest Du als niedergelassener Tierarzt, behandelst Du die Tiere in der eigenen Praxis. Viele Tierärzte werden aber auch in Behörden, in Tierkliniken, in der Lebensmittelkontrolle oder als Amtstierarzt tätig.
Je nach Stelle gehören diese Aufgaben zum Beruf des Tierarztes:

  • Krankheiten feststellen
  • Behandlungen anordnen und durchführen
  • Medikamente verschreiben
  • Impfen
  • Wunden versorgen
  • Haltungsbedingungen überprüfen
  • Geburtshilfe
  • Lebensmittelkontrollen durchführen

Wie erfolgt der Berufseinstieg?

Um Tierarzt zu werden, durchläufst Du im Studium eine praktische Ausbildung in Praxen und Kliniken. Schon hier kannst Du wichtige Kontakte knüpfen. Oft schreiben Forschungsinstitute Stellen aus, an denen Du Deine Dissertation verfasst und dabei bereits arbeitest. Üblicherweise fangen Absolventen des Tiermedizin Studiums zunächst als Assistent in einer Gemeinschaftspraxis an. Hier bekommst Du nach und nach größere Aufgaben und arbeitest immer selbstständiger. Neben einer Festanstellung in einer Praxis oder Klinik kannst Du nach dem Studium auch direkt als niedergelassener Tierarzt tätig werden. Um Deine eigene Praxis zu gründen, benötigst Du jedoch ein gewisses Kapital.

Welche Karriereaussichten habe ich?

Deine Karriereaussichten als Tierarzt sind abhängig vom Berufsfeld, das Du Dir aussuchst. Oft besteht vor allem in Großstädten ein Überangebot an Kleintierpraxen. Als Nutztierarzt hast Du hingegen gute Karrierechancen, da hier die Nachfrage sehr hoch ist. Auch der öffentliche Dienst bei Behörden oder Instituten bietet sichere Berufsaussichten. Denn dort bekommst Du eine Vergütung nach Tarif, die mit zunehmender Berufserfahrung kontinuierlich steigt. Auch die Forschung bietet Tiermedizinern gute Karrierechancen.

Welches Gehalt verdiene ich?

Das Gehalt niedergelassener Tierärzte richtet sich nach einer festgelegten Gebührenordnung. Die Besitzer Deiner Patienten bezahlen für die Behandlungen direkt bei Dir in der Praxis, die wenigsten Tiere sind krankenversichert. Dein Gehalt als freiberuflicher Tierarzt bestimmt sich nach der Anzahl der Kunden, die Du betreust. Bist Du als Tierarzt fest angestellt, verdienst Du im Durchschnitt etwa 2.500 €.

Tierarzt werden – Alternativen

Auf einen Studienplatz in Tiermedizin kommen etwa 5 Bewerber, der NC ist deshalb sehr hoch. Als Alternative zum Tiermedizin Studium kannst Du an der Freien Universität Berlin Veterinary Public Health auf Master studieren. Voraussetzung ist ein vorheriges Studium, vorzugsweise in einem lehramtsbezogenen Fach der Sozialkunde, Politikwissenschaften oder Geschichtswissenschaft. Außerdem benötigst Du mindestens 1 Jahr Berufserfahrung, da es sich um einen weiterbildenden Master Studiengang handelt. Mit einem Master in Veterinary Public Health kannst Du zwar nicht als Tierarzt tätig werden, aber im Verbraucherschutz, in der Forschung und in der Lebensmittelindustrie Anstellung finden.

Viele, die Tierarzt werden möchten, studieren Tiermedizin im Ausland, um ihren Berufswunsch trotz hohem NC zu verwirklichen. An der Universität Budapest in Ungarn ist das Tiermedizin Studium bis zum Physikum sogar auf Deutsch möglich. Anschließend kannst Du Deine Tierarzt Ausbildung in Deutschland beenden.

Eine nicht-akademische Alternative zum Tiermedizin Studium ist eine Weiterbildung zum Tierheilpraktiker. Diese bietet sich Tiermedizinischen Fachangestellten oder Humanheilpraktikern an. Nach der Weiterbildung arbeitest Du selbstständig und rechnest Deine Leistungen nach einer Gebührenordnung ab.

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